2 Chronik

 

Kapitel 1

 

1 Und Salomo, der Sohn Davids, erstarkte in seinem Königtum, und der Herr, sein Gott, war mit ihm und machte ihn überaus groß.

 

2 Und Salomo sprach zu ganz Israel, zu den Obersten über tausend und den Obersten über hundert und zu den Richtern und zu allen Fürsten vor Israel, den Häuptern der Vaterhäuser,

 

3 und Salomo zog mit der ganzen Versammlung zu der Höhe, die in Gibeon war, wo das Zelt des Zeugnisses Gottes stand, das Mose, der Knecht des Herrn, in der Wüste gemacht hatte.

 

4 Aber die Lade Gottes hatte David aus der Stadt Kirjat-Jearim heraufgebracht, denn er hatte ihr ein Zelt in Jerusalem bereitet.

 

5 Und der eherne Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, stand dort vor dem Zelt des Herrn, und Salomo und die Versammlung suchten ihn auf.

 

6 Und Salomo opferte dort auf dem ehernen Altar vor dem Herrn, der beim Zelt war, und brachte auf ihm tausend Brandopfer dar.

 

7 In jener Nacht erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll.

 

8 Und Salomo sprach zu Gott: Du hast an David, meinem Vater, große Barmherzigkeit erwiesen und mich an seiner Statt zum König gemacht.

 

9 Und nun, Herr, Gott, möge sich dein Name an David, meinem Vater, als treu erweisen, denn du hast mich zum König über ein Volk gemacht, zahlreich wie der Staub der Erde.

 

10 Nun gib mir Weisheit und Einsicht, damit ich vor diesem Volk aus- und eingehen kann; denn wer könnte dieses dein großes Volk richten?

 

11 Und Gott sprach zu Salomo: Weil dies in deinem Herzen war und du nicht Reichtum an Gütern erbeten hast, noch Ehre, noch das Leben deiner Feinde, und auch nicht viele Tage erbeten hast, sondern dir Weisheit und Einsicht erbeten hast, damit du mein Volk richtest, über das ich dich zum König gemacht habe,

 

12 so gebe ich dir die Weisheit und die Einsicht, und Reichtum und Güter und Ehre will ich dir geben, wie sie keiner der Könige vor dir hatte, und nach dir wird es keinen solchen geben.

 

13 Und Salomo kam von der Höhe, die in Gibeon war, nach Jerusalem, weg von dem Zelt des Zeugnisses, und herrschte über Israel.

 

14 Und Salomo sammelte Wagen und Reiter, und er hatte tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter; und er legte sie in die Wagenstädte, und das Volk war beim König in Jerusalem.

 

15 Und der König machte, dass Gold und Silber in Jerusalem so gewöhnlich waren wie Steine, und die Zedern in Judäa an Menge wie die Maulbeerfeigenbäume in der Niederung.

 

16 Und die Ausfuhr der Pferde Salomos kam aus Ägypten, und der Preis der Händler des Königs: Sie kauften sie im Handel

 

17 und zogen hinauf und führten aus Ägypten einen Wagen für sechshundert Silberstücke aus und ein Pferd für hundertfünfzig; und ebenso brachten sie sie durch ihre Hände allen Königen der Hetiter und den Königen Syriens.

 

18 Und Salomo beschloss, dem Namen des Herrn ein Haus zu bauen und ein Haus für sein Königtum.

 

 

 

Kapitel 2

 

1 Und Salomo versammelte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer im Gebirge, und die Aufseher über sie waren dreitausendsechshundert.

 

2 Und Salomo sandte zu Hiram, dem König von Tyrus, und ließ ihm sagen: Wie du an meinem Vater David getan und ihm Zedern gesandt hast, damit er sich ein Haus baute, um darin zu wohnen,

 

3 siehe, so baue ich, sein Sohn, ein Haus dem Namen des Herrn, meines Gottes, um es ihm zu heiligen, damit man vor ihm Räucherwerk räuchere und die Schaubrote beständig auflege und Brandopfer darbringe beständig, am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen des Herrn, unseres Gottes; das soll ewiglich über Israel gelten.

 

4 Und das Haus, das ich baue, ist groß; denn unser Gott ist größer als alle Götter.

 

5 Und wer vermöchte ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel und der Himmel der Himmel fassen seine Herrlichkeit nicht. Und wer bin ich, dass ich ihm ein Haus baue – es sei denn, um vor ihm zu räuchern?

 

6 Und nun sende mir einen weisen Mann, der zu arbeiten versteht in Gold und in Silber und in Erz und in Eisen und in Purpur und in Karmesin und in blauem Purpur, und der sich darauf versteht, Schnitzwerk zu schneiden, zusammen mit den Weisen, die bei mir sind in Juda und in Jerusalem, die mein Vater David bestellt hat.

 

7 Und sende mir Zedern-, Wacholder- und Fichtenholz vom Libanon; denn ich weiß, dass deine Knechte verstehen, Holz vom Libanon zu hauen. Und siehe, deine Knechte sollen mit meinen Knechten gehen,

 

8 um mir Holz in Menge zu bereiten; denn das Haus, das ich baue, soll groß und herrlich sein.

 

9 Und siehe, den Arbeitern, die das Holz hauen, habe ich zur Speise gegeben: Weizen als Gabe für deine Knechte zwanzigtausend Kor und Gerste zwanzigtausend Kor und Wein zwanzigtausend Maß und Öl zwanzigtausend Maß.

 

10 Und Hiram, der König von Tyrus, antwortete in einem Schreiben, das er an Salomo sandte: Weil der Herr sein Volk liebt, hat er dich zum König über sie gesetzt.

 

11 Und Hiram sprach: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, der dem König David einen weisen Sohn gegeben hat, voll Einsicht und Verstand, der dem Herrn ein Haus bauen wird und ein Haus für sein Königtum.

 

12 Und nun habe ich dir einen weisen und einsichtsvollen Mann gesandt, Hiram, meinen Vater

 

13 , der zu arbeiten versteht in Gold und in Silber und in Erz und in Eisen, in Steinen und Hölzern, und zu weben in Purpur und in blauem Purpur und in Byssus und in Karmesin, und Schnitzwerk zu schneiden und jeden Entwurf zu ersinnen, was immer du ihm aufträgst, zusammen mit deinen Weisen und den Weisen Davids, meines Herrn, deines Vaters.

 

14 Und nun, den Weizen und die Gerste und das Öl und den Wein, wovon mein Herr gesprochen hat, möge er seinen Knechten senden.

 

15 Und wir werden Holz vom Libanon hauen, so viel du bedarfst, und es dir in Flößen über das Meer nach Joppe bringen, und du sollst es hinaufführen nach Jerusalem.

 

16 Und Salomo zählte alle fremden Männer im Lande Israel, nach der Zählung, mit der sein Vater David sie gezählt hatte, und es fanden sich hundertfünfzigtausend und dreitausendsechshundert.

 

17 Und er machte aus ihnen siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer und dreitausendsechshundert Aufseher, die das Volk zur Arbeit anhielten.

 

 

 

Kapitel 3

 

1 Und Salomo begann, das Haus des Herrn in Jerusalem zu bauen, auf dem Berge Amoria, wo der Herr seinem Vater David erschienen war, an dem Ort, den David bereitet hatte, auf der Tenne Ornas, des Jebusiters.

 

2 Und er begann zu bauen im zweiten Monat, im vierten Jahr seiner Königsherrschaft.

 

3 Und dies sind die Maße, mit denen Salomo begann, das Haus Gottes zu bauen: die Länge, das erste Maß, sechzig Ellen, und die Breite zwanzig Ellen.

 

4 Und die Vorhalle vor dem Hause: ihre Länge entsprechend der Breite des Hauses zwanzig Ellen, und ihre Höhe hundertzwanzig Ellen; und er überzog sie innen mit reinem Gold.

 

5 Und das große Haus täfelte er mit Zedernholz und überzog es mit reinem Gold und schnitzte darauf Palmen und Kettenwerk.

 

6 Und er schmückte das Haus mit kostbaren Steinen zur Pracht und mit Gold, dem Gold aus Pharuaim.

 

7 Und er vergoldete das Haus, die Wände, die Tore, die Decken und die Türen mit Gold und schnitzte Cherubim an die Wände.

 

8 Und er machte das Haus des Allerheiligsten: seine Länge entsprechend der Breite zwanzig Ellen und die Breite zwanzig Ellen, und er überzog es mit reinem Gold, für die Cherubim, im Gewicht von sechshundert Talenten.

 

9 Und das Gewicht der Nägel: das Gewicht eines jeden fünfzig Schekel Gold. Und das Obergemach überzog er mit Gold.

 

10 Und er machte in dem Hause des Allerheiligsten zwei Cherubim, ein Werk aus Holz, und überzog sie mit Gold.

 

11 Und die Flügel der Cherubim: ihre Länge zwanzig Ellen, und der eine Flügel, fünf Ellen, berührte die Wand des Hauses, und der andere Flügel, fünf Ellen, berührte den Flügel des anderen Cherubs;

 

12 und der Flügel des einen Cherubs, fünf Ellen, berührte die Wand des Hauses, und der andere Flügel, fünf Ellen, berührte den Flügel des anderen Cherubs;

 

13 und die Flügel der Cherubim waren ausgebreitet, zwanzig Ellen; und sie standen auf ihren Füßen, und ihre Gesichter waren dem Hause zugewandt.

 

14 Und er machte den Vorhang aus blauem Purpur, rotem Purpur, Karmesin und Byssus und wirkte Cherubim hinein.

 

15 Und er machte vor dem Hause zwei Säulen, fünfunddreißig Ellen hoch, und ihre Kapitelle fünf Ellen.

 

16 Und er machte Ketten im Dabir und legte sie auf die Kapitelle der Säulen, und er machte hundert Granatäpfel und setzte sie auf das Kettenwerk.

 

17 Und er stellte die Säulen vor dem Tempel auf, eine zur Rechten und eine zur Linken, und er nannte den Namen der rechten „Festigkeit“ und den Namen der linken „Stärke“.

 

 

 

Kapitel 4

 

1 Und er machte den ehernen Altar, zwanzig Ellen die Länge und zwanzig Ellen die Breite, zehn Ellen die Höhe.

 

2 Und er machte das gegossene Meer, zehn Ellen im Durchmesser, ringsum rund, und fünf Ellen die Höhe, und der Umfang dreißig Ellen.

 

3 Und Bilder von Rindern waren unter ihm; ringsum umgeben sie es, zehn Ellen umfassen das Becken ringsherum; in zwei Reihen gossen sie die Rinder bei ihrem Guss,

 

4 mit dem sie sie machten, zwölf Rinder: drei blickten nach Norden, drei blickten nach Westen, drei blickten nach Süden und drei blickten gegen Osten, und das Meer war oben auf ihnen; ihre Hinterteile waren nach innen gekehrt.

 

5Und seine Dicke war eine Handbreit, und sein Rand wie der Rand eines Bechers, mit eingemeißelten Lilienblüten; es fasste dreitausend Maß. Und er vollendete es.

 

6 Und er machte zehn Becken und stellte fünf zur Rechten und fünf zur Linken, um darin die Stücke der Brandopfer zu waschen und darin abzuspülen. Und das Meer war dazu, dass die Priester sich darin wuschen.

 

7 Und er machte die zehn goldenen Leuchter nach ihrer Vorschrift und stellte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken.

 

8 Und er machte zehn Tische und stellte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken. Und er machte hundert goldene Schalen.

 

9 Und er machte den Vorhof der Priester und den großen Vorhof und Türen für den Vorhof, und ihre Türflügel waren mit Erz überzogen.

 

10 Und das Meer stellte er an die Ecke des Hauses zur Rechten, gegen Osten hin, gegenüber.

 

11 Und Hiram machte die Fleischgabeln und die Feuerpfannen und den Rost des Altars und alle seine Geräte. Und Hiram vollendete die ganze Arbeit, die er für den König Salomo am Hause Gottes machte:

 

12 zwei Säulen und darauf die Gōlath für die Chōthareth auf den Köpfen der beiden Säulen und zwei Netze, um die Köpfe der Chōthareth zu bedecken, die auf den Köpfen der Säulen sind,

 

13 und vierhundert goldene Glöckchen für die zwei Netze und zwei Reihen von Granatäpfeln an dem einen Netz, um die beiden Gōlath der Chōthareth zu bedecken, die oben auf den Säulen sind.

 

14 Und die Mechonoth machte er, zehn, und die Becken machte er auf den Mechonoth,

 

15 und das eine Meer und die zwölf Rinder darunter,

 

16 und die Fußgestelle und die Schöpfgefäße und die Kessel und die Fleischgabeln und alle ihre Geräte, die Hiram machte und dem König Salomo für das Haus des Herrn brachte, aus reinem Erz.

 

17 In der Gegend des Jordan goss sie der König in der dichten Erde, im Hause Sokchoth und zwischen Sirdatha.

 

18 Und Salomo machte alle diese Geräte in sehr großer Menge, denn das Gewicht des Erzes ging nicht aus.

 

19 Und Salomo machte alle Geräte des Hauses des Herrn und den goldenen Altar und die Tische

 

20 und die Leuchter und die Lampen des Lichtes nach der Vorschrift und vor dem Dabir, aus reinem Gold,

 

21 und ihre Zangen und ihre Lampen und die Schalen und die Räucherpfannen und die Feuerpfannen aus reinem Gold;

 

22 und die innere Tür des Hauses zum Allerheiligsten und die Türen des Hauses des Tempels aus Gold.

 

 

 

Kapitel 5

 

1 Und es wurde das ganze Werk vollendet, das Salomo am Hause des Herrn gemacht hatte. Und Salomo brachte die heiligen Gaben Davids, seines Vaters, hinein: das Silber und das Gold und die Geräte gab er in den Schatz des Hauses des Herrn.

 

2 Damals versammelte Salomo die Ältesten Israels und alle Obersten der Stämme, die Häupter der Vaterhäuser der Söhne Israels, nach Jerusalem, um die Lade des Bundes des Herrn heraufzubringen aus der Stadt Davids.

 

3 Und es versammelten sich zum König alle Männer Israels am Fest ,

 

4 und alle Ältesten Israels kamen, und alle Leviten nahmen die Lade

 

5 und brachten die Lade hinauf und das Zelt des Zeugnisses und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren; und die Priester und die Leviten brachten sie hinauf.

 

6 Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israels und die Gottesfürchtigen und die bei ihnen Versammelten waren vor der Lade und opferten Kälber und Schafe, die nicht gezählt und wegen ihrer Menge nicht berechnet werden konnten.

 

7 Und die Priester brachten die Lade des Bundes des Herrn an ihren Ort, in das Dabir des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim.

 

8 Und die Cherubim hatten ihre Flügel über den Ort der Lade ausgebreitet, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Tragstangen von oben her.

 

9 Und die Tragstangen ragten hervor, und die Enden der Tragstangen waren vom Heiligtum aus sichtbar, dem Dabir zugewandt; nach außen aber waren sie nicht sichtbar. Und sie sind dort bis auf diesen Tag.

 

10 In der Lade war nichts außer den zwei Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, dem, was der Herr mit den Söhnen Israels geschlossen hatte, als sie aus dem Land Ägypten auszogen.

 

11 Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum herauskamen — denn alle Priester, die sich einfanden, hatten sich geheiligt; sie waren nicht nach Dienstabteilungen geordnet,

 

12 und die Leviten, die Sänger, alle bei den Söhnen Asaphs, bei Heman, bei Jeduthun und bei ihren Söhnen und ihren Brüdern, gekleidet in Gewänder aus Byssus, standen mit Zimbeln und mit Harfen und mit Zithern dem Altar gegenüber, und mit ihnen hundertzwanzig Priester, die mit den Trompeten bliesen,

 

13 und es entstand eine einzige Stimme beim Trompeten und beim Singen und beim Anstimmen mit einer Stimme, um den Herrn zu preisen und zu loben — und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten und mit Zimbeln und mit den Instrumenten des Gesangs und sprachen: Preiset den Herrn, denn er ist gut, denn seine Barmherzigkeit währt ewig, da wurde das Haus erfüllt von der Wolke der Herrlichkeit des Herrn,

 

14 und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hintreten, um zu dienen, denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.

 

 

 

Kapitel 6

 

1 Da sprach Salomo: Der Herr hat gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.

 

2 Und ich habe deinem Namen ein Haus gebaut, das dir heilig ist und bereit, dass du darin wohnst in Ewigkeit.

 

3 Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israel, und die ganze Gemeinde Israel stand.

 

4 Und er sprach: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der mit seinem Munde zu David, meinem Vater, geredet und es mit seinen Händen erfüllt hat, da er sprach:

 

5 Seit dem Tage, da ich mein Volk aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels erwählt, um ein Haus zu bauen, dass mein Name dort sei, und ich habe keinen Mann erwählt, dass er Fürst über mein Volk Israel sei.

 

6 Aber ich habe Jerusalem erwählt, dass mein Name dort sei, und ich habe David erwählt, dass er über meinem Volk Israel sei.

 

7 Und es kam David, meinem Vater, in den Sinn, dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.

 

8 Und der Herr sprach zu David, meinem Vater: Weil es dir in den Sinn gekommen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du wohl daran getan, dass es dir in den Sinn kam.

 

9 Doch du sollst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen das Haus bauen.

 

10 Und der Herr hat sein Wort aufgerichtet, das er geredet hat; und ich bin an die Stelle Davids, meines Vaters, getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, wie der Herr geredet hat, und habe das Haus dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, gebaut.

 

11 Und ich habe die Lade dort hingestellt, in der der Bund des Herrn ist, den er mit Israel geschlossen hat.

 

12 Und er trat vor den Altar des Herrn, angesichts der ganzen Gemeinde Israel, und breitete seine Hände aus.

 

13 Denn Salomo hatte ein ehernes Gestell gemacht und es mitten in den Hof des Heiligtums gestellt, fünf Ellen lang, fünf Ellen breit und drei Ellen hoch; und er trat darauf und fiel auf die Knie angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände zum Himmel aus

 

14 und sprach: Herr, Gott Israels, es ist kein Gott dir gleich im Himmel und auf Erden, der du den Bund und die Barmherzigkeit hältst deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen.

 

15 Du hast deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten, was du ihm zugesagt hast; du hast es mit deinem Munde geredet und mit deinen Händen erfüllt, wie es an diesem Tage ist.

 

16 Und nun, Herr, Gott Israels, halte deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast, da du sprachst: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitze, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achten, dass sie in meinem Gesetz wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.

 

17 Und nun, Herr, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knecht David geredet hast.

 

18 Denn sollte Gott wirklich bei den Menschen auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und der Himmel des Himmels können dich nicht fassen — was soll dann dieses Haus, das ich gebaut habe?

 

19 Wende dich aber zum Gebet deines Knechtes und zu meinem Flehen, Herr, mein Gott, dass du hörst das Flehen und das Gebet, das dein Knecht heute vor dir betet,

 

20 dass deine Augen offen stehen über diesem Hause Tag und Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast, dass dein Name dort angerufen werden soll, dass du das Gebet hörst, das dein Knecht an dieser Stätte betet.

 

21 Und höre das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, was sie an dieser Stätte beten; und du wollest hören an der Stätte deiner Wohnung, vom Himmel her, und wenn du hörst, gnädig sein. —

 

22 Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und man ihm einen Eid auferlegt, dass er schwöre, und er kommt und schwört vor dem Altar in diesem Hause,

 

23 so wollest du vom Himmel her hören und eingreifen und deine Knechte richten, dass du dem Frevler vergiltst und seinen Wandel auf sein Haupt bringst, dass du den Gerechten gerecht sprichst und ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst.

 

24 Und wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir gesündigt haben, und sie kehren um und bekennen deinen Namen und beten und flehen vor dir in diesem Hause,

 

25 so wollest du vom Himmel her hören und den Sünden deines Volkes Israel gnädig sein und sie in das Land zurückbringen, das du ihnen und ihren Vätern gegeben hast.

 

26 Wenn der Himmel verschlossen ist und kein Regen fällt, weil sie an dir gesündigt haben, und sie beten zu dieser Stätte und preisen deinen Namen und kehren von ihren Sünden um, weil du sie demütigst,

 

27 so wollest du vom Himmel her hören und den Sünden deiner Knechte und deines Volkes Israel gnädig sein; denn du wirst ihnen den guten Weg zeigen, auf dem sie wandeln sollen, und Regen geben auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.

 

28 Wenn Hungersnot im Lande sein wird, wenn Pest sein wird, wenn Kornbrand und Vergilbung, Heuschrecke und Käfer sein werden, wenn der Feind sie vor ihren Städten bedrängt, bei jeder Plage und jedem Leiden,

 

29 bei jedem Gebet und jedem Flehen, das irgendein Mensch oder dein ganzes Volk Israel darbringt, wenn jemand seine Plage und sein Leiden erkennt und seine Hände nach diesem Hause ausbreitet,

 

30 so wollest du vom Himmel her hören, von deiner bereiteten Wohnstatt, und gnädig sein und einem jeden geben nach seinen Wegen, wie du sein Herz erkennst; denn du allein kennst das Herz der Menschenkinder,

 

31 damit sie deine Wege fürchten alle Tage, die sie leben auf dem Boden des Landes, das du unseren Vätern gegeben hast.

 

32 Und auch der Fremde, der nicht von deinem Volk Israel ist und aus fernem Lande kommt um deines großen Namens, deiner starken Hand und deines erhobenen Armes willen, wenn sie kommen und zu dieser Stätte beten,

 

33 so wollest du vom Himmel her hören, von deiner bereiteten Wohnstatt, und alles tun, worum der Fremde dich anruft, damit alle Völker der Erde deinen Namen erkennen und dich fürchten wie dein Volk Israel und erkennen, dass dein Name über diesem Hause angerufen ist, das ich gebaut habe. —

 

34 Wenn aber dein Volk zum Krieg gegen seine Feinde auszieht auf dem Wege, den du sie sendest, und sie beten zu dir in Richtung dieser Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich deinem Namen gebaut habe,

 

35 so wollest du vom Himmel her ihr Flehen und ihr Gebet hören und ihnen zu ihrem Recht verhelfen.

 

36 Wenn sie an dir sündigen und du sie schlägst und sie ihren Feinden preisgibst und ihre Bezwinger sie gefangen wegführen in das Land der Feinde, in ein fernes oder nahes Land,

 

37 und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Lande, wohin sie weggeführt worden sind, und kehren um und flehen zu dir in ihrer Gefangenschaft und sprechen: Wir haben gesündigt, wir haben Unrecht getan, wir haben gefrevelt,

 

38 und sie kehren zu dir um von ganzem Herzen und von ganzer Seele im Lande derer, die sie gefangen weggeführt haben, und beten in Richtung ihres Landes, das du ihren Vätern gegeben hast, und der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich deinem Namen gebaut habe,

 

39 so wollest du vom Himmel her, von deiner bereiteten Wohnstatt, ihr Gebet und ihr Flehen hören und ihnen Recht schaffen und dem Volk gnädig sein, das an dir gesündigt hat.

 

40 Nun, Herr, lass doch deine Augen offen sein und deine Ohren aufmerken auf das Flehen an dieser Stätte.

 

41 Und nun mache dich auf, Herr, Gott, zu deiner Ruhestätte, du und die Lade deiner Macht. Deine Priester, Herr, Gott, mögen sich mit Heil bekleiden, und deine Söhne mögen sich freuen am Guten.

 

42 Herr, Gott, weise das Angesicht deines Gesalbten nicht ab; gedenke der Gnadenerweise an David, deinem Knecht.

 

 

 

Kapitel 7

 

1 Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, fuhr das Feuer vom Himmel herab und verzehrte die Brandopfer und die Schlachtopfer, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus.

 

2 Und die Priester konnten zu jener Zeit nicht in das Haus des Herrn hineingehen, denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus.

 

3 Und alle Söhne Israels sahen das Feuer herabfahren und die Herrlichkeit des Herrn über dem Haus, und sie fielen auf ihr Angesicht zur Erde auf das Steinpflaster und beteten an und priesen den Herrn: Denn er ist gut, denn seine Barmherzigkeit währt ewiglich.

 

4 Und der König und das ganze Volk brachten Schlachtopfer dar vor dem Herrn.

 

5 Und Salomo opferte das Opfer: zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Stück Kleinvieh; und der König und das ganze Volk weihten das Haus Gottes ein.

 

6 Und die Priester standen auf ihren Posten, und die Leviten mit den Gesangsinstrumenten des Herrn, die David der König gemacht hatte, um den Herrn zu preisen — denn seine Barmherzigkeit währt ewiglich — mit den Lobliedern Davids durch ihre Hand; und die Priester bliesen die Trompeten ihnen gegenüber, und ganz Israel stand.

 

7 Und Salomo heiligte die Mitte des Vorhofs im Hause des Herrn; denn dort bereitete er die Brandopfer und die Fettstücke der Heilsopfer, weil der eherne Altar, den Salomo gemacht hatte, nicht ausreichte, die Brandopfer, die Speisopfer und die Fettstücke aufzunehmen.

 

8 Und Salomo hielt zu jener Zeit das Fest sieben Tage lang, und ganz Israel mit ihm, eine sehr große Versammlung, vom Eingang von Hamath bis zum Bach Ägyptens.

 

9 Und am achten Tag hielt er eine Schlussfeier; denn die Einweihung des Altars hatte er sieben Tage lang als Fest gefeiert.

 

10 Und am dreiundzwanzigsten Tag des siebten Monats entließ er das Volk in ihre Zelte, fröhlich und guten Herzens wegen des Guten, das der Herr David und Salomo und Israel, seinem Volk, getan hatte.

 

11 Und Salomo vollendete das Haus des Herrn und das Haus des Königs; und alles, was Salomo in seinem Herzen begehrt hatte zu tun im Hause des Herrn und in seinem Hause, gelang ihm wohl.

 

12 Und Gott erschien Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet gehört und habe mir diesen Ort erwählt zu einem Opferhaus.

 

13 Wenn ich den Himmel verschließe und kein Regen fällt, und wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Gehölz zu fressen, und wenn ich Pest unter mein Volk sende,

 

14 und wenn mein Volk, über das mein Name ausgerufen ist, sich demütigt und betet und mein Angesicht sucht und sich von seinen bösen Wegen abkehrt, so werde ich vom Himmel her hören und ihren Sünden gnädig sein und ihr Land heilen.

 

15 Nun werden meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerksam auf das Gebet an diesem Ort.

 

16 Und nun habe ich dieses Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name dort sei bis in Ewigkeit, und meine Augen und mein Herz werden dort sein alle Tage.

 

17 Und du, wenn du vor mir wandelst wie David, dein Vater, und tust nach allem, was ich dir geboten habe, und meine Satzungen und meine Rechte hältst,

 

18 so werde ich den Thron deines Königtums aufrichten, wie ich es mit David, deinem Vater, vereinbart habe, indem ich sprach: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen, der über Israel herrscht.

 

19 Wenn ihr euch aber abwendet und meine Satzungen und meine Gebote verlasst, die ich euch vorgelegt habe, und hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet,

 

20 so werde ich euch aus dem Land ausreißen, das ich ihnen gegeben habe, und dieses Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und es zum Sprichwort und zum Spottbericht machen unter allen Völkern.

 

21 Und dieses erhabene Haus — jeder, der daran vorübergeht, wird sich entsetzen und sagen: Warum hat der Herr diesem Land und diesem Haus so getan?

 

22 Und man wird sagen: Weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen haben, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, und sich an andere Götter gehängt und sie angebetet haben und ihnen gedient haben — darum hat er all dieses Unheil über sie gebracht.

 

 

 

Kapitel 8

 

1 Und es geschah nach zwanzig Jahren, in denen Salomo das Haus des Herrn und sein eigenes Haus gebaut hatte,

 

2 da baute Salomo auch die Städte, die Hiram dem Salomo gegeben hatte, aus und ließ dort die Söhne Israels wohnen.

 

3 Und Salomo zog nach Hamath-Zoba und bezwang es.

 

4 Und er baute Tadmor in der Wüste und alle befestigten Städte, die er in Hamath baute.

 

5 Und er baute das obere Beth-Horon und das untere Beth-Horon, befestigte Städte mit Mauern, Toren und Riegeln,

 

6 und Baalath und alle befestigten Städte, die Salomo gehörten, und alle Wagenstädte und die Städte der Reiter und alles, was Salomo nach seinem Verlangen zu bauen begehrte, in Jerusalem, auf dem Libanon und in seinem ganzen Königreich.

 

7 Das ganze Volk, das übriggeblieben war von den Hetitern, Amoritern, Perisitern, Hewitern und Jebusitern, die nicht aus Israel stammen

 

8 sie waren von deren Söhnen, die nach ihnen im Lande übriggeblieben waren und die die Söhne Israels nicht vertilgt hatten —, die machte Salomo fronpflichtig bis auf diesen Tag.

 

9 Von den Söhnen Israels aber machte Salomo keine zu Knechten für sein Königreich, denn sie waren Kriegsleute und Anführer und Mächtige und Befehlshaber über Wagen und Reiter.

 

10 Und dies waren die Obersten der Aufseher des Königs Salomo: zweihundertfünfzig, die die Arbeit des Volkes beaufsichtigten.

 

11 Und die Tochter des Pharao führte Salomo aus der Stadt Davids hinauf in das Haus, das er für sie gebaut hatte; denn er sprach: Meine Frau soll nicht in der Stadt Davids, des Königs von Israel, wohnen, denn heilig ist der Ort, wohin die Lade des Herrn gekommen ist.

 

12 Damals brachte Salomo dem Herrn Brandopfer dar auf dem Altar, den er vor dem Tempel gebaut hatte,

 

13 und zwar nach der Ordnung eines jeden Tages, zu opfern gemäß den Geboten Moses an den Sabbaten, an den Neumonden und an den Festen, dreimal im Jahr: am Fest der ungesäuerten Brote, am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten.

 

14 Und er setzte nach der Ordnung Davids die Abteilungen der Priester ein gemäß ihren Diensten, und die Leviten in ihren Wachdiensten, zu loben und zu dienen vor den Priestern nach der Ordnung eines jeden Tages, und die Torhüter nach ihren Abteilungen für jedes einzelne Tor; denn so waren die Gebote Davids, des Mannes Gottes.

 

15 Sie wichen nicht ab von den Geboten des Königs über die Priester und Leviten in irgendeiner Sache, auch nicht in Bezug auf die Schatzkammern.

 

16 Und das ganze Werk war zugerüstet von dem Tage an, da der Grund gelegt wurde, bis Salomo das Haus des Herrn vollendete.

 

17 Damals zog Salomo nach Ezjon-Geber und nach Elath am Meer im Lande Edom.

 

18 Und Hiram sandte durch seine Knechte Schiffe und Knechte, die das Meer kannten, und sie fuhren mit den Knechten Salomos nach Ophir und holten von dort vierhundertfünfzig Talente Gold und brachten es zum König Salomo.

 

 

 

Kapitel 9

 

1 Und die Königin von Saba hörte den Namen Salomos und kam, um Salomo mit Rätseln zu prüfen, nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge und mit Kamelen, die Gewürze trugen und Gold in Menge und Edelsteine; und sie kam zu Salomo und redete mit ihm alles, was in ihrer Seele war.

 

2 Und Salomo gab ihr Antwort auf alle ihre Worte, und kein Wort blieb Salomo verborgen, das er ihr nicht kundgetan hätte.

 

3 Und die Königin von Saba sah die Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte,

 

4 und die Speisen seiner Tische und das Sitzen seiner Diener und das Stehen seiner Bediensteten und ihre Kleidung und seine Mundschenken und deren Gewandung und die Brandopfer, die er im Hause des Herrn darbrachte; und sie geriet außer sich.

 

5 Und sie sprach zum König: Wahr ist das Wort, das ich in meinem Lande über deine Worte und über deine Weisheit gehört habe;

 

6 und ich glaubte den Worten nicht, bis ich kam und meine Augen es sahen; und siehe, nicht die Hälfte von der Fülle deiner Weisheit war mir berichtet worden; du übertriffst das Gerücht, das ich gehört habe.

 

7 Glücklich sind die Männer, glücklich sind diese deine Diener, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören.

 

8 Gepriesen sei der Herr, dein Gott, der Gefallen an dir hatte, dich auf seinen Thron zu setzen als König für den Herrn, deinen Gott; weil dein Gott Israel liebt, um es auf ewig zu erhalten, hat er dich über sie zum König gesetzt, um Recht und Gerechtigkeit zu üben.

 

9 Und sie gab dem König hundertzwanzig Talente Gold und Gewürze in sehr großer Menge und Edelsteine; und es gab keine Gewürze wie jene, die die Königin von Saba dem König Salomo gab.

 

12 Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was sie begehrte und erbat, außer allem, was sie dem König Salomo gebracht hatte; und sie kehrte in ihr Land zurück.

 

13 Und das Gewicht des Goldes, das Salomo in einem Jahr gebracht wurde, betrug sechshundertsechsundsechzig Talente Gold,

 

14 abgesehen von den unterworfenen Männern und den Kaufleuten, die es brachten; und alle Könige Arabiens und die Statthalter des Landes brachten dem König Salomo Gold und Silber.

 

15 Und der König Salomo machte zweihundert große Schilde aus getriebenem Gold; sechshundert Goldstücke reinen Goldes kamen auf einen Schild, sechshundert Goldstücke waren auf einem Schild;

 

16 und dreihundert kleine Schilde aus getriebenem Gold; dreihundert Goldstücke kamen auf jeden Schild; und der König legte sie in das Haus des Libanonwaldes.

 

17 Und der König machte einen großen Thron aus Elfenbein und überzog ihn mit geläutertem Gold;

 

18 und sechs Stufen hatte der Thron, mit Gold eingefasst, und Armlehnen zu beiden Seiten am Sitz des Thrones, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen,

 

19 und zwölf Löwen standen dort auf den sechs Stufen zu beiden Seiten; dergleichen ist in keinem Königreich gemacht worden.

 

20 Und alle Gefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße des Hauses des Libanonwaldes waren mit Gold überzogen; Silber galt in den Tagen Salomos für nichts.

 

21 Denn ein Schiff des Königs fuhr nach Tarsis mit den Dienern Hirams; einmal in drei Jahren kamen Schiffe aus Tarsis für den König, beladen mit Gold und Silber und Elfenbein und Affen.

 

22 Und Salomo wurde größer als alle Könige an Reichtum und Weisheit.

 

23 Und alle Könige der Erde suchten das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte.

 

24 Und sie brachten ein jeder seine Gaben: silberne Gefäße und goldene Gefäße und Gewänder, Myrrhenöl und Gewürze, Pferde und Maultiere, Jahr für Jahr.

 

25 Und Salomo hatte viertausend Stuten für Wagen und zwölftausend Reiter; und er legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem.

 

26 Und er war Herrscher über alle Könige vom Strom an bis zum Land der Philister und bis zur Grenze Ägyptens.

 

27 Und der König machte das Gold und das Silber in Jerusalem so gewöhnlich wie Steine und die Zedern so zahlreich wie die Maulbeerfeigenbäume in der Ebene.

 

28 Und die Ausfuhr der Pferde für Salomo kam aus Ägypten und aus allen Ländern.

 

29 Und die übrigen Geschichten Salomos, die früheren und die späteren, siehe, sie sind geschrieben in den Worten Nathans, des Propheten, und in den Worten Ahias, des Siloniters, und in den Gesichten Joels, des Sehers, über Jerobeam, den Sohn Nebats.

 

30 Und der König Salomo regierte über ganz Israel vierzig Jahre.

 

31 Und Salomo entschlief, und man begrub ihn in der Stadt Davids, seines Vaters; und Rehabeam, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.

 

 

 

Kapitel 10

 

1 Und Rehabeam kam nach Sichem, denn nach Sichem kam ganz Israel, um ihn zum König zu machen.

 

2 Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, es hörte er war noch in Ägypten, wohin er vor dem Angesicht des Königs Salomo geflohen war, und Jerobeam wohnte in Ägypten , da kehrte Jerobeam aus Ägypten zurück.

 

3 Und sie sandten hin und riefen ihn, und Jerobeam kam mit der ganzen Versammlung Israels zu Rehabeam, und sie sprachen:

 

4 Dein Vater hat unser Joch hart gemacht; nun aber erleichtere den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er uns auferlegt hat, so wollen wir dir dienen.

 

5 Und er sprach zu ihnen: Geht hin bis zum dritten Tag und kommt dann wieder zu mir. Und das Volk ging weg.

 

6 Und der König Rehabeam versammelte die Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet ihr, diesem Volk eine Antwort zu geben?

 

7 Und sie redeten zu ihm und sprachen: Wenn du heute diesem Volk gütig bist, ihnen wohlwollend begegnest und gute Worte zu ihnen redest, so werden sie dir Knechte sein alle Tage.

 

8 Aber er verließ den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und beriet sich mit den jungen Leuten, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen.

 

9 Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, dass ich diesem Volk zur Antwort gebe, das zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater uns auferlegt hat?

 

10 Und die jungen Leute, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm: So sollst du zu dem Volk sprechen, das zu dir geredet und gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns — so sollst du sagen: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters.

 

11 Und nun: mein Vater hat euch mit einem schweren Joch gezüchtigt, ich aber werde zu eurem Joch noch hinzufügen; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber werde euch mit Skorpionen züchtigen.

 

12 Und Jerobeam und das ganze Volk kamen am dritten Tag zu Rehabeam, wie der König geredet und gesagt hatte: Kommt am dritten Tag wieder zu mir.

 

13 Und der König antwortete hart, und der König Rehabeam verließ den Rat der Ältesten

 

14 und redete zu ihnen nach dem Rat der Jüngeren und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber werde noch dazu hinzufügen; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber werde euch mit Skorpionen züchtigen.

 

15 Und der König hörte nicht auf das Volk, denn es war eine Fügung von Gott, damit der Herr sein Wort aufrichte, das er durch Ahija von Silo über Jerobeam, den Sohn Nebats, geredet hatte,

 

16 und über ganz Israel, weil der König nicht auf sie hörte. Und das Volk antwortete dem König und sprach: Was haben wir für einen Anteil an David und ein Erbe am Sohn Isais? Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David! Und ganz Israel ging zu seinen Zelten.

 

17 Aber über die Männer Israels, die in den Städten Judas wohnten, wurde Rehabeam König.

 

18 Und der König Rehabeam sandte Adoniram, der über die Fronarbeit gesetzt war; und die Söhne Israels steinigten ihn mit Steinen, und er starb. Der König Rehabeam aber eilte, auf den Wagen zu steigen, um nach Jerusalem zu fliehen.

 

19 So fiel Israel vom Hause Davids ab bis auf diesen Tag.

 

 

 

Kapitel 11

 

1 Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte Juda und Benjamin, hundertachtzigtausend junge Männer, die Krieg führten, und er kämpfte gegen Israel, um das Königtum dem Rehabeam zurückzubringen.

 

2 Und es geschah das Wort des Herrn zu Schemaja, dem Mann Gottes, und sprach:

 

3 Sprich zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, und zu ganz Juda und Benjamin und sage:

 

4 So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht gegen eure Brüder kämpfen; kehrt ein jeder in sein Haus zurück, denn von mir ist dieses Wort geschehen. Und sie hörten auf das Wort des Herrn und kehrten um, sodass sie nicht gegen Jerobeam zogen.

 

5 Und Rehabeam wohnte in Jerusalem und baute befestigte Städte in Judäa.

 

6 Und er baute Bethlehem und Etam und Tekoa

 

7 und Beth-Zur und Socho und Adullam

 

8 und Gat und Marescha und Sif

 

9 und Adorajim und Lachisch und Aseka

 

10 und Zora und Ajalon und Hebron, das zu Juda und Benjamin gehört, befestigte Städte.

 

11 Und er befestigte sie mit Mauern und setzte in sie Befehlshaber und Vorräte an Speisen, Öl und Wein,

 

12 in jede einzelne Stadt Schilde und Speere, und er machte sie überaus stark; und Juda und Benjamin gehörten ihm.

 

13 Und die Priester und die Leviten, die in ganz Israel waren, versammelten sich zu ihm aus allen Gebieten;

 

14 denn die Leviten verließen die Wohnstätten ihres Besitzes und zogen nach Juda, nach Jerusalem, weil Jerobeam und seine Söhne sie ausgestoßen hatten, sodass sie dem Herrn nicht dienen konnten,

 

15 und er setzte sich Priester ein für die Höhen und für die Götzenbilder und für die nichtigen Dinge und für die Kälber, die Jerobeam gemacht hatte,

 

16und er stieß sie aus den Stämmen Israels aus, die ihr Herz darauf gerichtet hatten, den Herrn, den Gott Israels, zu suchen, und sie kamen nach Jerusalem, um dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, zu opfern,

 

17 und sie stärkten das Königtum Judas und stärkten Rehabeam, den Sohn Salomos, drei Jahre lang; denn er wandelte auf den Wegen Davids und Salomos drei Jahre.

 

18 Und Rehabeam nahm sich zur Frau Mahalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes Davids, und Abihail, die Tochter Eliabs, des Sohnes Isais,

 

19 und sie gebar ihm Söhne: Jeusch und Schemarja und Saham.

 

20 Und danach nahm er sich Maacha, die Tochter Absaloms, und sie gebar ihm Abija und Attai und Sisa und Schelomit.

 

21 Und Rehabeam liebte Maacha, die Tochter Absaloms, mehr als alle seine Frauen und seine Nebenfrauen; denn er hatte achtzehn Frauen und dreißig Nebenfrauen; und er zeugte achtundzwanzig Söhne und sechzig Töchter.

 

22 Und Rehabeam setzte Abija, den Sohn der Maacha, zum Obersten ein, zum Anführer unter seinen Brüdern, denn er gedachte, ihn zum König zu machen;

 

23 und er wuchs über alle seine Söhne hinaus in allen Gebieten Judas und Benjamins und in den befestigten Städten, und er gab ihnen Nahrung in großer Menge und begehrte eine Menge Frauen.

 

 

 

Kapitel 12

 

1 Und es geschah, als das Königtum Rehabeams gefestigt war und als er erstarkt war, verließ er die Gebote des Herrn, und ganz Israel mit ihm.

 

2 Und es geschah im fünften Jahr der Herrschaft Rehabeams, da zog Susakim, der König Ägyptens, gegen Jerusalem herauf, weil sie vor dem Herrn gesündigt hatten,

 

3 mit tausendzweihundert Wagen und sechzigtausend Pferden, und es gab keine Zahl für die Menge, die mit ihm aus Ägypten kam: Libyer, Troglodyten und Äthiopier.

 

4 Und sie bemächtigten sich der befestigten Städte, die in Juda waren, und er kam nach Jerusalem.

 

5 Und Samaias, der Prophet, kam zu Rehabeam und zu den Fürsten Judas, die sich vor Susakim in Jerusalem versammelt hatten, und sprach zu ihnen: So spricht der Herr: Ihr habt mich verlassen, und ich werde euch in der Hand Susakims verlassen.

 

6 Und die Fürsten Israels und der König schämten sich und sprachen: Gerecht ist der Herr.

 

7 Und als der Herr sah, dass sie sich demütigten, da erging das Wort des Herrn an Samaias und sprach: Sie haben sich gedemütigt; ich werde sie nicht verderben, und ich werde ihnen ein wenig Rettung geben, und mein Zorn wird nicht auf Jerusalem herabträufeln,

 

8 denn sie werden zu Knechten werden und meinen Dienst und den Dienst der Königreiche der Erde erkennen.

 

9 Und Susakim, der König Ägyptens, zog herauf und nahm die Schätze, die im Haus des Herrn waren, und die Schätze, die im Haus des Königs waren; alles nahm er. Und er nahm die goldenen Schilde, die Salomo gemacht hatte,

 

10 und Rehabeam machte an ihrer Stelle eherne Schilde. Und Susakim setzte über ihn Anführer der Läufer ein, die das Tor des Königs bewachten.

 

11 Und es geschah, wenn der König in das Haus des Herrn ging, so gingen die Wächter und die Läufer hinein und die, welche den Läufern entgegen zurückkehrten.

 

12 Und weil er sich demütigte, wandte sich der Zorn des Herrn von ihm ab, und nicht zum völligen Verderben; denn auch in Juda gab es gute Dinge.

 

13 Und Rehabeam erstarkte in Jerusalem und herrschte als König. Und einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er König wurde, und siebzehn Jahre herrschte er in Jerusalem, in der Stadt, die der Herr aus allen Stämmen der Söhne Israels erwählt hatte, um seinen Namen dort zu nennen; und der Name seiner Mutter war Noomma, die Ammoniterin.

 

14 Und er tat das Böse, denn er richtete sein Herz nicht darauf, den Herrn zu suchen.

 

15 Und die Geschichten Rehabeams, die ersten und die letzten, siehe, sind sie nicht geschrieben in den Worten des Propheten Samaias und des Sehers Addo, samt seinen Taten? Und Rehabeam führte Krieg gegen Jerobeam alle Tage.

 

16 Und Rehabeam starb und wurde bei seinen Vätern begraben, und er wurde in der Stadt Davids begraben, und sein Sohn Abia wurde König an seiner Stelle.

 

 

 

Kapitel 13

 

 

1 Im achtzehnten Jahr der Königsherrschaft Jerobeams wurde Abia König über Juda;

 

2 drei Jahre regierte er in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Maacha, die Tochter Uriels aus Gibeon. Und es war Krieg zwischen Abia und Jerobeam.

 

3 Und Abia rüstete sich zum Krieg mit einem Heer von tapferen Kriegern, vierhunderttausend starken Männern, und Jerobeam stellte sich gegen ihn zum Kampf auf mit achthunderttausend, starken Kriegern des Heeres.

 

4 Und Abia erhob sich vom Berg Zemaraim, der im Gebirge Ephraim liegt, und sprach: Hört mich, Jerobeam und ganz Israel!

 

5 Wisst ihr nicht, dass der Herr, der Gott Israels, dem David und seinen Söhnen das Königtum über Israel auf ewig gegeben hat, durch einen Salzbund?

 

6 Und Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes Davids, erhob sich und fiel von seinem Herrn ab.

 

7 Und es sammelten sich bei ihm nichtsnutzige Männer, gesetzlose Söhne, und er widersetzte sich Rehabeam, dem Sohn Salomos; Rehabeam aber war jung und verzagten Herzens und trat ihm nicht entgegen.

 

8 Und nun sagt ihr, ihr wollt euch dem Königtum des Herrn widersetzen, das in der Hand der Söhne Davids ist; und ihr seid eine große Menge, und bei euch sind die goldenen Kälber, die euch Jerobeam zu Göttern gemacht hat.

 

9 Habt ihr nicht die Priester des Herrn, die Söhne Aarons, und die Leviten vertrieben und euch Priester aus dem Volk des Landes gemacht? Jeder, der herzutritt, um sich die Hände zu füllen mit einem Jungstier von den Rindern und sieben Widdern, der wird Priester dessen, der kein Gott ist.

 

10 Wir aber haben den Herrn, unseren Gott, nicht verlassen, und seine Priester dienen dem Herrn, die Söhne Aarons und die Leviten in ihren Dienstabteilungen;

 

11 sie räuchern dem Herrn Brandopfer am Morgen und am Abend und wohlgemischtes Räucherwerk, und die Schaubrote liegen auf dem reinen Tisch, und der goldene Leuchter und die Lampen sind da, um sie am Abend anzuzünden; denn wir halten die Ordnungen des Herrn, des Gottes unserer Väter, ihr aber habt ihn verlassen.

 

12 Und siehe, mit uns an der Spitze ist der Herr und seine Priester und die Signaltrompeten, um gegen euch zu blasen. Ihr Söhne Israels, kämpft nicht gegen den Herrn, den Gott unserer Väter, denn es wird euch nicht gelingen.

 

13 Und Jerobeam ließ den Hinterhalt sich wenden, um sie von hinten anzugreifen; und er selbst stand vor Juda, der Hinterhalt aber von hinten.

 

14 Und Juda wandte sich um, und siehe, der Kampf war gegen sie von vorn und von hinten, und sie schrien zum Herrn, und die Priester bliesen die Trompeten.

 

15 Und die Männer Judas erhoben ein Geschrei, und es geschah, als die Männer Judas schrien, da schlug der Herr Jerobeam und Israel vor Abia und Juda.

 

16 Und die Söhne Israels flohen vor Juda, und der Herr gab sie in ihre Hände.

 

17 Und Abia und sein Volk richteten unter ihnen eine große Niederlage an, und es fielen Erschlagene aus Israel, fünfhunderttausend starke Männer.

 

18 Und die Söhne Israels wurden gedemütigt an jenem Tag, und die Söhne Judas erstarkten, weil sie auf den Herrn, den Gott ihrer Väter, gehofft hatten.

 

19 Und Abia jagte Jerobeam nach und nahm ihm Städte weg: Bethel und seine Dörfer, Jeschana und seine Dörfer und Ephron und seine Dörfer.

 

20 Und Jerobeam hatte keine Kraft mehr, solange Abia lebte, und der Herr schlug ihn, und er starb.

 

21 Abia aber erstarkte und nahm sich vierzehn Frauen und zeugte zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.

 

22 Und die übrigen Geschichten Abias und seine Taten und seine Worte sind aufgeschrieben im Buch des Propheten Iddo.

 

23 Und Abia entschlief mit seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids, und Asa, sein Sohn, wurde König an seiner Statt. In den Tagen Asas hatte das Land Juda zehn Jahre Ruhe.

 

 

Kapitel 14

 

1 Und er tat, was gut und recht war vor dem Herrn, seinem Gott.

 

2 Und er entfernte die Altäre der Fremden und die Höhen und zerschlug die Steinsäulen und hieb die Haine um

 

3 und sagte zu Juda, den Herrn, den Gott ihrer Väter, zu suchen und das Gesetz und die Gebote zu erfüllen.

 

4 Und er entfernte aus allen Städten Judas die Altäre und die Götzenbilder. Und er hatte Frieden.

 

5 Befestigte Städte gab es im Land Juda, denn das Land hatte Frieden; und er hatte in diesen Jahren keinen Krieg, denn der Herr verschaffte ihm Ruhe.

 

6 Und er sagte zu Juda: Lasst uns diese Städte bauen und Mauern und Türme und Tore und Riegel machen, solange wir Herren des Landes sind; denn wie wir den Herrn, unseren Gott, gesucht haben, so hat er uns gesucht und uns ringsum Ruhe verschafft und uns Gelingen gegeben.

 

7 Und Asa hatte ein Heer von Bewaffneten, die Schilde und Speere trugen, im Land Juda dreihunderttausend, und im Land Benjamin Schildträger und Bogenschützen zweihundertfünfzigtausend; alle diese waren tüchtige Krieger.

 

8 Und Zerach, der Äthiopier, zog gegen sie aus mit einem Heer von tausendmal tausend und dreihundert Wagen, und er kam bis Marescha.

 

9 Und Asa zog aus, ihm entgegen, und stellte sich zur Schlacht auf im Tal nördlich von Marescha.

 

10 Und Asa rief zum Herrn, seinem Gott, und sprach: Herr, bei dir ist es nicht unmöglich, zu retten durch viele oder durch wenige; stärke uns, Herr, unser Gott, denn auf dich vertrauen wir, und in deinem Namen sind wir gegen diese große Menge gezogen; Herr, unser Gott, kein Mensch soll gegen dich obsiegen.

 

11 Und der Herr schlug die Äthiopier vor Juda, und die Äthiopier flohen.

 

12 Und Asa und sein Volk verfolgten sie bis Gedor, und die Äthiopier fielen, sodass keiner von ihnen am Leben blieb, denn sie wurden zerschmettert vor dem Herrn und vor seinem Heer; und sie machten viel Beute.

 

13 Und sie zerstörten ihre Dörfer rings um Gedor, denn ein Schrecken des Herrn war über sie gekommen, und sie plünderten alle ihre Städte, denn es gab viel Beute für sie.

 

14 Und auch die Zelte der Herdenbesitzer, die Amazoner, zerstörten sie und nahmen viele Schafe und Kamele und kehrten nach Jerusalem zurück.

 

 

 

Kapitel 15

 

1 Und über Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist des Herrn,

 

2 und er ging hinaus, Asa entgegen und ganz Juda und Benjamin, und sprach: Hört mich an, Asa und ganz Juda und Benjamin! Der Herr ist mit euch, solange ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen; wenn ihr ihn aber verlasst, wird er euch verlassen.

 

3 Und viele Tage war Israel ohne den wahren Gott und ohne einen Priester, der unterwies, und ohne Gesetz;

 

4 doch wird es umkehren zum Herrn, dem Gott Israels, und er wird sich von ihnen finden lassen.

 

5 Und in jener Zeit gibt es keinen Frieden für den, der aus- und eingeht, denn Bestürzung vom Herrn liegt auf allen Bewohnern der Länder.

 

6 Und Volk wird gegen Volk kämpfen und Stadt gegen Stadt, denn Gott hat sie in aller Bedrängnis verwirrt.

 

7 Ihr aber, seid stark, und eure Hände sollen nicht erschlaffen, denn es gibt Lohn für euer Werk.

 

8 Und als er diese Worte und die Weissagung des Propheten Adad hörte, fasste er Mut und schaffte die Gräuel aus dem ganzen Land Juda und Benjamin fort und aus den Städten, die er im Gebirge Ephraim in Besitz hatte, und erneuerte den Altar des Herrn, der vor dem Tempel des Herrn stand.

 

9 Und er versammelte Juda und Benjamin und die Fremdlinge, die bei ihm wohnten, aus Ephraim und aus Manasse und aus Simeon; denn viele aus Israel waren zu ihm übergegangen, als sie sahen, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war.

 

10 Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat, im fünfzehnten Jahr der Regierung Asas.

 

11 Und er opferte dem Herrn an jenem Tag von der Beute, die sie gebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe.

 

12 Und sie gingen den Bund ein, den Herrn, den Gott ihrer Väter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele;

 

13 und jeder, der den Herrn, den Gott Israels, nicht suchen würde, sollte sterben, vom Jüngsten bis zum Ältesten, vom Mann bis zur Frau.

 

14 Und sie schworen dem Herrn mit lauter Stimme und mit Trompeten und mit Hörnern.

 

15 Und ganz Juda freute sich über den Schwur, denn sie hatten von ganzer Seele geschworen und ihn mit allem Willen gesucht, und er ließ sich von ihnen finden, und der Herr gab ihnen Ruhe ringsumher.

 

16 Und Maacha, seine Mutter, setzte er ab, damit sie nicht mehr der Astarte diente, und er zerschlug das Götzenbild und verbrannte es im Bach Kidron.

 

17 Doch die Höhen schafften sie nicht ab, sie bestanden noch in Israel; aber das Herz Asas war ungeteilt alle seine Tage.

 

18 Und er brachte die heiligen Gaben Davids, seines Vaters, und die heiligen Gaben des Hauses des Herrn, des Gottes, hinein: Silber und Gold und Geräte.

 

19 Und es war kein Krieg mit ihm bis zum fünfunddreißigsten Jahr der Regierung Asas.

 

 

 

Kapitel 16

 

1 Und im achtunddreißigsten Jahr der Königsherrschaft Asas zog Baesa, der König Israels, gegen Juda herauf und baute Rama aus, damit er Asa, dem König Judas, keinen Ausgang und Eingang gewähre.

 

2 Und Asa nahm Gold und Silber aus den Schätzen des Hauses des Herrn und des Hauses des Königs und sandte zum Sohn Hadads, des Königs von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ sagen:

 

3 Schließe einen Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater! Siehe, ich habe dir Gold und Silber gesandt; komm und vertreibe Baesa, den König Israels, von mir, damit er von mir abziehe.

 

4 Und der Sohn Hadads hörte auf den König Asa und sandte die Obersten seines Heeres gegen die Städte Israels, und er schlug Ijon und Dan und Abel-Majim und alle Umgebungen von Naftali.

 

5 Und es geschah, als Baesa das hörte, ließ er davon ab, Rama weiter auszubauen, und stellte sein Werk ein.

 

6 Und der König Asa nahm ganz Juda und nahm die Steine von Rama und dessen Hölzer, mit denen Baesa gebaut hatte, und baute damit Geba und Mizpa aus.

 

7 Und zu jener Zeit kam Hanani, der Prophet, zu Asa, dem König Judas, und sprach zu ihm: Weil du auf den König von Syrien vertraut hast und nicht auf den Herrn, deinen Gott, vertraut hast, deshalb ist das Heer Syriens deiner Hand entronnen.

 

8 Waren nicht die Äthiopier und Libyer ein großes Heer an Kühnheit, an Reitern in überaus großer Menge? Und weil du auf den Herrn vertrautest, gab er sie in deine Hände.

 

9 Denn die Augen des Herrn blicken über die ganze Erde, um jedes Herz zu stärken, das ihm ganz ergeben ist. Hierin hast du töricht gehandelt; von nun an wird Krieg mit dir sein.

 

10 Und Asa ergrimmte über den Propheten und legte ihn ins Gefängnis, denn er war deswegen zornig; und Asa misshandelte zu jener Zeit Leute im Volk.

 

11 Und siehe, die Taten Asas, die ersten und die letzten, sind aufgeschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

 

12 Und Asa erkrankte im neununddreißigsten Jahr seiner Königsherrschaft an den Füßen, bis er überaus krank war; und in seiner Krankheit suchte er nicht den Herrn, sondern die Ärzte.

 

13 Und Asa legte sich zu seinen Vätern und starb im neununddreißigsten Jahr seiner Königsherrschaft,

 

14 und man begrub ihn in dem Grab, das er sich in der Stadt Davids gegraben hatte, und man bettete ihn auf das Lager und füllte es mit Spezereien und allerlei Salben der Salbenbereiter, und man veranstaltete für ihn ein überaus großes Begräbnis.

 

 

 

Kapitel 17

 

1 Und Josaphat, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle, und Josaphat erstarkte gegen Israel.

 

2 Und er legte Streitkräfte in alle befestigten Städte Judas und setzte Befehlshaber ein in allen Städten Judas und in den Städten Ephraims, die sein Vater Asa erobert hatte.

 

3 Und der Herr war mit Josaphat, denn er wandelte auf den ersten Wegen seines Vaters und suchte nicht die Götzenbilder,

 

4 sondern den Herrn, den Gott seines Vaters, suchte er, und in den Geboten seines Vaters wandelte er, und nicht nach den Werken Israels.

 

5 Und der Herr festigte das Königtum in seiner Hand, und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, und er hatte Reichtum und große Ehre.

 

6 Und sein Herz erhob sich auf dem Weg des Herrn, und er entfernte auch noch die Höhen und die heiligen Haine aus dem Land Juda.

 

7 Und im dritten Jahr seiner Regierung sandte er seine Anführer und die Söhne der Mächtigen, Abdias und Zacharias und Nathanael und Michaias, um in den Städten Judas zu lehren,

 

8 und mit ihnen die Leviten Samuias und Nathanias und Zabdias und Asiel und Semiramoth und Jonathan und Adonias und Tobias, die Leviten, und mit ihnen Elisama und Joram, die Priester.

 

9 Und sie lehrten in Juda, und mit ihnen war das Buch des Gesetzes des Herrn, und sie zogen durch die Städte Judas und lehrten das Volk.

 

10 Und ein Schrecken des Herrn kam über alle Königreiche der Länder rings um Juda, und sie führten keinen Krieg gegen Josaphat.

 

11 Und von den Philistern brachte man Josaphat Geschenke und Silber und Gaben, und die Araber brachten ihm siebentausendsiebenhundert Widder von Schafen.

 

12 Und Josaphat wurde immer größer bis in die Höhe, und er baute Wohnstätten in Judäa und befestigte Städte.

 

13 Und er hatte viele Werke in Judäa und kriegstüchtige, starke Männer in Jerusalem.

 

14 Und dies ist ihre Zahl nach ihren Vaterhäusern: Für Juda die Anführer über Tausend: Ednas, der Oberste, und mit ihm dreihunderttausend tüchtige Krieger;

 

15 und nach ihm Joanan, der Anführer, und mit ihm zweihundertachtzigtausend;

 

16 und nach ihm Amasias, der Sohn Zachris, der sich dem Herrn willig hingab, und mit ihm zweihunderttausend tüchtige Krieger.

 

17 Und aus Benjamin: Eliada, ein tüchtiger Krieger, und mit ihm zweihunderttausend Bogenschützen und Schildträger;

 

18 und nach ihm Jozabad und mit ihm hundertachtzigtausend kriegstüchtige Männer. 19Diese dienten dem König, außer denen, die der König in die befestigten Städte in ganz Judäa gelegt hatte.

 

 

 

Kapitel 18

 

1 Und Josaphat hatte wiederum Reichtum und große Ehre, und er verschwägerte sich mit dem Hause Ahabs.

 

2 Und nach Verlauf von Jahren zog er hinab zu Ahab nach Samaria, und Ahab schlachtete für ihn und für das Volk, das bei ihm war, viele Schafe und Rinder, und er überredete ihn, mit ihm hinaufzuziehen nach Ramoth in Gilead.

 

3 Und Ahab, der König von Israel, sprach zu Josaphat, dem König von Juda: Willst du mit mir nach Ramoth in Gilead ziehen? Und er sprach zu ihm: Wie ich, so auch du; wie dein Volk, so auch mein Volk mit dir in den Krieg.

 

4 Und Josaphat sprach zum König von Israel: Befrage doch heute den Herrn.

 

5 Und der König von Israel versammelte die Propheten, vierhundert Männer, und sprach zu ihnen: Soll ich nach Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen, oder soll ich es lassen? Und sie sprachen: Zieh hinauf, und Gott wird es in die Hände des Königs geben.

 

6 Und Josaphat sprach: Ist hier nicht noch ein Prophet des Herrn, dass wir durch ihn fragen könnten?

 

7 Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann da, durch den man den Herrn befragen kann; aber ich hasse ihn, denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern alle seine Tage nur Böses: das ist Michaja, der Sohn Jemlas. Und Josaphat sprach: Der König rede nicht so.

 

8 Und der König von Israel rief einen Kämmerer und sprach: Schnell, hole Michaja, den Sohn Jemlas.

 

9 Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen ein jeder auf seinem Thron, angetan mit Gewändern, und sie saßen auf dem freien Platz am Eingang des Tores von Samaria, und alle Propheten weissagten vor ihnen.

 

10 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und sprach: So spricht der Herr: Mit diesen wirst du Syrien niederstoßen, bis es vernichtet ist.

 

11 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hinauf nach Ramoth in Gilead, und du wirst Gelingen haben, und der Herr wird es in die Hände des Königs geben.

 

12 Und der Bote, der hingegangen war, Michaja zu rufen, redete mit ihm und sprach: Siehe, die Propheten haben einmütig Gutes über den König geredet; so seien doch auch deine Worte wie die eines von ihnen, und rede Gutes.

 

13 Und Michaja sprach: So wahr der Herr lebt: Was Gott zu mir sagen wird, das werde ich reden.

 

14 Und er kam zum König, und der König sprach zu ihm: Michaja, soll ich nach Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen, oder soll ich es lassen? Und er sprach: Zieh hinauf, und du wirst Gelingen haben, und sie werden in eure Hände gegeben werden.

 

15 Und der König sprach zu ihm: Wie oft muss ich dich beschwören, dass du nichts als die Wahrheit im Namen des Herrn zu mir redest?

 

16 Und er sprach: Ich sah Israel zerstreut auf den Bergen wie Schafe, die keinen Hirten haben; und der Herr sprach: Sie haben keinen Anführer; ein jeder kehre in Frieden in sein Haus zurück.

 

17 Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt, dass er mir nichts Gutes weissagt, sondern nur Böses?

 

18 Und er sprach: Nicht so; hört das Wort des Herrn: Ich sah den Herrn auf seinem Thron sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

 

19 Und der Herr sprach: Wer will Ahab, den König von Israel, betören, dass er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und der eine sagte dies, und der andere sagte das.

 

20 Da trat der Geist hervor und stellte sich vor den Herrn und sprach: Ich will ihn betören. Und der Herr sprach: Womit?

 

21 Und er sprach: Ich will ausgehen und ein Lügengeist sein im Munde aller seiner Propheten. Und er sprach: Du wirst ihn betören, und du wirst es vermögen; gehe hin und tue also.

 

22 Und nun siehe, der Herr hat einen Lügengeist in den Mund aller dieser deiner Propheten gegeben, und der Herr hat Böses über dich geredet.

 

23 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Michaja auf die Wange und sprach zu ihm: Auf welchem Wege ist der Geist des Herrn von mir gewichen, um zu dir zu reden?

 

24 Und Michaja sprach: Siehe, du wirst es sehen an jenem Tage, an dem du von Kammer zu Kammer gehen wirst, um dich zu verstecken.

 

25 Und der König von Israel sprach: Nehmt Michaja und bringt ihn zurück zu Emer, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Obersten, dem Sohn des Königs,

 

26 und sagt: So spricht der König: Legt diesen ins Gefängnis, und er soll Brot der Trübsal essen und Wasser der Trübsal trinken, bis ich in Frieden zurückkehre.

 

27 Und Michaja sprach: Wenn du wirklich in Frieden zurückkehrst, so hat der Herr nicht durch mich geredet. Hört, alle Völker!

 

28 Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, zogen hinauf nach Ramoth in Gilead.

 

29 Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen; du aber lege meine Gewänder an. Und der König von Israel verkleidete sich und zog in den Kampf.

 

30 Und der König von Syrien hatte den Obersten seiner Wagen, die bei ihm waren, geboten und gesagt: Kämpft nicht gegen Klein noch Groß, sondern allein gegen den König von Israel.

 

31 Und es geschah, als die Obersten der Wagen Josaphat sahen, da sprachen sie: Das ist der König von Israel! Und sie umringten ihn, um zu kämpfen; und Josaphat schrie, und der Herr rettete ihn, und Gott wandte sie von ihm ab.

 

32 Und es geschah, als die Obersten der Wagen sahen, dass es nicht der König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.

 

33 Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König von Israel zwischen Lunge und Panzer. Und er sprach zu seinem Wagenlenker: Wende deine Hand und führe mich aus dem Kampf, denn ich bin verwundet.

 

34 Und der Kampf tobte an jenem Tage, und der König von Israel stand auf dem Wagen bis zum Abend, Syrien gegenüber, und er starb beim Untergang der Sonne.

 

 

 

Kapitel 19

 

1 Und Josaphat, der König von Juda, kehrte in Frieden in sein Haus nach Jerusalem zurück.

 

2 Und Jehu, der Sohn Hananis, der Prophet, ging hinaus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: König Josaphat, hilfst du einem Sünder oder schließt du Freundschaft mit einem, der vom Herrn gehasst wird? Darum ist Zorn vom Herrn über dich gekommen.

 

3 Doch es wurden gute Dinge an dir gefunden, denn du hast die Ascheren aus dem Lande Juda entfernt und dein Herz darauf gerichtet, den Herrn zu suchen.

 

4 Und Josaphat wohnte in Jerusalem, und er zog wieder hinaus unter das Volk, von Beerscheba bis zum Gebirge Ephraim, und führte sie zurück zum Herrn, dem Gott ihrer Väter.

 

5 Und er setzte Richter ein in allen befestigten Städten Judas, in jeder einzelnen Stadt,

 

6 und er sprach zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut; denn ihr richtet nicht für Menschen, sondern für den Herrn, und bei euch sind die Worte des Gerichts.

 

7 Und nun komme die Furcht des Herrn über euch; achtet darauf und handelt danach; denn bei dem Herrn, unserem Gott, gibt es kein Unrecht, kein Ansehen der Person und keine Annahme von Geschenken.

 

8 Auch in Jerusalem setzte Josaphat einige von den Priestern, den Leviten und den Familienhäuptern Israels ein für das Gericht des Herrn und um die Bewohner Jerusalems zu richten.

 

9 Und er gebot ihnen und sprach: So sollt ihr handeln, in der Furcht des Herrn, in Wahrheit und mit ganzem Herzen.

 

10 Bei jedem Rechtsstreit, der von euren Brüdern, die in ihren Städten wohnen, vor euch kommt, sei es zwischen Blut und Blut, sei es zwischen Gebot und Vorschrift, Satzungen und Rechten, sollt ihr sie belehren, damit sie sich nicht am Herrn versündigen und kein Zorn über euch und über eure Brüder kommt; so sollt ihr handeln, dann werdet ihr euch nicht versündigen.

 

11 Und siehe, Amarja, der Priester, ist über euch gesetzt in allen Angelegenheiten des Herrn, und Sebadja, der Sohn Ismaels, der Vorsteher über das Haus Juda, in allen Angelegenheiten des Königs, und die Schreiber und die Leviten stehen vor euch. Seid stark und handelt, und der Herr wird mit dem Guten sein.

 

 

Kapitel 20

 

 

1 Und danach kamen die Söhne Moabs und die Söhne Ammons und mit ihnen einige von den Minäern gegen Josaphat zum Krieg.

 

2 Und man kam und meldete es Josaphat und sprach: Eine große Menge kommt gegen dich von jenseits des Meeres, von Syrien her, und siehe, sie sind in Asasanthamar (das ist Engaddi).

 

3 Und Josaphat fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen, und er ließ ein Fasten in ganz Juda ausrufen.

 

4 Und Juda versammelte sich, den Herrn zu suchen, und aus allen Städten Judas kamen sie, den Herrn zu suchen.

 

5 Und Josaphat stand auf in der Versammlung Judas in Jerusalem, im Hause des Herrn, vor dem neuen Vorhof,

 

6 und sprach: Herr, Gott unserer Väter, bist nicht du Gott im Himmel, und herrschst du nicht über alle Königreiche der Völker, und ist nicht in deiner Hand Kraft und Macht, und niemand kann dir widerstehen?

 

7 Bist nicht du der Herr, der die Bewohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertilgt hat und es dem Samen Abrahams, deines Geliebten, auf ewig gegeben hat?

 

8 Und sie wohnten darin und bauten darin ein Heiligtum deinem Namen und sprachen:

 

9 Wenn Unheil über uns kommt, Schwert, Gericht, Pest, Hungersnot, so werden wir vor diesem Hause und vor dir stehen – denn dein Name ist über diesem Hause – und werden zu dir schreien aus der Bedrängnis, und du wirst hören und retten.

 

10 Und nun, siehe, die Söhne Ammons und Moabs und das Gebirge Seïr, durch die du Israel nicht hindurchziehen ließest, als sie aus dem Land Ägypten zogen, denn sie wichen von ihnen ab und vertilgten sie nicht,

 

11 und nun, siehe, sie unternehmen es, gegen uns auszuziehen, um uns aus unserem Erbe zu vertreiben, das du uns gegeben hast.

 

12 Herr, unser Gott, willst du nicht über sie richten? Denn wir haben keine Kraft, dieser großen Menge zu widerstehen, die gegen uns gekommen ist, und wir wissen nicht, was wir ihnen tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.

 

13 Und ganz Juda stand vor dem Herrn, auch ihre Kinder und ihre Frauen.

 

14 Und über Oziel, den Sohn Zacharias, von den Söhnen Banaias, von den Söhnen Eleels, des Sohnes Manthanias, des Leviten, von den Söhnen Asaphs, über ihn kam der Geist des Herrn in der Versammlung,

 

15 und er sprach: Hört, ganz Juda und ihr Bewohner Jerusalems und König Josaphat! So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor dem Angesicht dieser großen Menge, denn nicht euch gehört der Kampf, sondern Gott.

 

16 Morgen zieht hinab gegen sie; siehe, sie steigen herauf am Aufstieg von Asas, und ihr werdet sie finden am Ende des Baches der Wüste Jeriel.

 

17 Nicht euch obliegt es zu kämpfen; begreift dies und seht die Rettung des Herrn mit euch, Juda und Jerusalem. Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht, morgen auszuziehen, ihnen entgegen, und der Herr wird mit euch sein.

 

18 Und Josaphat neigte sich auf sein Angesicht, und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems fielen nieder vor dem Herrn, um den Herrn anzubeten.

 

19 Und die Leviten von den Söhnen Kaaths und von den Söhnen Kores standen auf, den Herrn, den Gott Israels, mit lauter Stimme in der Höhe zu preisen.

 

20 Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen hinaus in die Wüste Thekoe, und beim Ausziehen trat Josaphat hin, rief und sprach: Hört mich, Juda und ihr Bewohner Jerusalems! Vertraut auf den Herrn, euren Gott, und ihr werdet Vertrauen finden; vertraut auf seinen Propheten, und es wird euch gelingen.

 

21 Und er beriet sich mit dem Volk und stellte Psalmensänger und Lobsingende auf, zu danken und das Heilige zu preisen beim Auszug vor dem Heer her, und sie sprachen: Danket dem Herrn, denn seine Barmherzigkeit währt ewiglich.

 

22 Und als sie mit dem Lobgesang und dem Dank begannen, gab der Herr, dass die Söhne Ammons gegen Moab und das Gebirge Seïr kämpften, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.

 

23 Und die Söhne Ammons und Moabs erhoben sich gegen die Bewohner des Gebirges Seïr, sie zu vertilgen und auszurotten; und als sie mit den Bewohnern Seïrs fertig waren, erhoben sie sich gegeneinander zur gegenseitigen Vernichtung.

 

24 Und Juda kam auf die Warte der Wüste und blickte hin und sah die Menge, und siehe, alle waren tot, auf die Erde gefallen; keiner war entronnen.

 

25 Und Josaphat kam mit seinem Volk, ihre Beute zu plündern, und sie fanden viel Vieh und Gepäck und Beute und kostbare Geräte und plünderten für sich, und es waren drei Tage, dass sie die Beute plünderten, denn es war viel.

 

26 Und am vierten Tag versammelten sie sich im Tal des Segens, denn dort segneten sie den Herrn; darum nannten sie den Namen jenes Ortes Tal des Segens bis auf diesen Tag.

 

27 Und jeder Mann Judas kehrte nach Jerusalem zurück, und Josaphat führte sie an, mit großer Freude, denn der Herr hatte ihnen Freude bereitet vor ihren Feinden,

 

28 und sie zogen in Jerusalem ein mit Harfen und Zithern und Trompeten zum Hause des Herrn.

 

29 Und der Schrecken des Herrn kam über alle Königreiche der Erde, als sie hörten, dass der Herr gegen die Widersacher Israels gekämpft hatte.

 

30 Und das Königreich Josaphats hatte Frieden, und sein Gott verschaffte ihm Ruhe ringsumher.

 

31 Und Josaphat war König über Juda; fünfunddreißig Jahre alt war er, als er König wurde, und fünfundzwanzig Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Azuba, Tochter Salis.

 

32 Und er wandelte auf den Wegen seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, zu tun, was recht war vor dem Herrn.

 

33 Aber die Höhen bestanden noch, und noch richtete das Volk sein Herz nicht auf den Herrn, den Gott ihrer Väter.

 

34 Und die übrigen Geschichten Josaphats, die ersten und die letzten, siehe, sie sind aufgeschrieben in den Worten Jus, des Sohnes Ananis, der das Buch der Könige Israels verfasste.

 

35 Und danach verband sich Josaphat, der König Judas, mit Ochozias, dem König Israels (und dieser handelte gesetzlos),

 

36 indem er sich mit ihm einließ, Schiffe zu bauen, um nach Tharsis zu fahren; und er baute Schiffe in Gasiongaber.

 

37 Und Eliezer, der Sohn Dodias, aus Marisa, weissagte gegen Josaphat und sprach: Weil du dich mit Ochozias befreundet hast, hat der Herr dein Werk zerbrochen, und deine Schiffe wurden zerschmettert. Und es war ihm nicht möglich, nach Tharsis zu fahren.

 

 

Kapitel 21

 

1 Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Stadt Davids begraben, und sein Sohn Joram wurde König an seiner Statt.

 

2 Und er hatte sechs Brüder, Söhne Josaphats: Asarja und Jiël und Sacharja und Asarja und Michael und Schefatja; diese alle waren Söhne Josaphats, des Königs von Juda.

 

3 Und ihr Vater gab ihnen viele Geschenke, Silber und Gold und Waffen samt befestigten Städten in Juda; das Königtum aber gab er Joram, denn er war der Erstgeborene.

 

4 Und Joram erhob sich über sein Königtum und wurde stark und tötete alle seine Brüder mit dem Schwert, dazu auch etliche von den Fürsten Israels.

 

5 Zweiunddreißig Jahre alt war Joram, als er über sein Königtum eingesetzt wurde, und acht Jahre regierte er in Jerusalem.

 

6 Und er wandelte auf dem Weg der Könige Israels, wie das Haus Ahabs tat, denn eine Tochter Ahabs war seine Frau, und er tat, was böse war vor dem Herrn.

 

7 Aber der Herr wollte das Haus Davids nicht vertilgen wegen des Bundes, den er mit David geschlossen hatte, und weil er ihm zugesagt hatte, ihm und seinen Söhnen eine Leuchte zu geben alle Tage.

 

8 In jenen Tagen fiel Edom von Juda ab, und sie setzten einen König über sich.

 

9 Und Joram zog aus mit den Fürsten, und alle Reiterei war mit ihm; und es geschah, dass er sich nachts erhob und Edom schlug, das ihn umzingelte, samt den Obersten der Wagen, und das Volk floh in seine Zelte.

 

10 So fiel Edom von Juda ab bis auf diesen Tag; damals, zu jener Zeit, fiel auch Libna von seiner Hand ab, weil er den Herrn, den Gott seiner Väter, verlassen hatte.

 

11 Denn auch er errichtete Höhen in den Städten Judas und verleitete die Bewohner Jerusalems zur Hurerei und führte Juda in die Irre.

 

12 Und es kam zu ihm ein Schreiben von Elia, dem Propheten, das lautete: So spricht der Herr, der Gott Davids, deines Vaters: Weil du nicht auf dem Weg Josaphats, deines Vaters, und auf den Wegen Asas, des Königs von Juda, gewandelt bist,

 

13 sondern auf den Wegen der Könige Israels gewandelt bist und Juda und die Bewohner Jerusalems zur Hurerei verführt hast, wie das Haus Ahabs Hurerei trieb, und deine Brüder, die Söhne deines Vaters, die besser waren als du, getötet hast,

 

14 siehe, so wird der Herr dich mit einer großen Plage schlagen an deinem Volk und an deinen Söhnen und an deinen Frauen und an all deiner Habe,

 

15 und du selbst wirst in schlimmer Krankheit sein, in einer Krankheit der Eingeweide, bis deine Eingeweide durch die Krankheit heraustreten, von Tag zu Tag.

 

16 Und der Herr erweckte gegen Joram die Philister und die Araber und die Nachbarn der Kuschiter,

 

17 und sie zogen herauf gegen Juda und übten Gewalt und führten alle Habe fort, die sie im Haus des Königs fanden, dazu seine Söhne und seine Töchter, und es blieb ihm kein Sohn übrig außer Ahasja, dem jüngsten seiner Söhne.

 

18 Und nach alledem schlug ihn der Herr an den Eingeweiden mit einer Krankheit, für die es keine Heilung gibt.

 

19 Und es geschah von Tag zu Tag, und als die Zeit von zwei Tagen erfüllt war, traten seine Eingeweide durch die Krankheit heraus, und er starb in schlimmer Krankheit. Und sein Volk hielt ihm kein Begräbnis wie das Begräbnis seiner Väter.

 

20 Zweiunddreißig Jahre alt war er, als er König wurde, und acht Jahre regierte er in Jerusalem; und er ging dahin ohne Lob und wurde in der Stadt Davids begraben, aber nicht in den Gräbern der Könige.

 

 

 

Kapitel 22

 

1 Und die Bewohner Jerusalems machten Ahasja, seinen jüngsten Sohn, an seiner Stelle zum König; denn alle Älteren hatte die Räuberschar getötet, die über sie gekommen war, die Araber und die Alimazoner. So wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.

 

2 Zwanzig Jahre alt war Ahasja, als er König wurde, und ein Jahr regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Atalja, die Tochter Omris.

 

3 Auch er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahab, denn seine Mutter war seine Ratgeberin zum Sündigen.

 

4 Und er tat das Böse vor dem Herrn wie das Haus Ahab; denn diese waren nach dem Tode seines Vaters seine Ratgeber, ihm zum Verderben,

 

5 und nach ihren Ratschlägen wandelte er. Und er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in den Krieg gegen Hasael, den König von Syrien, nach Ramot in Gilead; und die Bogenschützen trafen Joram.

 

6 Und Joram kehrte zurück nach Jesreel, um sich heilen zu lassen von den Wunden, die ihm die Syrer in Rama geschlagen hatten, als er gegen Hasael, den König von Syrien, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank war.

 

7 Und von Gott kam der Untergang Ahasjas, dass er zu Joram ging; und als er gekommen war, zog Joram mit ihm hinaus gegen Jehu, den Sohn Nimsis, den Gesalbten des Herrn gegen das Haus Ahab.

 

8 Und es geschah, als Jehu Rache übte am Hause Ahab, da fand er die Obersten Judas und die Brüder Ahasjas, die Ahasja dienten, und tötete sie.

 

9 Und er befahl, Ahasja zu suchen; und sie ergriffen ihn, während er sich in Samaria heilen ließ, und brachten ihn zu Jehu, und er tötete ihn. Und sie begruben ihn, denn sie sprachen: Er ist ein Sohn Josaphats, der den Herrn von ganzem Herzen gesucht hat. Und im Hause Ahasjas war niemand mehr, der die Kraft gehabt hätte, die Königsherrschaft zu übernehmen.

 

10 Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte alle königliche Nachkommenschaft im Hause Juda um.

 

11 Aber Joscheba, die Tochter des Königs, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn mitten aus den Königssöhnen, die getötet wurden, und brachte ihn samt seiner Amme in die Bettenkammer. So verbarg ihn Joscheba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjas, die Frau des Priesters Jojada, und sie verbarg ihn vor dem Angesicht Ataljas, und diese tötete ihn nicht.

 

12 Und er war bei ihr im Hause Gottes sechs Jahre lang verborgen, während Atalja über das Land herrschte.

 

 

 

Kapitel 23

 

1 Und im siebten Jahr fasste Jojada Mut und nahm die Hauptleute über hundert, Asarja, den Sohn Jorams, und Ismael, den Sohn Johanans, und Asarja, den Sohn Obeds, und Maaseja, den Sohn Adajas, und Elischafan, den Sohn Secharjas, mit sich in einen Bund.

 

2 Und sie zogen in Juda umher und versammelten die Leviten aus allen Städten Judas und die Häupter der Vaterhäuser Israels, und sie kamen nach Jerusalem.

 

3 Und die ganze Versammlung Judas schloss einen Bund im Hause Gottes mit dem König, und er zeigte ihnen den Sohn des Königs und sprach zu ihnen: Siehe, der Sohn des Königs soll König sein, wie der Herr über das Haus Davids geredet hat.

 

4 Nun, dies ist die Sache, die ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, von den Priestern und den Leviten, soll am Sabbat hineingehen, und zwar an die Tore der Eingänge,

 

5 und ein Drittel in das Haus des Königs, und ein Drittel an das mittlere Tor, und das ganze Volk in die Vorhöfe des Hauses des Herrn.

 

6 Und niemand soll in das Haus des Herrn hineingehen außer den Priestern und den Leviten und denen von den Leviten, die den Dienst tun; sie sollen hineingehen, denn sie sind heilig, und das ganze Volk soll die Wache des Herrn halten.

 

7 Und die Leviten sollen den König ringsum umgeben, ein jeder mit seiner Waffe in der Hand, und wer in das Haus hineingeht, soll sterben; und sie sollen bei dem König sein, wenn er hineingeht und wenn er hinausgeht.

 

8 Und die Leviten und ganz Juda taten nach allem, was der Priester Jojada geboten hatte, und ein jeder nahm seine Männer, vom Anfang des Sabbats bis zum Ausgang des Sabbats; denn der Priester Jojada hatte die Abteilungen nicht entlassen.

 

9 Und er gab die Schwerter und die Schilde und die Waffen, die dem König David gehört hatten und im Hause Gottes waren.

 

10 Und er stellte das ganze Volk auf, einen jeden mit seinen Waffen, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite, beim Altar und beim Haus, rings um den König.

 

11 Und er führte den Sohn des Königs heraus und legte ihm die Krone und das Zeugnis auf, und sie machten ihn zum König, und Jojada und seine Söhne salbten ihn und sprachen: Es lebe der König!

 

12 Und Atalja hörte die Stimme des Volkes, das lief und pries und den König lobte, und sie kam zum Volk in das Haus des Herrn.

 

13 Und sie schaute, und siehe, der König stand an seinem Platz, und am Eingang standen die Obersten und die Trompeten um den König, und das ganze Volk freute sich, und sie bliesen die Trompeten, und die Sänger sangen mit ihren Instrumenten und stimmten Lobgesang an; da zerriss Atalja ihr Gewand und schrie und sprach: Verschwörung, Verschwörung!

 

14 Und der Priester Jojada trat heraus, und der Priester Jojada gebot den Hauptleuten über hundert und den Anführern des Heeres und sprach zu ihnen: Führt sie hinaus aus dem Hause und geht ihr nach, und sie soll durch das Schwert sterben; denn der Priester sprach: Sie soll nicht im Hause des Herrn sterben.

 

15 Und sie machten ihr Platz, und sie ging durch das Rosstor des Königshauses, und dort töteten sie sie.

 

16 Und Jojada schloss einen Bund zwischen sich und dem Volk und dem König, dass sie das Volk des Herrn sein sollten.

 

17 Und das ganze Volk des Landes ging in das Haus Baals und riss es nieder, und seine Altäre und seine Götzenbilder zerschlugen sie, und Mattan, den Priester Baals, töteten sie vor seinen Altären.

 

18 Und der Priester Jojada legte die Ämter des Hauses des Herrn in die Hand der Priester und Leviten und richtete die Abteilungen der Priester und der Leviten wieder auf, die David über das Haus des Herrn eingesetzt hatte, um dem Herrn Brandopfer darzubringen, wie es im Gesetz des Mose geschrieben steht, mit Freude und mit Gesängen nach der Anordnung Davids.

 

19 Und er stellte die Torhüter an die Tore des Hauses des Herrn, damit kein Unreiner in irgendeiner Sache hineinkäme.

 

20 Und er nahm die Häupter der Vaterhäuser und die Mächtigen und die Obersten des Volkes und das ganze Volk des Landes, und sie führten den König hinauf ins Haus des Herrn, und er ging durch das innere Tor in das Haus des Königs, und sie setzten den König auf den Thron des Königreichs.

 

21 Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe; Atalja aber hatten sie mit dem Schwert getötet.

 

 

 

Kapitel 24

 

1 Sieben Jahre alt war Joas, als er König wurde, und vierzig Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Sabia aus Bersabee.

 

2 Und Joas tat, was recht war vor dem Herrn, alle Tage des Priesters Jodae.

 

3 Und Jodae nahm ihm zwei Frauen, und er zeugte Söhne und Töchter.

 

4 Und es geschah danach, dass es Joas ins Herz kam, das Haus des Herrn wiederherzustellen.

 

5 Und er versammelte die Priester und die Leviten und sprach zu ihnen: Zieht hinaus in die Städte Judas und sammelt von ganz Israel Geld, um das Haus des Herrn zu stärken, Jahr für Jahr, und eilt, dies zu betreiben. Aber die Leviten eilten nicht.

 

6 Da rief der König Joas den Jodae, den Obersten, und sprach zu ihm: Warum hast du dich nicht um die Leviten gekümmert, dass sie aus Juda und Jerusalem einbringen, was von Mose, dem Mann Gottes, festgesetzt worden war, als er Israel zum Zelt des Zeugnisses versammelte?

 

7 Denn Gotholia, die Gesetzlose, und ihre Söhne hatten das Haus Gottes niedergerissen, und sogar die heiligen Dinge des Hauses des Herrn hatten sie für die Baalim verwendet.

 

8 Und der König sprach: Man mache eine Lade und stelle sie außen an das Tor des Hauses des Herrn;

 

9 und man rufe in Juda und in Jerusalem aus, dem Herrn zu bringen, wie Mose, der Knecht Gottes, es Israel in der Wüste geboten hatte.

 

10 Und alle Obersten und das ganze Volk gaben, und sie brachten es herbei und warfen es in die Lade, bis sie voll war.

 

11 Und es geschah, wenn sie die Lade zu den Vorstehern des Königs durch die Hand der Leviten brachten und wenn sie sahen, dass das Geld reichlich war, dann kam der Schreiber des Königs und der Vorsteher des Hohenpriesters, und sie leerten die Lade und stellten sie wieder an ihren Ort; so taten sie Tag für Tag und sammelten viel Geld.

 

12 Und der König und der Priester Jodae gaben es denen, die die Arbeiten am Werk des Hauses des Herrn verrichteten, und sie mieteten Steinhauer und Zimmerleute, um das Haus des Herrn wiederherzustellen, und Schmiede für Eisen und Erz, um das Haus des Herrn wiederherzustellen.

 

13 Und die Arbeiter arbeiteten, und das Werk nahm zu unter ihren Händen, und sie richteten das Haus des Herrn wieder auf in seinem Bestand und befestigten es.

 

14 Und als sie es vollendet hatten, brachten sie dem König und Jodae den Rest des Geldes, und sie machten Geräte für das Haus des Herrn, Geräte für den Dienst der Brandopfer und goldene und silberne Schalen. Und sie brachten beständig Brandopfer dar im Haus des Herrn, alle Tage des Jodae.

 

15 Und Jodae wurde alt und satt an Tagen und starb; hundertdreißig Jahre alt war er, als er starb.

 

16 Und sie begruben ihn in der Stadt Davids bei den Königen, weil er Gutes getan hatte an Israel und an Gott und seinem Haus.

 

17 Und es geschah nach dem Tod des Jodae, dass die Obersten Judas kamen und sich vor dem König niederwarfen; da hörte der König auf sie.

 

18 Und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, und dienten den Astarten und den Götzen; und es kam Zorn über Juda und über Jerusalem an jenem Tag.

 

19 Und er sandte Propheten zu ihnen, damit sie zum Herrn umkehrten, aber sie hörten nicht; und sie warnten sie eindringlich, aber sie hörten nicht.

 

20 Und der Geist Gottes umkleidete Azaria, den Sohn des Jodae, den Priester, und er trat vor das Volk und sprach: So spricht der Herr: Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn? Es wird euch nicht gelingen, denn ihr habt den Herrn verlassen, und er wird euch verlassen.

 

21 Und sie fielen über ihn her und steinigten ihn auf Befehl des Königs Joas im Vorhof des Hauses des Herrn.

 

22 Und Joas gedachte nicht der Barmherzigkeit, die Jodae, sein Vater, an ihm getan hatte, und er tötete dessen Sohn. Und als dieser starb, sprach er: Der Herr sehe es und richte.

 

23 Und es geschah nach Ablauf des Jahres, dass das Heer Syriens gegen ihn heraufzog; und es kam über Juda und über Jerusalem, und sie vernichteten alle Obersten des Volkes im Volk und sandten all ihre Beute dem König von Damaskus.

 

24 Denn mit wenigen Männern kam das Heer Syriens, und Gott gab ein sehr großes Heer in ihre Hände, weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten; und an Joas vollzog er Gerichte.

 

25 Und nachdem sie von ihm weggezogen waren – da sie ihn in großen Krankheiten zurückließen , fielen seine Diener über ihn her wegen des Blutes des Sohnes des Priesters Jodae und töteten ihn auf seinem Bett, und er starb; und sie begruben ihn in der Stadt Davids, aber sie begruben ihn nicht im Grab der Könige.

 

26 Und die, die über ihn herfielen, waren Zabed, der Sohn des Samath, der Ammaniter, und Jozabed, der Sohn der Somaroth, der Moabiter,

 

27 und alle seine Söhne; und die fünf kamen zu ihm. Und das Übrige, siehe, es ist geschrieben in der Schrift der Könige; und Amasias, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

 

 

 

Kapitel 25

 

1 Fünfundzwanzig Jahre alt war Amazja, als er König wurde, und neunundzwanzig Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Joaden aus Jerusalem.

 

2 Und er tat, was recht war vor dem Herrn, doch nicht mit ungeteiltem Herzen.

 

3 Und es geschah, als das Königtum in seiner Hand gefestigt war, da tötete er seine Knechte, die den König, seinen Vater, ermordet hatten.

 

4 Ihre Söhne aber tötete er nicht, gemäß dem Bund des Gesetzes des Herrn, wie geschrieben steht, wie der Herr geboten hat: Väter sollen nicht für die Kinder sterben, und Söhne sollen nicht für die Väter sterben, sondern ein jeder soll für seine eigene Sünde sterben.

 

5 Und Amazja versammelte das Haus Juda und stellte sie nach ihren Vaterhäusern auf, zu Obersten über Tausend und Obersten über Hundert in ganz Juda und Jerusalem; und er zählte sie von zwanzig Jahren an und darüber und fand von ihnen dreihunderttausend, die kriegstüchtig waren, Speer und Schild führend.

 

6 Und er warb aus Israel hunderttausend starke Krieger an für hundert Talente Silber.

 

7 Und ein Mann Gottes kam zu ihm und sprach: König, das Heer Israels soll nicht mit dir ziehen, denn der Herr ist nicht mit Israel, mit allen Söhnen Ephraims.

 

8 Denn wenn du meinst, mit diesen stark zu sein, so wird der Herr dich vor den Feinden in die Flucht schlagen; denn beim Herrn steht es, stark zu machen und in die Flucht zu schlagen.

 

9 Und Amazja sprach zu dem Mann Gottes: Und was soll ich mit den hundert Talenten tun, die ich dem Heer Israels gegeben habe? Und der Mann Gottes sprach: Der Herr vermag dir weit mehr als dies zu geben.

 

10 Und Amazja sonderte das Heer ab, das aus Ephraim zu ihm gekommen war, damit es an seinen Ort zurückkehre; und sie ergrimmten sehr über Juda und kehrten in glühendem Zorn an ihren Ort zurück.

 

11 Und Amazja fasste Mut, nahm sein Volk und zog in das Salztal und schlug dort die Söhne Seirs, zehntausend.

 

12 Und zehntausend nahmen die Söhne Judas lebendig gefangen und führten sie auf die Spitze des Felsens und stürzten sie von der Spitze des Felsens hinab, und alle zerschellten.

 

13 Aber die Männer des Heeres, die Amazja zurückgeschickt hatte, damit sie nicht mit ihm in den Krieg zögen, fielen über die Städte Judas her, von Samaria bis Beth-Horon, und erschlugen darin dreitausend und machten große Beute.

 

14 Und es geschah, nachdem Amazja heimgekehrt war, nachdem er Edom geschlagen hatte, da brachte er die Götter der Söhne Seirs mit und stellte sie sich als Götter auf und warf sich vor ihnen nieder und opferte ihnen.

 

15 Und der Zorn des Herrn entbrannte über Amazja, und er sandte Propheten zu ihm, und sie sprachen zu ihm: Warum hast du die Götter des Volkes gesucht, die ihr eigenes Volk nicht aus deiner Hand errettet haben?

 

16 Und es geschah, als er zu ihm redete, da sprach er zu ihm: Habe ich dich etwa zum Ratgeber des Königs gemacht? Hüte dich, dass du nicht gegeißelt wirst! Und der Prophet schwieg. Und er sprach: Ich weiß, dass er beschlossen hat, dich zu verderben, weil du dies getan und auf meinen Rat nicht gehört hast.

 

17 Und Amazja beriet sich und sandte zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ sagen: Komm, lass uns einander ins Angesicht sehen!

 

18 Und Joas, der König von Israel, sandte zu Amazja, dem König von Juda, und ließ sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zur Zeder auf dem Libanon und ließ sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Und siehe, die wilden Tiere des Feldes auf dem Libanon werden kommen; und die Tiere kamen und zertraten den Dornstrauch.

 

19 Du sprichst: Siehe, du hast Edom geschlagen, und dein stolzes Herz überhebt sich. Nun bleibe in deinem Hause; warum lässt du dich auf Unheil ein, dass du fällst, du und Juda mit dir?

 

20 Aber Amazja hörte nicht, denn es kam vom Herrn, dass er ihn in ihre Hände gebe, weil er die Götter der Edomiter gesucht hatte.

 

21 Und Joas, der König von Israel, zog herauf, und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda, in Beth-Schemesch, das zu Juda gehört.

 

22 Und Juda wurde vor Israel geschlagen, und ein jeder floh zu seinem Zelt.

 

23 Und Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joas, in Beth-Schemesch gefangen und führte ihn nach Jerusalem und riss von der Mauer Jerusalems ein Stück nieder, vom Ephraimtor bis zum Ecktor, vierhundert Ellen.

 

24 Und alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Hause des Herrn und bei Obed-Edom fanden, und die Schätze des Königshauses und die Geiseln nahm er und kehrte nach Samaria zurück.

 

25 Und Amazja, der Sohn des Joas, der König von Juda, lebte nach dem Tode des Joas, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, noch fünfzehn Jahre.

 

26 Und die übrigen Geschichten Amazjas, die früheren und die späteren, siehe, sind sie nicht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel?

 

27 Und zu der Zeit, da Amazja vom Herrn abfiel, machten sie eine Verschwörung gegen ihn, und er floh von Jerusalem nach Lachisch; und sie sandten ihm nach Lachisch nach und töteten ihn dort.

 

28 Und sie hoben ihn auf die Pferde und begruben ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids.

 

 

 

Kapitel 26

 

1Und das ganze Volk des Landes nahm Usija, der sechzehn Jahre alt war, und sie machten ihn zum König an Stelle seines Vaters Amazja.

 

2Er baute Elath auf, er brachte es zu Juda zurück, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.

 

3Sechzehn Jahre alt war Usija, als er König wurde, und zweiundfünfzig Jahre regierte er in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Chalia aus Jerusalem.

 

4Und er tat, was recht war vor dem Herrn, in allem, was sein Vater Amazja getan hatte.

 

5Und er suchte den Herrn in den Tagen Sacharjas, der Einsicht hatte in der Furcht des Herrn; und in dessen Tagen suchte er den Herrn, und der Herr ließ es ihm gelingen.

 

6Und er zog aus und kämpfte gegen die Philister und riss die Mauern von Gath und die Mauern von Jabne und die Mauern von Aschdod nieder und baute Städte bei Aschdod und unter den Philistern.

 

7Und der Herr stärkte ihn gegen die Philister und gegen die Araber, die auf dem Felsen wohnten, und gegen die Meuniter.

 

8Und die Meuniter gaben Usija Geschenke, und sein Name reichte bis an den Eingang Ägyptens, denn er wurde überaus mächtig.

 

9Und Usija baute Türme in Jerusalem, am Ecktor und am Taltor und an den Ecken, und befestigte sie.

 

10Und er baute Türme in der Wüste und hieb viele Zisternen aus, denn er hatte viel Vieh in der Schefela und in der Ebene, und Weingärtner im Gebirge und auf dem Karmel, denn er liebte den Ackerbau.

 

11Und Usija hatte Streitkräfte, die Krieg führten und zur Schlachtordnung nach der Zahl auszogen; und ihre Zählung geschah durch die Hand Jeïels, des Schreibers, und Maasejas, des Richters, unter der Hand Hananjas, des Stellvertreters des Königs.

 

12Die ganze Zahl der Familienhäupter, der Kriegstüchtigen, betrug zweitausendsechshundert,

 

13und unter ihnen stand eine Kriegsmacht von dreihundertsiebentausendfünfhundert; diese führten Krieg mit gewaltiger Kraft, um dem König gegen die Feinde beizustehen.

 

14Und Usija rüstete ihnen, dem ganzen Heer, Schilde und Speere und Helme und Panzer und Bogen und Schleudern für Steine.

 

15Und er machte in Jerusalem Maschinen, kunstvoll ersonnen von einem Erfinder, damit sie auf den Türmen und an den Ecken stünden, um mit Geschossen und großen Steinen zu schießen; und die Kunde von ihrer Herstellung drang bis in die Ferne, denn er wurde wunderbar unterstützt, bis er mächtig wurde.

 

16Und als er mächtig geworden war, überhob sich sein Herz zum Verderben, und er handelte treulos gegen den Herrn, seinen Gott, und ging in den Tempel des Herrn, um auf dem Räucheraltar zu räuchern.

 

17Und hinter ihm ging Asarja, der Priester, hinein, und mit ihm achtzig Priester des Herrn, tüchtige Männer,

 

18und sie traten dem König Usija entgegen und sagten zu ihm: Nicht dir, Usija, steht es zu, dem Herrn zu räuchern, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die geheiligt sind, zu räuchern. Geh hinaus aus dem Heiligtum, denn du bist vom Herrn abgefallen, und dies wird dir nicht zur Ehre gereichen vor dem Herrn, Gott.

 

19Und Usija wurde zornig, und in seiner Hand war das Räucherfass, um im Tempel zu räuchern; und als er gegen die Priester zürnte, da brach der Aussatz an seiner Stirn aus, vor den Priestern im Haus des Herrn, über dem Räucheraltar.

 

20Und der oberste Priester und die Priester wandten sich ihm zu, und siehe, er war aussätzig an der Stirn; und sie trieben ihn eilig von dort fort, und auch er selbst eilte hinauszugehen, denn der Herr hatte ihn gestraft.

 

21Und der König Usija war aussätzig bis zum Tag seines Todes, und er wohnte als Aussätziger im Haus Affusoth, denn er war vom Haus des Herrn ausgeschlossen; und Jotham, sein Sohn, stand über seinem Königreich und richtete das Volk des Landes.

 

22Und die übrigen Geschichten Usijas, die früheren und die späteren, sind geschrieben von Jesaja, dem Propheten.

 

23Und Usija legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei seinen Vätern auf dem Feld der Königsgräber, denn man sagte: Er ist aussätzig. Und Jotham, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

 

 

 

Kapitel 27

1 Jotham war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jerusa, die Tochter Zadoks.

 

2 Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie sein Vater Usija getan hatte, doch ging er nicht in den Tempel des Herrn hinein; und das Volk handelte noch immer verderbt.

 

3 Er baute das obere Tor des Hauses des Herrn, und an der Mauer des Ophel baute er viel.

 

4 Und er baute Städte im Gebirge Juda, und in den Wäldern baute er Wohnstätten und Türme.

 

5 Er kämpfte gegen den König der Ammoniter und überwand ihn; und die Ammoniter gaben ihm jährlich hundert Talente Silber, zehntausend Kor Weizen und zehntausend Kor Gerste. Dies brachte ihm der König der Ammoniter jährlich, im ersten, im zweiten und im dritten Jahr.

 

6 Und Jotham wurde mächtig, denn er richtete seine Wege vor dem Herrn, seinem Gott.

 

7 Und die übrigen Geschichten Jothams, sein Krieg und seine Taten, siehe, sie sind geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

 

9 Und Jotham entschlief mit seinen Vätern und wurde in der Stadt Davids begraben; und sein Sohn Ahas wurde König an seiner Stelle.

 

 

 

 

Kapitel 28

 

1 Zwanzig Jahre alt war Ahas, als er König wurde, und sechzehn Jahre regierte er in Jerusalem; und er tat nicht, was recht war vor dem Herrn, wie David, sein Vater.

 

2 Und er wandelte auf den Wegen der Könige Israels; denn er machte auch gegossene Bilder für ihre Götzen

 

3 und opferte im Tal Ben-Hinnom und ließ seine Kinder durchs Feuer gehen nach den Gräueln der Völker, die der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte,

 

4 und räucherte auf den Höhen und auf den Dächern und unter jedem grünen Baum.

 

5 Und der Herr, sein Gott, gab ihn in die Hand des Königs von Syrien, und dieser schlug ihn und führte von ihnen eine große Menge Gefangener fort und brachte sie nach Damaskus; denn er gab ihn auch in die Hände des Königs von Israel, und dieser schlug ihn mit großer Niederlage.

 

6 Und Pekach, der Sohn Remaljas, der König Israels, tötete in Juda an einem Tag hundertzwanzigtausend Männer, tapfer an Kraft, weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten.

 

7 Und Sichri, ein Held aus Ephraim, tötete Maaseja, den Sohn des Königs, und Asrikam, den Vorsteher seines Hauses, und Elkana, den Zweiten nach dem König.

 

8 Und die Söhne Israels führten von ihren Brüdern dreihunderttausend gefangen fort, Frauen, Söhne und Töchter, und machten große Beute von ihnen und brachten die Beute nach Samaria.

 

9 Und dort war ein Prophet des Herrn, Oded war sein Name, und er ging hinaus, dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, der Zorn des Herrn, des Gottes eurer Väter, ist über Juda, und er hat sie in eure Hände gegeben, und ihr habt unter ihnen im Zorn getötet; bis zum Himmel ist es gedrungen.

 

10 Und nun sagt ihr, die Söhne Judas und Jerusalems euch zu Knechten und Mägden zu unterwerfen. Bin ich nicht bei euch, um Zeugnis abzulegen vor dem Herrn, eurem Gott?

 

11 Und nun hört auf mich und schickt die Gefangenen zurück, die ihr von euren Brüdern gefangen genommen habt; denn der grimmige Zorn des Herrn ist über euch.

 

12 Und es erhoben sich Oberste von den Söhnen Ephraims, Asarja, der Sohn Johanans, und Berechja, der Sohn Meschillemots, und Hiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, gegen die, die vom Krieg kamen,

 

13 und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierher zu uns bringen; denn ihr wollt uns Sünde gegen den Herrn aufladen, zu unseren Sünden und zu unserer Verschuldung hinzuzufügen; denn groß ist unsere Sünde, und der grimmige Zorn des Herrn ist über Israel.

 

14 Und die Krieger gaben die Gefangenen und die Beute frei vor den Obersten und der ganzen Versammlung.

 

15 Und es erhoben sich Männer, die namentlich benannt worden waren, und nahmen sich der Gefangenen an, und alle Nackten bekleideten sie aus der Beute und zogen ihnen Kleider an und gaben ihnen Schuhe und gaben ihnen zu essen und sich zu salben, und alle Schwachen führten sie auf Lasttieren und brachten sie nach Jericho, der Palmenstadt, zu ihren Brüdern; und sie kehrten nach Samaria zurück.

 

16 Zu jener Zeit sandte Ahas zum König von Assur, dass er ihm helfe,

 

17 und zwar deshalb, weil die Edomiter angegriffen und Juda geschlagen und Gefangene weggeführt hatten,

 

18 und die Philister waren über die Städte der Niederung und im Süden Judas hergefallen und hatten Bet-Schemesch und Ajalon und Gederot und Socho mit ihren Dörfern und Timna mit ihren Dörfern und Gimso mit ihren Dörfern eingenommen und wohnten dort.

 

19 Denn der Herr demütigte Juda um Ahas', des Königs von Juda, willen, weil er treulos vom Herrn abgefallen war.

 

20 Und Tiglat-Pileser, der König von Assur, kam gegen ihn und schlug ihn.

 

21 Und Ahas nahm, was im Hause des Herrn und im Hause des Königs und der Obersten war, und gab es dem König von Assur; aber es war ihm keine Hilfe.

 

22 Vielmehr, als er bedrängt war, fiel er noch weiter vom Herrn ab, und der König sprach:

 

23 Ich will die Götter von Damaskus aufsuchen, die mich schlagen. Und er sprach: Weil die Götter des Königs von Syrien ihnen Kraft geben, will ich ihnen opfern, und sie werden mir beistehen. Aber sie wurden ihm und ganz Israel zum Anstoß.

 

24 Und Ahas entfernte die Geräte des Hauses des Herrn und zerschlug sie und verschloss die Türen des Hauses des Herrn und machte sich Altäre an jeder Ecke in Jerusalem;

 

25 und in jeder einzelnen Stadt in Juda machte er Höhen, um fremden Göttern zu räuchern, und sie erzürnten den Herrn, den Gott ihrer Väter.

 

26 Und seine übrigen Geschichten und alle seine Taten, die ersten und die letzten, siehe, sie sind geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

 

27 Und Ahas legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids; denn man brachte ihn nicht in die Gräber der Könige Israels. Und Hiskija, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.

 

 

 

Kapitel 29

 

1Und Hiskia wurde König, als er fünfundzwanzig Jahre alt war, und er regierte neunundzwanzig Jahre in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Abba, die Tochter Sacharjas.

 

2Und er tat, was recht war vor dem Herrn, ganz wie sein Vater David getan hatte.

 

3Und es geschah, als er in seiner Königsherrschaft feststand, öffnete er im ersten Monat die Türen des Hauses des Herrn und setzte sie instand.

 

4Und er führte die Priester und die Leviten herein und stellte sie an die Ostseite

 

5und sprach zu ihnen: Hört, ihr Leviten! Heiligt euch nun und heiligt das Haus des Herrn, des Gottes eurer Väter, und schafft die Unreinheit aus dem Heiligtum hinaus!

 

6Denn unsere Väter sind abgefallen und haben getan, was böse war vor dem Herrn, und haben ihn verlassen und ihr Angesicht von der Wohnung des Herrn abgewandt und ihm den Nacken gekehrt.

 

7Und sie haben die Türen des Tempels verschlossen und die Lampen ausgelöscht und kein Räucherwerk verbrannt und keine Brandopfer dargebracht im Heiligtum dem Gott Israels.

 

8Und der Herr entbrannte in Zorn über Juda und über Jerusalem und gab sie hin zum Entsetzen und zur Verwüstung und zum Gespött, wie ihr es mit euren Augen seht.

 

9Und siehe, eure Väter sind durch das Schwert gefallen, und eure Söhne und eure Töchter und eure Frauen sind in Gefangenschaft in einem Land, das nicht das ihre ist, wie es auch jetzt noch ist.

 

10Darum liegt es mir jetzt am Herzen, einen Bund mit dem Herrn, dem Gott Israels, zu schließen, damit er die Glut seines Zornes von uns abwende.

 

11Und nun, lasst nicht nach, denn euch hat der Herr erwählt, vor ihm zu stehen, um ihm zu dienen und seine Diener zu sein und ihm Räucherwerk zu verbrennen.

 

12Und es machten sich die Leviten auf: Mahath, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, von den Söhnen Kahaths; und von den Söhnen Meraris: Kisch, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallelels; und von den Söhnen Gerschons: Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs;

 

13und von den Söhnen Elizafans: Schimri und Jeïel; und von den Söhnen Asafs: Secharja und Mattanja;

 

14und von den Söhnen Hemans: Jehiël und Schimi; und von den Söhnen Jedutuns: Schemaja und Usiël.

 

15Und sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich nach dem Gebot des Königs, gemäß der Anordnung des Herrn, das Haus des Herrn zu reinigen.

 

16Und die Priester gingen ins Innere des Hauses des Herrn hinein, um es zu heiligen, und schafften alle Unreinheit hinaus, die sich im Haus des Herrn fand, in den Vorhof des Hauses des Herrn; und die Leviten nahmen sie auf, um sie hinaus in den Bach Kidron zu bringen.

 

17Und sie begannen am ersten Tag, am Neumond des ersten Monats, zu heiligen, und am achten Tag des Monats gingen sie in den Tempel des Herrn hinein und heiligten das Haus des Herrn in acht Tagen, und am sechzehnten Tag des ersten Monats vollendeten sie es.

 

18Und sie gingen hinein zum König Hiskia und sprachen: Wir haben alles geheiligt, was im Haus des Herrn ist: den Brandopferaltar und seine Geräte und den Tisch der Schaubrote und seine Geräte;

 

19und alle Geräte, die der König Ahas während seiner Regierung in seinem Abfall entweiht hatte, haben wir hergerichtet und geheiligt; siehe, sie stehen vor dem Altar des Herrn.

 

20Und der König Hiskia machte sich früh auf und versammelte die Obersten der Stadt und ging hinauf zum Haus des Herrn.

 

21Und man brachte sieben Stiere, sieben Widder, sieben Lämmer und sieben Ziegenböcke als Sündopfer für das Königreich und für das Heiligtum und für Israel; und er befahl den Söhnen Aarons, den Priestern, zum Altar des Herrn hinaufzusteigen.

 

22Und sie schlachteten die Stiere, und die Priester nahmen das Blut auf und sprengten es an den Altar; und sie schlachteten die Widder und sprengten das Blut an den Altar; und sie schlachteten die Lämmer und sprengten das Blut ringsum an den Altar.

 

23Und sie brachten die Böcke für das Sündopfer vor den König und die Versammlung, und sie legten ihre Hände auf sie,

 

24und die Priester schlachteten sie und taten mit ihrem Blut Sühnung am Altar und schafften Sühnung für ganz Israel; denn für ganz Israel, sprach der König, ist das Brandopfer und das Sündopfer.

 

25Und er stellte die Leviten im Haus des Herrn auf mit Zimbeln und mit Harfen und mit Zithern nach dem Gebot Davids, des Königs, und Gads, des Sehers des Königs, und Nathans, des Propheten; denn durch das Gebot des Herrn war die Anordnung, durch die Hand der Propheten.

 

26Und die Leviten standen mit den Instrumenten Davids und die Priester mit den Trompeten.

 

27Und Hiskia befahl, das Brandopfer auf dem Altar darzubringen; und als man begann, das Brandopfer darzubringen, begannen sie, dem Herrn zu singen, und die Trompeten erklangen zu den Instrumenten Davids, des Königs von Israel.

 

28Und die ganze Versammlung betete an, und die Sänger sangen, und die Trompeten schmetterten, bis das Brandopfer vollendet war.

 

29Und als sie mit dem Darbringen fertig waren, beugte sich der König und alle, die sich eingefunden hatten, und sie beteten an.

 

30Und der König Hiskia und die Obersten befahlen den Leviten, den Herrn zu preisen mit den Worten Davids und Asafs, des Propheten; und sie lobten mit Freude und fielen nieder und beteten an.

 

31Und Hiskia hob an und sprach: Nun habt ihr eure Hände dem Herrn gefüllt; tretet herzu und bringt Schlacht- und Dankopfer zum Haus des Herrn! Und die Versammlung brachte Schlacht- und Dankopfer zum Haus des Herrn, und jeder, der willigen Herzens war, Brandopfer.

 

32Und die Zahl der Brandopfer, die die Versammlung darbrachte, war: siebzig Stiere, hundert Widder, zweihundert Lämmer; das alles zum Brandopfer für den Herrn.

 

33Und die geheiligten Tiere: sechshundert Stiere und dreitausend Schafe.

 

34Aber die Priester waren zu wenige und konnten nicht alle Brandopfer abhäuten; da halfen ihnen ihre Brüder, die Leviten, bis das Werk vollendet war und bis die Priester sich geheiligt hatten; denn die Leviten hatten sich bereitwilliger geheiligt als die Priester.

 

35Auch war der Brandopfer viel, samt den Fettstücken der Heilsopfer und den Trankopfern zu den Brandopfern. So wurde der Dienst im Haus des Herrn wiederhergestellt.

 

36Und Hiskia und das ganze Volk freuten sich darüber, dass Gott dem Volk alles bereitet hatte; denn die Sache war plötzlich geschehen.

 

 

 

Kapitel 30

 

1 Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb Briefe an Ephraim und Manasse, dass sie zum Haus des Herrn nach Jerusalem kommen sollten, um dem Herrn, dem Gott Israels, das Passa zu halten.

 

2 Und der König beriet sich mit den Obersten und der ganzen Versammlung in Jerusalem, das Passa im zweiten Monat zu halten;

 

3 denn sie konnten es zu jener Zeit nicht halten, weil sich die Priester nicht in genügender Zahl geheiligt hatten und das Volk sich nicht in Jerusalem versammelt hatte.

 

4 Und die Sache gefiel dem König und der ganzen Versammlung.

 

5 Und sie beschlossen, einen Aufruf durch ganz Israel ergehen zu lassen, von Beerscheba bis Dan, dass man kommen solle, um dem Herrn, dem Gott Israels, in Jerusalem das Passa zu halten; denn die Menge hatte es nicht nach der Vorschrift gehalten.

 

6 Und die Läufer gingen mit den Briefen vom König und den Obersten durch ganz Israel und Juda nach dem Befehl des Königs und sprachen: Ihr Söhne Israels, kehrt um zum Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich den Geretteten zuwenden, die übrig geblieben sind aus der Hand des Königs von Assur.

 

7 Und seid nicht wie eure Väter und eure Brüder, die vom Herrn, dem Gott ihrer Väter, abgefallen sind, sodass er sie der Verwüstung preisgab, wie ihr seht.

 

8 Und nun verhärtet eure Nacken nicht; gebt dem Herrn, dem Gott, die Ehre und kommt zu seinem Heiligtum, das er geheiligt hat auf ewig, und dient dem Herrn, eurem Gott, so wird er die Glut seines Zornes von euch abwenden.

 

9 Denn wenn ihr zum Herrn umkehrt, werden eure Brüder und eure Kinder Barmherzigkeit finden vor allen, die sie gefangen weggeführt haben, und er wird sie in dieses Land zurückkehren lassen; denn gnädig und barmherzig ist der Herr, unser Gott, und er wird sein Angesicht nicht von uns abwenden, wenn wir zu ihm umkehren.

 

10 Und die Läufer zogen von Stadt zu Stadt durch das Gebirge Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon; aber man verlachte und verspottete sie.

 

11 Doch Männer von Asser und von Manasse und von Sebulon demütigten sich und kamen nach Jerusalem.

 

12 Auch in Juda kam die Hand des Herrn, ihnen ein einmütiges Herz zu geben, dass sie kämen, um nach dem Befehl des Königs und der Obersten gemäß dem Wort des Herrn zu handeln.

 

13 Und es versammelte sich in Jerusalem viel Volk, um das Fest der ungesäuerten Brote im zweiten Monat zu halten, eine sehr große Versammlung.

 

14 Und sie machten sich auf und rissen die Altäre nieder, die in Jerusalem waren; und alles, worauf man den falschen Göttern geräuchert hatte, rissen sie ab und warfen es in den Bach Kidron.

 

15 Und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tag des zweiten Monats; und die Priester und die Leviten schämten sich und heiligten sich und brachten Brandopfer in das Haus des Herrn.

 

16 Und sie standen an ihrem Platz nach ihrer Ordnung, nach dem Gebot Moses, des Mannes Gottes, und die Priester nahmen das Blut aus der Hand der Leviten entgegen.

 

17 Denn eine Menge der Versammlung hatte sich nicht geheiligt, und die Leviten mussten das Passa schlachten für jeden, der sich nicht für den Herrn heiligen konnte.

 

18 Denn der größte Teil des Volkes von Ephraim und Manasse und Issachar und Sebulon hatte sich nicht geheiligt, sondern sie aßen das Passa entgegen der Vorschrift. Und Hiskia betete für sie und sprach: Der Herr, der Gütige, möge Sühne schaffen

 

19 für jedes Herz, das darauf gerichtet ist, den Herrn, den Gott seiner Väter, zu suchen, wenn auch nicht nach der Reinheit des Heiligtums.

 

20 Und der Herr erhörte Hiskia und heilte das Volk.

 

21 Und die Söhne Israels, die sich in Jerusalem befanden, hielten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude, und sie priesen den Herrn Tag für Tag, auch die Priester und die Leviten mit Instrumenten für den Herrn.

 

22 Und Hiskia sprach zum Herzen aller Leviten und derer, die gute Einsicht hatten für den Herrn; und sie vollendeten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang, indem sie Heilsopfer darbrachten und dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, dankten.

 

23 Und die Versammlung beschloss gemeinsam, noch weitere sieben Tage zu feiern; und sie feierten sieben Tage in Freude.

 

24 Denn Hiskia spendete für Juda, für die Versammlung, tausend Stiere und siebentausend Schafe, und die Obersten spendeten für das Volk tausend Stiere und zehntausend Schafe; und die Priester heiligten sich in Menge.

 

25 Und es freute sich die ganze Versammlung, die Priester und die Leviten und die ganze Versammlung Judas und die, die sich aus Israel eingefunden hatten, und die Fremdlinge, die aus dem Land Israel gekommen waren, und die in Juda wohnten.

 

26 Und es war große Freude in Jerusalem; seit den Tagen Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, hatte es kein solches Fest in Jerusalem gegeben.

 

27 Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk; und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet drang zu seiner heiligen Wohnung, zum Himmel.

 

 

 

Kapitel 31

 

1 Und als dies alles vollendet war, zog ganz Israel aus, alle, die sich in den Städten Judas befanden, und sie zerschlugen die Steinmale und hieben die Haine um und rissen die Höhen und die Altäre nieder aus ganz Judäa und Benjamin und aus Ephraim und aus Manasse bis zur Vollendung; und ganz Israel kehrte zurück, ein jeder in sein Erbteil und in ihre Städte.

 

2 Und Hiskia ordnete die Dienstabteilungen der Priester und der Leviten und die Abteilungen eines jeden nach seinem Dienst, für die Priester und die Leviten, zum Brandopfer und zum Heilsopfer, und zu loben und zu preisen und zu dienen in den Toren, in den Vorhöfen des Hauses des Herrn.

 

3 Und der Anteil des Königs aus seinem Besitz war für die Brandopfer, das morgendliche und das abendliche, und die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen, die im Gesetz des Herrn geschrieben stehen.

 

4 Und er sagte dem Volk, den Bewohnern Jerusalems, sie sollten den Anteil der Priester und der Leviten geben, damit sie stark seien im Dienst des Hauses des Herrn.

 

5 Und als er das Wort befohlen hatte, brachten die Söhne Israels reichlich Erstlinge von Getreide und Wein und Öl und Honig und allem Ertrag des Feldes, und alle Zehnten brachten sie in Menge,

 

6 die Söhne Israels und Judas. Und auch die Bewohner der Städte Judas brachten Zehnten von Rindern und Schafen und Zehnten von Ziegen und weihten sie dem Herrn, ihrem Gott, und brachten sie hinein und legten sie zu Haufen und Haufen.

 

7 Im dritten Monat begannen die Haufen aufgeschüttet zu werden, und im siebten Monat wurden sie vollendet.

 

8 Und Hiskia und die Obersten kamen und sahen die Haufen und priesen den Herrn und sein Volk Israel.

 

9 Und Hiskia erkundigte sich bei den Priestern und den Leviten wegen der Haufen,

 

10 und Asarja, der Priester, der Oberste vom Hause Zadok, sprach zu ihm und sagte: Seitdem man begonnen hat, die Erstlinge in das Haus des Herrn zu bringen, haben wir gegessen und getrunken und übriggelassen; denn der Herr hat sein Volk gesegnet, und wir haben noch diese Menge übriggelassen.

 

11 Und Hiskia befahl, Kammern im Hause des Herrn herzurichten, und sie richteten sie her.

 

12 Und sie brachten dort die Erstlinge und die Zehnten in Treue hinein, und über sie war der Levit Chonenja Aufseher, und Semei, sein Bruder, als sein Stellvertreter,

 

13 und Jiel und Osasja und Naeth und Asael und Jerimoth und Josabath und Eliel und Samachja und Maath und Banaja und seine Söhne, eingesetzt durch Chonenja und Semei, seinen Bruder, wie der König Hiskia und Asarja, der Vorsteher des Hauses des Herrn, befohlen hatten.

 

14 Und Kore, der Sohn Jemnas, der Levit, der Torhüter gegen Osten, war über die Gaben gesetzt, um die Erstlinge dem Herrn zu geben und das Hochheilige,

 

15 durch die Hand von Odom und Benjamin und Jesus und Semei und Amarja und Sechonja, durch die Hand der Priester, in Treue ihren Brüdern zu geben nach den Dienstabteilungen, dem Großen wie dem Kleinen,

 

16 außer der Nachkommenschaft der Männlichen von drei Jahren an und darüber, jedem, der in das Haus des Herrn hineingeht, nach der Ordnung der Tage, Tag für Tag, zum Dienst in den Abteilungen ihrer Ordnung.

 

17 Dies ist die Verzeichnung der Priester nach Vaterhäusern, und die Leviten in ihren Dienstabteilungen von zwanzig Jahren an und darüber, in ihrer Ordnung,

 

18 in den Verzeichnissen, mit der ganzen Nachkommenschaft ihrer Söhne und ihrer Töchter, für die ganze Menge; denn in Treue heiligten sie das Heilige

 

19 für die Söhne Aarons, die den Priesterdienst versahen. Und die aus ihren Städten, in jeder einzelnen Stadt, Männer, die mit Namen benannt waren, hatten jedem Männlichen unter den Priestern und jedem, der unter den Leviten gezählt war, einen Anteil zu geben.

 

20 Und so tat Hiskia in ganz Juda, und er tat das Gute und Rechte vor dem Herrn, seinem Gott.

 

21 Und in jedem Werk, das er begann in der Arbeit am Hause des Herrn und im Gesetz und in den Geboten, suchte er seinen Gott von ganzer Seele, und er handelte, und es gelang ihm.

 

 

 

Kapitel 32

 

1 Und nach diesen Reden und dieser Treue kam Sanherib, der König von Assyrien, und er kam über Juda und lagerte sich gegen die befestigten Städte und gedachte, sie für sich einzunehmen.

 

2 Und Hiskia sah, dass Sanherib gekommen war und dass sein Angesicht darauf gerichtet war, gegen Jerusalem zu kämpfen,

 

3 und er beriet sich mit seinen Ältesten und den Mächtigen, die Wasser der Quellen zu verstopfen, die außerhalb der Stadt waren, und sie halfen ihm dabei.

 

4 Und er versammelte viel Volk und verstopfte die Wasser der Quellen und den Fluss, der mitten durch die Stadt floss, indem er sprach: Der König von Assur soll nicht kommen und viel Wasser finden und erstarken.

 

5 Und Hiskia erstarkte und baute die ganze niedergerissene Mauer auf und Türme und außen eine weitere Vormauer, und er befestigte den Millo der Stadt Davids und fertigte viele Waffen an.

 

6 Und er setzte Kriegsoberste über das Volk, und sie versammelten sich zu ihm auf den Platz am Tor des Tales, und er redete zu ihrem Herzen und sprach:

 

7 Seid stark und seid mannhaft, fürchtet euch nicht vor dem Angesicht des Königs von Assur und vor dem Angesicht des ganzen Volkes, das mit ihm ist; denn mit uns sind mehr als mit ihm.

 

8 Mit ihm sind Arme aus Fleisch, mit uns aber ist der Herr, unser Gott, um zu retten und unseren Krieg zu führen. Und das Volk fasste Mut durch die Worte Hiskias, des Königs von Juda.

 

9 Und danach sandte Sanherib, der König von Assyrien, seine Knechte gegen Jerusalem — er selbst aber war vor Lachisch und sein ganzes Heer mit ihm und er sandte zu Hiskia, dem König von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und ließ sagen:

 

10 So spricht Sanherib, der König von Assyrien: Worauf vertraut ihr, dass ihr in der Belagerung in Jerusalem sitzt?

 

11 Betrügt euch nicht Hiskia, um euch dem Tod, dem Hunger und dem Durst preiszugeben, indem er spricht: Der Herr, unser Gott, wird uns aus der Hand des Königs von Assur retten?

 

12 Ist das nicht derselbe Hiskia, der dessen Altäre und dessen Höhen beseitigt hat und zu Juda und zu den Bewohnern Jerusalems gesprochen hat: Vor diesem Altar sollt ihr anbeten und auf ihm sollt ihr räuchern?

 

13 Wisst ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkern der Länder getan haben? Haben etwa die Götter der Völker der ganzen Erde vermocht, ihr Volk aus meiner Hand zu retten?

 

14 Wer unter allen Göttern dieser Völker, die meine Väter vertilgt haben, haben sie etwa ihr Volk aus meiner Hand retten können , dass euer Gott euch aus meiner Hand retten könnte?

 

15 Nun soll euch Hiskia nicht betrügen und euch nicht auf solche Weise vertrauen machen, und glaubt ihm nicht; denn kein Gott irgendeines Volkes und Königreichs vermag sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter zu retten, darum wird auch euer Gott euch keinesfalls aus meiner Hand retten.

 

16 Und weiter redeten seine Knechte gegen den Herrn, Gott, und gegen Hiskia, seinen Knecht.

 

17 Und er schrieb einen Brief, um den Herrn, den Gott Israels, zu schmähen, und sprach über ihn: Wie die Götter der Völker der Erde ihre Völker nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk keinesfalls aus meiner Hand erretten.

 

18 Und er rief mit lauter Stimme auf Jüdisch dem Volk Jerusalems zu, das auf der Mauer war, um sie zu erschrecken und niederzuwerfen, damit sie die Stadt einnehmen könnten.

 

19 Und er redete über den Gott Jerusalems wie über die Götter der Völker der Erde, Werke von Menschenhänden.

 

20 Und Hiskia, der König, und Jesaja, der Sohn des Amoz, der Prophet, beteten deswegen und schrien zum Himmel.

 

21 Und der Herr sandte einen Engel, und er vertilgte jeden tapferen Krieger und Obersten und Heerführer im Lager des Königs von Assur, und er kehrte mit Schande seines Angesichts in sein Land zurück. Und er ging in das Haus seines Gottes, und einige von denen, die aus seinem Leib hervorgegangen waren, streckten ihn mit dem Schwert nieder.

 

22 Und der Herr rettete Hiskia und die Bewohner Jerusalems aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assur, und aus der Hand aller, und er gab ihnen Ruhe ringsumher.

 

23 Und viele brachten dem Herrn Gaben nach Jerusalem und Geschenke Hiskia, dem König von Juda, und er wurde danach erhöht in den Augen aller Völker.

 

24 In jenen Tagen erkrankte Hiskia zum Tode; und er betete zum Herrn, und er erhörte ihn und gab ihm ein Zeichen.

 

25 Aber Hiskia vergalt nicht nach der Wohltat, die ihm erwiesen worden war, sondern sein Herz überhob sich; und Zorn kam über ihn und über Juda und Jerusalem.

 

26 Und Hiskia demütigte sich von der Hoffart seines Herzens, er und die Bewohner Jerusalems, und der Zorn des Herrn kam nicht über sie in den Tagen Hiskias.

 

27 Und Hiskia hatte sehr großen Reichtum und Ehre, und er machte sich Schatzkammern für Silber und Gold und Edelsteine und für die Gewürze und Waffenkammern und für kostbare Geräte

 

28 und Städte für die Erträge an Getreide, Öl und Wein und Krippen für allerlei Vieh und Hürden für die Herden

 

29 und Städte, die er sich erbaute, und Besitz an Schafen und Rindern in Menge; denn der Herr hatte ihm sehr großen Besitz gegeben.

 

30 Derselbe Hiskia verstopfte den oberen Ausfluss des Wassers Gihon und leitete es hinab nach Süden der Stadt Davids; und Hiskia hatte Gelingen in allen seinen Werken.

 

31 Und so auch bei den Gesandten der Fürsten aus Babylon, die zu ihm geschickt worden waren, um von ihm das Wunderzeichen zu erfragen, das im Land geschehen war; und der Herr verließ ihn, um ihn zu prüfen, damit er erkenne, was in seinem Herzen war.

 

32 Und die übrigen Geschichten Hiskias und seine Frömmigkeit, siehe, sie sind geschrieben in der Prophezeiung Jesajas, des Sohnes des Amoz, des Propheten, und im Buch der Könige von Juda und Israel.

 

33 Und Hiskia entschlief mit seinen Vätern, und man begrub ihn am Aufgang der Gräber der Söhne Davids, und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems erwiesen ihm Ehre und Ruhm bei seinem Tod; und Manasse, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

 

 

 

Kapitel 33

 

1 Zwölf Jahre alt war Manasse, als er König wurde, und fünfundfünfzig Jahre regierte er in Jerusalem.

 

2 Und er tat das Böse vor dem Herrn nach allen Gräueln der Völker, die der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte.

 

3 Und er baute die Höhen wieder auf, die Hiskia, sein Vater, niedergerissen hatte, und errichtete den Baalen Säulen und machte heilige Haine und betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.

 

4 Und er baute Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem soll mein Name sein in Ewigkeit.

 

5 Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in den beiden Vorhöfen des Hauses des Herrn.

 

6 Und er ließ seine Kinder durchs Feuer gehen im Tal Ben-Hinnom und trieb Wahrsagerei und Vogelschau und Zauberei und bestellte Totenbeschwörer und Zeichendeuter; er häufte an, das Böse vor dem Herrn zu tun, um ihn zu erzürnen.

 

7 Und er stellte das geschnitzte und gegossene Bild, das er gemacht hatte, in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und zu Salomo, seinem Sohn, gesagt hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen setzen in Ewigkeit;

 

8 und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen lassen von dem Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, wenn sie nur darauf achten, alles zu tun, was ich ihnen geboten habe, nach dem ganzen Gesetz und den Geboten und den Rechten durch die Hand Moses.

 

9 Und Manasse verführte Juda und die Bewohner Jerusalems, das Böse zu tun, mehr als alle Völker, die der Herr vor den Söhnen Israels ausgetilgt hatte.

 

10 Und der Herr redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber sie hörten nicht.

 

11 Da ließ der Herr über sie die Heerführer des Königs von Assur kommen, und sie ergriffen Manasse in Fesseln und banden ihn mit Ketten und führten ihn nach Babylon.

 

12 Und als er in Bedrängnis war, suchte er das Angesicht des Herrn, seines Gottes, und demütigte sich sehr vor dem Angesicht des Gottes seiner Väter;

 

13 und er betete zu ihm, und er erhörte ihn; und er erhörte sein Rufen und brachte ihn zurück nach Jerusalem in sein Königtum. Und Manasse erkannte, dass der Herr selbst Gott ist.

 

14 Und danach baute er eine Mauer außerhalb der Stadt Davids, südlich gegen Gihon im Tal und bis zum Eingang des Tors ringsum und bis zum Ophel, und er machte sie sehr hoch. Und er setzte Heerführer ein in allen befestigten Städten in Juda.

 

15 Und er entfernte die fremden Götter und das Schnitzbild aus dem Haus des Herrn und alle Altäre, die er auf dem Berg des Hauses des Herrn und in Jerusalem und außerhalb der Stadt gebaut hatte.

 

16 Und er stellte den Altar des Herrn wieder her und opferte darauf Heils- und Dankopfer und befahl Juda, dem Herrn, dem Gott Israels, zu dienen.

 

17 Doch das Volk opferte noch auf den Höhen, allerdings dem Herrn, ihrem Gott.

 

18 Und die übrigen Geschichten Manasses und sein Gebet zu Gott und die Worte der Seher, die zu ihm im Namen des Herrn, des Gottes Israels, redeten, siehe, sie stehen in den Berichten

 

19 seines Gebets, und wie er ihn erhörte, und alle seine Sünden und seine Abtrünnigkeiten und die Orte, an denen er die Höhen baute und dort Haine und Schnitzbilder aufstellte, ehe er umkehrte, siehe, das ist geschrieben in den Berichten der Seher.

 

20 Und Manasse legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn im Garten seines Hauses; und Amon, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

 

21 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König wurde, und zwei Jahre regierte er in Jerusalem.

 

22 Und er tat das Böse vor dem Herrn, wie Manasse, sein Vater, getan hatte, und allen Götzenbildern, die Manasse, sein Vater, gemacht hatte, opferte Amon und diente ihnen.

 

23 Und er demütigte sich nicht vor dem Herrn, wie Manasse, sein Vater, sich gedemütigt hatte, sondern Amon, sein Sohn, häufte die Schuld.

 

24 Und seine Knechte verschworen sich gegen ihn und erschlugen ihn in seinem Haus.

 

25 Und das Volk des Landes erschlug die, die sich gegen den König Amon verschworen hatten, und das Volk des Landes machte Josia, seinen Sohn, an seiner Stelle zum König.

 

 

 

Kapitel 34

 

1 Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und einunddreißig Jahre regierte er in Jerusalem.

 

2 Und er tat, was recht war vor dem Herrn, und wandelte auf den Wegen Davids, seines Vaters, und wich nicht ab, weder zur Rechten noch zur Linken.

 

3 Und im achten Jahr seiner Regierung ,als er noch ein Knabe war begann er, den Herrn, den Gott Davids, seines Vaters, zu suchen. Und im zwölften Jahr seiner Regierung begann er, Juda und Jerusalem zu reinigen von den Höhen und den Hainen und von den gegossenen Bildern,

 

4 und man riss vor seinem Angesicht die Altäre der Baale nieder und die Höhen, die darauf standen, und er hieb die Haine um, und die geschnitzten und die gegossenen Bilder zerschmetterte er und zermalmte sie und streute sie auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten.

 

5 Und die Gebeine der Priester verbrannte er auf den Altären und reinigte Juda und Jerusalem.

 

6 Und in den Städten Ephraims und Manasses und Simeons und Naphtalis und in ihren Ortschaften ringsum

 

7 riss er die Haine und die Altäre nieder und zerschlug die Götzenbilder in Stücke, und alle Höhen hieb er um im ganzen Land Israel; dann kehrte er nach Jerusalem zurück.

 

8 Und im achtzehnten Jahr seiner Regierung, um das Land und das Haus zu reinigen, sandte er Saphan, den Sohn Eselias, und Maasias, den Stadtobersten, und Juach, den Sohn des Joachas, seinen Kanzler, um das Haus des Herrn, seines Gottes, auszubessern.

 

9 Und sie kamen zu Chelkias, dem Hohenpriester, und übergaben das Silber, das in das Haus Gottes gebracht worden war, das die Leviten, die die Tür hüteten, gesammelt hatten aus der Hand Manasses und Ephraims und der Obersten und von allem Überrest in Israel und von den Söhnen Judas und Benjamins und den Bewohnern Jerusalems,

 

10 und sie gaben es in die Hand derer, die die Arbeiten ausführten, die im Haus des Herrn eingesetzt waren, und diese gaben es den Arbeitern, die im Haus des Herrn arbeiteten, um das Haus auszubessern und instandzusetzen.

 

11 Und sie gaben es den Zimmerleuten und den Bauleuten, um behauene Steine zu kaufen und Holz für Balken, um die Häuser zu decken, die die Könige Judas verwüstet hatten.

 

12 Und die Männer waren treu bei den Arbeiten, und über sie waren Aufseher gesetzt: Jeth und Abdias, die Leviten von den Söhnen Meraris, und Zacharias und Mosollam von den Söhnen Kaaths, um die Aufsicht zu führen, und jeder Levit, jeder, der sich auf Gesangsinstrumente verstand,

 

13 und über die Lastträger und über alle, die die Arbeiten verrichteten, Arbeit für Arbeit; und von den Leviten waren Schreiber und Richter und Torhüter.

 

14 Und als sie das Silber herausbrachten, das in das Haus des Herrn eingebracht worden war, fand Chelkias, der Priester, ein Buch des Gesetzes des Herrn, gegeben durch die Hand Moses.

 

15 Und Chelkias hob an und sprach zu Saphan, dem Schreiber: Ein Buch des Gesetzes habe ich im Haus des Herrn gefunden. Und Chelkias gab das Buch dem Saphan.

 

16 Und Saphan brachte das Buch zum König und erstattete dem König außerdem Bericht: Alles Silber, das gegeben wurde, ist in der Hand deiner Knechte, die das Werk verrichten,

 

17 und sie haben das Silber, das im Haus des Herrn gefunden wurde, ausgeschüttet und in die Hand der Aufseher gegeben und in die Hand derer, die die Arbeit tun.

 

18 Und Saphan, der Schreiber, berichtete dem König und sprach: Ein Buch hat mir Chelkias, der Priester, gegeben. Und Saphan las es vor dem König.

 

19 Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.

 

20 Und der König gebot dem Chelkias und dem Achikam, dem Sohn Saphans, und dem Abdon, dem Sohn Michajas, und dem Schreiber Saphan und dem Asaja, dem Diener des Königs, und sprach:

 

21 Geht hin, befragt den Herrn für mich und für alles, was übrig geblieben ist in Israel und Juda, wegen der Worte des Buches, das gefunden worden ist; denn groß ist der Zorn des Herrn, der über uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht auf die Worte des Herrn gehört haben, um nach allem zu tun, was in diesem Buch geschrieben steht.

 

22 Und Chelkias ging hin, und die, denen der König es gesagt hatte, zu Olda, der Prophetin, der Frau Sellems, des Sohnes Thakuaths, des Sohnes des Chelles, der Hüterin der Gewänder — sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil — und sie redeten mit ihr demgemäß.

 

23 Und sie sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:

 

24 So spricht der Herr: Siehe, ich bringe Unheil über diesen Ort, alle Worte, die geschrieben stehen in dem Buch, das vor dem König Judas gelesen worden ist,

 

25 dafür, dass sie mich verlassen und fremden Göttern geräuchert haben, um mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände; und mein Zorn ist entbrannt über diesen Ort und wird nicht erlöschen.

 

26 Und zum König Judas, der euch gesandt hat, um den Herrn zu befragen, so sollt ihr zu ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was die Worte betrifft, die du gehört hast:

 

27 weil dein Herz betroffen war und du dich vor meinem Angesicht gedemütigt hast, als du meine Worte über diesen Ort und über seine Bewohner hörtest, und weil du dich vor mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich gehört, spricht der Herr.

 

28 Siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, und du sollst in Frieden zu deinen Gräbern versammelt werden, und deine Augen sollen nichts sehen von all dem Unheil, das ich über diesen Ort und über seine Bewohner bringe. Und sie erstatteten dem König Bericht.

 

29 Und der König sandte hin und versammelte die Ältesten Judas und Jerusalems.

 

30 Und der König ging hinauf in das Haus des Herrn, und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems und die Priester und die Leviten und das ganze Volk, vom Größten bis zum Kleinsten; und er las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Haus des Herrn gefunden worden war.

 

31 Und der König trat an die Säule und schloss einen Bund vor dem Herrn, vor dem Herrn zu wandeln, seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Satzungen zu halten von ganzem Herzen und von ganzer Seele, die Worte des Bundes, die in diesem Buch geschrieben stehen.

 

32 Und er ließ alle eintreten, die sich in Jerusalem und Benjamin befanden, und die Bewohner Jerusalems handelten nach dem Bund im Haus des Herrn, des Gottes ihrer Väter.

 

33 Und Josia beseitigte alle Gräuel aus dem ganzen Land, das den Söhnen Israels gehörte, und er brachte alle, die sich in Jerusalem und in Israel befanden, dazu, dem Herrn, ihrem Gott, zu dienen alle seine Tage; er wich nicht ab von der Nachfolge des Herrn, des Gottes seiner Väter.

 

 

 

Kapitel 35

 

1 Und Josia hielt dem Herrn, seinem Gott, das Pascha, und sie schlachteten das Pascha am vierzehnten Tag des ersten Monats.

 

2 Und er stellte die Priester auf ihre Posten und stärkte sie für die Dienste am Hause des Herrn.

 

3 Und er sprach zu den Leviten, den Mächtigen in ganz Israel, dass sie sich dem Herrn heiligen sollten; und sie stellten die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids, des Königs von Israel, gebaut hatte. Und der König sprach: Ihr habt nichts mehr auf den Schultern zu tragen; nun dient dem Herrn, eurem Gott, und seinem Volk Israel,

 

4 und bereitet euch nach euren Vaterhäusern und nach euren Abteilungen, gemäß der Schrift Davids, des Königs von Israel, und durch die Hand Salomos, seines Sohnes,

 

5 und stellt euch im Hause auf nach den Abteilungen der Vaterhäuser für eure Brüder, die Söhne des Volkes, und je ein Anteil eines Vaterhauses für die Leviten,

 

6 und schlachtet das Pascha und bereitet die heiligen Gaben für eure Brüder, um zu handeln nach dem Wort des Herrn durch die Hand des Mose.

 

7 Und Josia spendete den Söhnen des Volkes Schafe und Lämmer und Böcklein von den Jungen der Ziegen, alles für das Pascha, für alle, die sich einfanden, an Zahl dreißigtausend, und dreitausend Rinder; dies vom Besitz des Königs.

 

8 Und seine Obersten spendeten dem Volk und den Priestern und Leviten. Es gaben Hilkija und Sacharja und Jehiel, die Vorsteher des Hauses Gottes, den Priestern, und sie gaben für das Pascha Schafe und Lämmer und Böcklein, zweitausendsechshundert, und dreihundert Rinder.

 

9 Und Konanja und Benaja und Schemaja und Netanel, sein Bruder, und Haschabja und Jehiel und Josabad, die Obersten der Leviten, spendeten den Leviten für das Pascha fünftausend Schafe und fünfhundert Rinder.

 

10 Und der Dienst wurde geordnet, und die Priester traten an ihren Platz und die Leviten nach ihren Abteilungen gemäß dem Gebot des Königs.

 

11 Und sie schlachteten das Pascha, und die Priester sprengten das Blut aus ihrer Hand, und die Leviten zogen die Häute ab.

 

12 Und sie bereiteten das Brandopfer, um es ihnen zu übergeben nach der Abteilung, nach den Vaterhäusern, den Söhnen des Volkes, um es dem Herrn darzubringen, wie es geschrieben steht im Buch des Mose, und ebenso für den Morgen.

 

13 Und sie brieten das Pascha am Feuer nach der Vorschrift, und die heiligen Gaben kochten sie in den kupfernen Gefäßen und in den Kesseln; und es gelang, und sie liefen zu allen Söhnen des Volkes.

 

14 Und danach bereiteten sie für sich und für die Priester, denn die Priester waren mit dem Darbringen der Fettstücke und der Brandopfer bis in die Nacht beschäftigt, und die Leviten bereiteten für sich und für ihre Brüder, die Söhne Aarons.

 

15 Und die Sänger, die Söhne Asafs, waren an ihrem Platz nach den Geboten Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, der Propheten des Königs, ebenso die Obersten und die Torhüter an jedem Tor; sie durften nicht von ihrem heiligen Dienst weichen, denn ihre Brüder, die Leviten, bereiteten für sie.

 

16 Und der ganze Dienst des Herrn wurde an jenem Tage geordnet und bereitet, das Pascha zu halten und die Brandopfer auf den Altar des Herrn zu bringen gemäß dem Gebot des Königs Josia.

 

17 Und die Söhne Israels, die sich einfanden, hielten das Pascha zu jener Zeit und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang.

 

18 Und es wurde kein Pascha wie dieses in Israel gehalten seit den Tagen des Propheten Samuel, und alle Könige Israels hielten kein Pascha wie das, welches Josia und die Priester und die Leviten und ganz Juda und Israel, die sich einfanden, und die Bewohner Jerusalems dem Herrn hielten,

 

19 im achtzehnten Jahr der Regierung Josias.

 

19a Und die Totenbeschwörer und die Wahrsager und die Terafim und die Götzenbilder und die Karasim, die im Lande Juda und in Jerusalem waren, verbrannte der König Josia, um die Worte des Gesetzes aufzurichten, die geschrieben stehen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Hause des Herrn gefunden hatte.

 

19b Seinesgleichen war vor ihm keiner gewesen, der sich zum Herrn bekehrt hätte mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Kraft nach dem ganzen Gesetz des Mose, und nach ihm stand keiner auf, der ihm gleich war.

 

19c Doch der Herr ließ nicht ab von der Glut seines großen Zornes, mit dem der Herr über Juda erzürnt war wegen all der Ärgernisse, mit denen Manasse ihn erzürnt hatte.

 

19d Und der Herr sprach: Auch Juda will ich von meinem Angesicht entfernen, wie ich Israel entfernt habe, und ich habe die Stadt verworfen, die ich erwählt hatte, Jerusalem, und das Haus, von dem ich gesagt hatte: Mein Name soll dort sein.

 

20 Und der Pharao Necho, der König Ägyptens, zog hinauf gegen den König von Assyrien an den Strom Euphrat, und der König Josia zog aus, ihm entgegen.

 

21 Und er sandte Boten zu ihm und ließ sagen: Was habe ich mit dir zu schaffen, König von Juda? Nicht gegen dich komme ich heute, Krieg zu führen, und Gott hat gesagt, ich solle eilen; hüte dich vor dem Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe.

 

22 Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm ab, sondern er machte sich stark, gegen ihn zu kämpfen, und hörte nicht auf die Worte Nechos aus dem Munde Gottes, und er kam, um in der Ebene von Megiddo zu kämpfen.

 

23 Und die Bogenschützen schossen auf den König Josia; und der König sprach zu seinen Dienern: Bringt mich hinaus, denn ich bin schwer verwundet.

 

24 Und seine Diener hoben ihn vom Wagen und setzten ihn auf den zweiten Wagen, den er hatte, und brachten ihn nach Jerusalem; und er starb und wurde begraben bei seinen Vätern. Und ganz Juda und Jerusalem trauerten um Josia,

 

25 und Jeremia klagte um Josia, und alle Sänger und Sängerinnen sangen ein Klagelied um Josia bis auf den heutigen Tag; und man machte es zu einer Ordnung in Israel, und siehe, es steht geschrieben in den Klageliedern.

 

26 Und die Geschichten Josias und seine Hoffnung sind geschrieben im Gesetz des Herrn;

 

27 und seine Geschichten, die ersten und die letzten, siehe, sie sind geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda.

 

 

 

Kapitel 36

 

1 Und das Volk des Landes nahm Joachas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und setzten ihn an seines Vaters Statt zum König in Jerusalem ein.

 

2 Dreiundzwanzig Jahre alt war Joachas, als er König wurde, und drei Monate regierte er in Jerusalem,

 

2a und der Name seiner Mutter war Amital, die Tochter Jeremias aus Lobena.

 

2b Und er tat das Böse vor dem Herrn, ganz wie seine Väter getan hatten.

 

2c Und der Pharao Necho legte ihn in Deblatha im Lande Emath in Fesseln, damit er nicht in Jerusalem regiere,

 

3 und der König führte ihn nach Ägypten und legte dem Land eine Abgabe auf: hundert Talente Silber und ein Talent Gold.

 

4 Und der Pharao Necho setzte Eljakim, den Sohn Josias, an Stelle seines Vaters Josia als König über Juda ein und änderte seinen Namen in Joakim; seinen Bruder Joachas aber nahm der Pharao Necho und brachte ihn nach Ägypten, und dort starb er.

 

4a Und das Silber und das Gold gaben sie dem Pharao; damals begann das Land, Abgaben zu entrichten, um das Silber nach dem Befehl des Pharao zu geben, und ein jeder forderte nach seinem Vermögen das Silber und das Gold vom Volk des Landes ein, um es dem Pharao Necho zu geben.

 

5 Fünfundzwanzig Jahre alt war Joakim, als er König wurde, und elf Jahre regierte er in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Zechora, die Tochter Nerias aus Rama. Und er tat das Böse vor dem Herrn, ganz wie seine Väter getan hatten.

 

5a In seinen Tagen kam Nebukadnezar, der König von Babylon, in das Land, und er diente ihm drei Jahre, dann fiel er von ihm ab.

 

5bUnd der Herr sandte gegen sie die Chaldäer und Räuberscharen der Syrer und Räuberscharen der Moabiter und der Söhne Ammons und Samarias, und sie fielen ab nach diesem Wort, gemäß dem Wort des Herrn durch die Hand seiner Knechte, der Propheten.

 

5c Doch der Zorn des Herrn lag auf Juda, um es von seinem Angesicht zu entfernen, wegen der Sünden Manasses in allem, was er getan hatte,

 

5d und wegen des unschuldigen Blutes, das Joakim vergossen und mit dem er Jerusalem angefüllt hatte; und der Herr wollte sie nicht gänzlich vertilgen.

 

6 Und Nebukadnezar, der König von Babylon, zog gegen ihn herauf und band ihn mit ehernen Fesseln und führte ihn nach Babylon.

 

7 Und einen Teil der Geräte des Hauses des Herrn brachte er nach Babylon und stellte sie in seinen Tempel in Babylon.

 

8 Und die übrigen Geschichten Joakims und alles, was er tat – siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und Joakim entschlief zu seinen Vätern und wurde in Ganoza bei seinen Vätern begraben, und Jechonias, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.

 

9 Achtzehn Jahre alt war Jechonias, als er König wurde, und drei Monate und zehn Tage regierte er in Jerusalem. Und er tat das Böse vor dem Herrn.

 

10 Und um die Jahreswende sandte der König Nebukadnezar hin und ließ ihn nach Babylon bringen samt den kostbaren Geräten des Hauses des Herrn, und er machte Sedekia, den Bruder seines Vaters, zum König über Juda und Jerusalem.

 

11 Einundzwanzig Jahre alt war Sedekia, als er König wurde, und elf Jahre regierte er in Jerusalem.

 

12 Und er tat das Böse vor dem Herrn, seinem Gott; er demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia und vor dem Mund des Herrn,

 

13 indem er das, was er dem König Nebukadnezar geschworen hatte , der ihn bei Gott hatte schwören lassen –, brach; und er verhärtete seinen Nacken und verstockte sein Herz, sodass er nicht zum Herrn, dem Gott Israels, umkehrte.

 

14 Und alle Vornehmen Judas und die Priester und das Volk des Landes häuften Treubruch auf Treubruch nach den Gräueln der Völker und verunreinigten das Haus des Herrn in Jerusalem.

 

15 Und der Herr, der Gott ihrer Väter, sandte durch die Hand der Propheten, frühmorgens und immer wieder seine Boten sendend, denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seinem Heiligtum.

 

16 Sie aber verhöhnten seine Boten und verachteten seine Worte und trieben Spott mit seinen Propheten, bis der Zorn des Herrn über sein Volk aufstieg, sodass keine Heilung mehr war.

 

17 Und er führte gegen sie den König der Chaldäer, und der tötete ihre jungen Männer mit dem Schwert im Hause seines Heiligtums, und er verschonte Sedekia nicht, und ihrer Jungfrauen erbarmten sie sich nicht, und ihre Ältesten führten sie fort; alles gab er in ihre Hände.

 

18 Und alle Geräte des Hauses Gottes, die großen und die kleinen, und die Schätze und alle Schätze des Königs und der Großen – alles brachte er nach Babylon.

 

19 Und er verbrannte das Haus des Herrn und riss die Mauer Jerusalems nieder und verbrannte ihre Paläste mit Feuer und jedes schöne Gerät zur Vernichtung.

 

20 Und die Übriggebliebenen führte er nach Babylon in die Verbannung, und sie waren ihm und seinen Söhnen Knechte bis zur Herrschaft der Meder,

 

21 damit das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias erfüllt würde, bis das Land seine Sabbate abgegolten hätte: alle Tage seiner Verwüstung hielt es Sabbat, bis siebzig Jahre voll waren.

 

22 Im ersten Jahr des Kyros, des Königs der Perser, nachdem das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias erfüllt war, erweckte der Herr den Geist des Kyros, des Königs der Perser, und er ließ in seinem ganzen Königreich schriftlich verkünden:

 

23 So spricht Kyros, der König der Perser: Alle Königreiche der Erde hat mir der Herr, der Gott des Himmels, gegeben, und er selbst hat mir geboten, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem in Judäa. Wer unter euch ist aus seinem ganzen Volk? Sein Gott sei mit ihm, und er ziehe hinauf.