3 Könige
Kapitel 1
1 Und der König David war alt und hochbetagt, und man deckte ihn mit Kleidern zu, aber er wurde nicht warm.
2 Da sprachen seine Knechte: Man suche unserem Herrn, dem König, eine junge Jungfrau, die vor dem König stehe und ihn wärme und bei ihm liege, damit unser Herr, der König, warm werde.
3 Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Israels und fanden Abisag, die Schunemiterin, und brachten sie zum König.
4 Und das Mädchen war überaus schön; und sie wärmte den König und diente ihm, aber der König erkannte sie nicht.
5 Adonia aber, der Sohn der Haggith, erhob sich und sprach: Ich will König werden! Und er verschaffte sich Wagen und Reiter und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
6 Und sein Vater hatte ihn nie zurechtgewiesen und gesagt: Warum hast du das getan? Er war auch von sehr schöner Gestalt, und sie hatte ihn nach Absalom geboren.
7 Und er hielt Rat mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit Abjathar, dem Priester, und sie halfen Adonia.
8 Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojadas, und Nathan, der Prophet, und Simei und Rei und die Helden Davids standen nicht zu Adonia.
9 Und Adonia opferte Schafe und Rinder und Lämmer bei dem Stein Soheleth, der neben der Quelle Rogel liegt, und lud alle seine Brüder ein und alle Mächtigen Judas, die Knechte des Königs.
10 Aber Nathan, den Propheten, und Benaja und die Helden und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht ein.
11 Da sprach Nathan zu Bathseba, der Mutter Salomos: Hast du nicht gehört, dass Adonia, der Sohn der Haggith, König geworden ist? Und unser Herr David weiß es nicht.
12 So komm nun, ich will dir einen Rat geben, dass du dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo rettest.
13 Auf, geh hinein zum König David und sprich zu ihm: Hast nicht du, mein Herr und König, deiner Magd geschworen und gesagt: Salomo, dein Sohn, soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen? Warum ist dann Adonia König geworden?
14 Und siehe, während du noch dort mit dem König redest, will ich nach dir hineinkommen und deine Worte bestätigen.
15 Und Bathseba ging hinein zum König in die Kammer; der König aber war sehr alt, und Abisag, die Schunemiterin, diente dem König.
16 Und Bathseba neigte sich und fiel vor dem König nieder. Und der König sprach: Was hast du?
17 Sie aber sprach: Mein Herr und König, du hast deiner Magd bei dem Herrn, deinem Gott, geschworen: Salomo, dein Sohn, soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen.
18 Und nun, siehe, Adonia ist König geworden, und du, mein Herr und König, weißt es nicht.
19 Und er hat Rinder und Lämmer und Schafe in Menge geopfert und alle Söhne des Königs eingeladen und Abjathar, den Priester, und Joab, den Heerobersten; aber Salomo, deinen Knecht, hat er nicht eingeladen.
20 Und du, mein Herr und König, die Augen ganz Israels sind auf dich gerichtet, dass du ihnen kundtust, wer nach ihm auf dem Thron meines Herrn, des Königs, sitzen soll.
21 Sonst wird es geschehen, wenn mein Herr, der König, sich zu seinen Vätern gelegt hat, dass ich und mein Sohn Salomo als Schuldige dastehen werden.
22 Und siehe, während sie noch mit dem König redete, kam Nathan, der Prophet.
23 Und man meldete dem König: Siehe, Nathan, der Prophet! Und er trat vor den König und fiel vor dem König auf sein Angesicht zur Erde nieder.
24 Und Nathan sprach: Mein Herr und König, hast du gesagt: Adonia soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen?
25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat Rinder und Lämmer und Schafe in Menge geopfert und alle Söhne des Königs eingeladen und die Heerobersten und Abjathar, den Priester; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und haben gesagt: Es lebe der König Adonia!
26 Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und Salomo, deinen Knecht, hat er nicht eingeladen.
27 Ist diese Sache von meinem Herrn, dem König, ausgegangen, und hast du deinen Knecht nicht wissen lassen, wer nach ihm auf dem Thron meines Herrn, des Königs, sitzen soll?
28 Da antwortete David und sprach: Ruft mir Bathseba! Und sie kam hinein vor den König und trat vor ihn.
29 Und der König schwor und sprach: So wahr der Herr lebt, der meine Seele aus aller Not erlöst hat:
30 Wie ich dir bei dem Herrn, dem Gott Israels, geschworen und gesagt habe: Salomo, dein Sohn, soll nach mir König sein, und er soll an meiner Statt auf meinem Thron sitzen — so will ich es an diesem Tag tun.
31 Da neigte sich Bathseba mit dem Angesicht zur Erde und fiel vor dem König nieder und sprach: Es lebe mein Herr, der König David, ewiglich!
32 Und der König David sprach: Ruft mir Zadok, den Priester, und Nathan, den Propheten, und Benaja, den Sohn Jojadas! Und sie kamen hinein vor den König.
33 Und der König sprach zu ihnen: Nehmt die Knechte eures Herrn mit euch und setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab nach Gihon.
34 Und dort sollen ihn Zadok, der Priester, und Nathan, der Prophet, zum König über Israel salben; und blast das Horn und sprecht: Es lebe der König Salomo!
35 Und er soll auf meinem Thron sitzen, und er soll an meiner Statt König sein; denn ich habe geboten, dass er Fürst über Israel und Juda sei.
36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sprach: So sei es! So bestätige es der Herr, der Gott meines Herrn, des Königs.
37 Wie der Herr mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so sei er mit Salomo, und er mache seinen Thron größer als den Thron meines Herrn, des Königs David.
38 Und Zadok, der Priester, und Nathan, der Prophet, und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Krether und Plether zogen hinab und setzten Salomo auf das Maultier des Königs David und führten ihn nach Gihon.
39 Und Zadok, der Priester, nahm das Horn mit dem Öl aus dem Zelt und salbte Salomo, und man blies das Horn, und alles Volk sprach: Es lebe der König Salomo!
40 Und alles Volk zog hinter ihm hinauf, und sie tanzten in Reigen und freuten sich mit großer Freude, und die Erde erbebte von ihrem Schall.
41 Und Adonia hörte es und alle seine Geladenen, als sie eben das Mahl beendet hatten; und Joab hörte den Schall des Horns und sprach: Was ist das für ein Lärm in der tosenden Stadt?
42 Während er noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn Abjathars, des Priesters. Und Adonia sprach: Komm herein, denn du bist ein tüchtiger Mann und bringst gute Botschaft.
43 Da antwortete Jonathan und sprach: Ja, fürwahr, unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht.
44 Und der König hat mit ihm Zadok, den Priester, gesandt und Nathan, den Propheten, und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Krether und Plether, und sie haben ihn auf das Maultier des Königs gesetzt.
45 Und Zadok, der Priester, und Nathan, der Prophet, haben ihn in Gihon zum König gesalbt, und sie sind von dort mit Freuden heraufgezogen, und die Stadt ist in Bewegung; das ist der Lärm, den ihr gehört habt.
46 Und Salomo setzte sich auf den Thron des Königreichs,
47und die Knechte des Königs kamen herein, um unseren Herrn, den König David, zu segnen, indem sie sprachen: Gott mache den Namen deines Sohnes Salomo herrlicher als deinen Namen und mache seinen Thron größer als deinen Thron. Und der König neigte sich anbetend auf seinem Lager,
48 und so sprach der König: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der heute einen aus meinem Samen gegeben hat, der auf meinem Thron sitzt, und meine Augen sehen es.
49 Da erschraken alle Geladenen Adonias und standen auf, und jeder ging seines Weges.
50 Adonia aber fürchtete sich vor Salomo, stand auf, ging hin und ergriff die Hörner des Altars.
51 Und es wurde Salomo berichtet: Siehe, Adonia fürchtet den König Salomo und hält die Hörner des Altars fest und spricht: Der König Salomo schwöre mir heute, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwert töten wird.
52 Und Salomo sprach: Wenn er sich als ein rechtschaffener Mann erweist, so soll keines seiner Haare zur Erde fallen; wird aber Bosheit an ihm gefunden, so soll er getötet werden.
53 Und der König Salomo sandte hin, und man holte ihn vom Altar herab. Und er kam und warf sich vor dem König Salomo nieder, und Salomo sprach zu ihm: Geh in dein Haus.
Kapitel 2
1 Und die Tage Davids nahten, dass er sterben sollte, und er gebot seinem Sohn Salomo und sprach:
2 Ich gehe den Weg aller Welt; so sei stark und werde ein Mann,
3 und bewahre die Anordnung des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und seine Gebote und Satzungen und Rechte hältst, die im Gesetz des Mose geschrieben sind, damit du verständig seiest in allem, was du tust, in allem, was ich dir gebiete,
4 damit der Herr sein Wort aufrichte, das er geredet hat, indem er sprach: Wenn deine Söhne ihren Weg bewahren, dass sie vor mir wandeln in Wahrheit, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, — so sprach er —, dann soll dir nicht ein Mann ausgerottet werden vom Thron Israels.
5 Und du weißt auch, was mir Joab, der Sohn der Zeruja, getan hat, was er den zwei Heerobersten Israels getan hat, dem Abner, dem Sohn Ners, und dem Amasa, dem Sohn Jethers: er tötete sie und vergoss Kriegsblut im Frieden und brachte unschuldiges Blut an seinen Gürtel, der um seine Lenden war, und an seinen Schuh, der an seinem Fuß war.
6 So handle nach deiner Weisheit und lass sein graues Haar nicht in Frieden in den Hades hinabfahren.
7 Aber den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Barmherzigkeit erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tisch essen, denn so sind sie zu mir gekommen, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.
8 Und siehe, bei dir ist Schimi, der Sohn Geras, der Sohn des Jeminiters aus Bahurim; und er hat mir einen schmerzlichen Fluch geflucht an dem Tag, da ich nach Mahanaim ging, und er kam mir entgegen herab an den Jordan, und ich schwor ihm bei dem Herrn und sprach: Ich werde dich nicht mit dem Schwert töten.
9 Du aber lass ihn nicht ungestraft, denn du bist ein weiser Mann und wirst wissen, was du ihm tun sollst, und du sollst sein graues Haar mit Blut in den Hades hinabfahren lassen.
10 Und David entschlief mit seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids.
11 Und die Tage, die David über Israel König war, waren vierzig Jahre: in Hebron regierte er sieben Jahre und in Jerusalem dreiunddreißig Jahre.
12 Und Salomo setzte sich auf den Thron seines Vaters David, ein Sohn von zwölf Jahren, und sein Königtum wurde sehr fest gegründet.
13 Und Adonija, der Sohn der Haggith, kam zu Bathseba, der Mutter Salomos, und beugte sich vor ihr nieder. Sie aber sprach: Kommst du in Frieden? Und er sprach: In Frieden.
14 Ich habe ein Wort an dich. Und sie sprach zu ihm: Rede.
15 Und er sprach zu ihr: Du weißt, dass das Königtum mein war und ganz Israel sein Angesicht auf mich gerichtet hatte, dass ich König würde; doch das Königtum hat sich gewandt und ist meinem Bruder zugefallen, denn vom Herrn ist es ihm geworden.
16 Und nun bitte ich eine Bitte von dir; wende dein Angesicht nicht ab. Und Bathseba sprach zu ihm: Rede.
17 Und er sprach zu ihr: Sprich doch zu König Salomo, denn er wird sein Angesicht nicht von dir abwenden, dass er mir Abisag, die Schunemiterin, zur Frau gebe.
18 Und Bathseba sprach: Gut, ich will für dich mit dem König reden.
19 Und Bathseba ging zu König Salomo hinein, um mit ihm über Adonija zu reden. Und der König stand auf, ihr entgegen, und küsste sie und setzte sich auf seinen Thron, und es wurde ein Thron für die Mutter des Königs hingestellt, und sie setzte sich zu seiner Rechten.
20 Und sie sprach zu ihm: Eine kleine Bitte bitte ich von dir; wende dein Angesicht nicht ab. Und der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, denn ich werde dich nicht abweisen.
21 Und sie sprach: Es werde doch Abisag, die Schunemiterin, deinem Bruder Adonija zur Frau gegeben.
22 Und König Salomo antwortete und sprach zu seiner Mutter: Und warum erbittest du Abisag für Adonija? Erbitte für ihn doch auch das Königtum, denn er ist mein Bruder, der älter ist als ich, und mit ihm ist Abjathar, der Priester, und mit ihm Joab, der Sohn der Zeruja, der Heeroberste, als Gefährte.
23 Und König Salomo schwor bei dem Herrn und sprach: Dies tue mir Gott und dies füge er hinzu: gegen sein eigenes Leben hat Adonija dieses Wort geredet.
24 Und nun, so wahr der Herr lebt, der mich bereitet und mich auf den Thron meines Vaters David gesetzt und mir ein Haus gemacht hat, wie der Herr geredet hat: heute soll Adonija getötet werden.
25 Und König Salomo sandte hin durch die Hand Benajas, des Sohnes Jojadas, und der erschlug ihn, und Adonija starb an jenem Tag.
26 Und zu Abjathar, dem Priester, sprach der König: Geh weg nach Anathoth auf deinen Acker, denn du bist ein Mann des Todes an diesem Tag; doch ich will dich nicht töten, weil du die Lade des Bundes des Herrn vor meinem Vater getragen hast und weil du in allem gelitten hast, worin mein Vater gelitten hat.
27 Und Salomo stieß Abjathar aus, dass er nicht mehr Priester des Herrn sei, damit das Wort des Herrn erfüllt würde, das er über das Haus Elis in Silo geredet hatte.
28 Und die Kunde kam bis zu Joab, dem Sohn der Zeruja (denn Joab hatte sich Adonija zugeneigt, Salomo aber hatte er sich nicht zugeneigt), und Joab floh in das Zelt des Herrn und fasste die Hörner des Altars.
29 Und es wurde Salomo berichtet: Joab ist in das Zelt des Herrn geflohen, und siehe, er hält die Hörner des Altars fest. Und Salomo sandte zu Joab und sprach: Was ist dir geschehen, dass du zum Altar geflohen bist? Und Joab sprach: Weil ich mich vor deinem Angesicht fürchtete, floh ich zum Herrn. Und König Salomo sandte Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Geh hin und erschlage ihn und begrabe ihn.
30 Und Benaja, der Sohn Jojadas, kam zu Joab in das Zelt des Herrn und sprach zu ihm: So spricht der König: Komm heraus! Und Joab sprach: Ich gehe nicht hinaus, denn hier will ich sterben. Und Benaja, der Sohn Jojadas, kehrte zurück und sprach zum König: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet.
31 Und der König sprach zu ihm: Geh hin und tu ihm, wie er gesagt hat, und erschlage ihn und begrabe ihn, und du sollst heute das Blut, das Joab ohne Ursache vergossen hat, von mir und vom Haus meines Vaters wegnehmen.
32 Und der Herr hat das Blut seines Unrechts auf sein Haupt zurückgebracht, weil er den zwei Männern begegnet ist, die gerechter und besser waren als er, und sie mit dem Schwert getötet hat, und mein Vater David wusste nichts von ihrem Blut: Abner, den Sohn Ners, den Heerobersten Israels, und Amasa, den Sohn Jethers, den Heerobersten Judas.
33 Und ihr Blut ist auf sein Haupt zurückgekehrt und auf das Haupt seines Samens in Ewigkeit; David aber und seinem Samen und seinem Haus und seinem Thron sei Friede in Ewigkeit von dem Herrn.
34 Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hin zu Joab und tötete ihn und begrub ihn in seinem Haus in der Wüste.
35 Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Stelle über das Heer; und das Königtum wurde in Jerusalem fest gegründet; und Zadok, den Priester, setzte der König als ersten Priester an die Stelle Abjathars.
35a Und der Herr gab Salomo Einsicht und sehr viel Weisheit und Weite des Herzens wie der Sand am Meer,
35b und die Einsicht Salomos wurde sehr groß, größer als die Einsicht aller Söhne der Vorzeit und größer als alle Weisen Ägyptens.
35c Und er nahm die Tochter des Pharao und führte sie in die Stadt Davids, bis er sein Haus vollendet hätte und das Haus des Herrn zuerst und die Mauer Jerusalems ringsum. In sieben Jahren baute er ihn und vollendete ihn.
35d Und Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer im Gebirge. 35e Und Salomo machte das Meer und die Gestelle und die großen Becken und die Säulen und den Brunnen des Hofes und das eherne Meer.
35f Und er baute die Burg und ihre Zinnen und durchbrach die Stadt Davids; so zog die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids hinauf in ihr Haus, das er ihr gebaut hatte; damals baute er die Burg.
35g Und Salomo brachte dreimal im Jahr Brandopfer und Friedensopfer dar auf dem Altar, den er dem Herrn gebaut hatte, und räucherte vor dem Herrn. Und er vollendete das Haus.
35h Und dies sind die Obersten, die über die Arbeiten Salomos gesetzt waren: dreitausendsechshundert Aufseher über das Volk, das die Arbeiten verrichtete.
35i Und er baute Assur und Magdo und Gazer und das obere Baithoron und Baalath.
35k Doch erst nachdem er das Haus des Herrn und die Mauer Jerusalems ringsum gebaut hatte, danach baute er diese Städte.
35l Und als David noch lebte, gebot er Salomo und sprach: Siehe, bei dir ist Semei, der Sohn Geras, ein Sohn vom Samen des Jemini, aus Hebron;
35m dieser hat mich mit einem schmerzlichen Fluch verflucht an dem Tag, als ich nach Mahanaim ging,
35n und er kam herab, mir entgegen, an den Jordan, und ich schwor ihm bei dem Herrn und sprach: Er soll nicht durch das Schwert getötet werden.
35o Und nun lass ihn nicht ungestraft, denn du bist ein kluger Mann und wirst wissen, was du ihm tun sollst, und du wirst sein graues Haar mit Blut in den Hades hinabbringen.
36 Und der König rief Semei und sprach zu ihm: Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort, und du sollst von dort nirgendwohin hinausgehen;
37 und es wird geschehen: an dem Tag, da du hinausgehst und den Bach Kidron überschreitest, sollst du gewiss wissen, dass du des Todes sterben wirst; dein Blut wird auf deinem Haupt sein. Und der König ließ ihn an jenem Tag schwören.
38 Und Semei sprach zum König: Gut ist das Wort, das du geredet hast, mein Herr und König; so wird dein Knecht tun. Und Semei wohnte in Jerusalem drei Jahre.
39 Und es geschah nach drei Jahren, da entliefen zwei Knechte Semeis zu Anchus, dem Sohn Maachas, dem König von Geth, und es wurde Semei berichtet: Siehe, deine Knechte sind in Geth.
40 Und Semei machte sich auf und sattelte seinen Esel und ging nach Geth zu Anchus, um seine Knechte zu suchen, und Semei ging hin und brachte seine Knechte aus Geth zurück.
41 Und es wurde Salomo berichtet: Semei ist aus Jerusalem nach Geth gegangen und hat seine Knechte zurückgeholt.
42 Und der König sandte hin und rief Semei und sprach zu ihm: Habe ich dich nicht bei dem Herrn schwören lassen und dich verwarnt und gesagt: An dem Tag, da du aus Jerusalem hinausgehst und nach rechts oder nach links gehst, sollst du gewiss wissen, dass du des Todes sterben wirst?
43 Warum hast du denn den Schwur des Herrn nicht gehalten und das Gebot, das ich dir auferlegt habe?
44 Und der König sprach zu Semei: Du kennst all deine Bosheit, die dein Herz weiß, was du David, meinem Vater, angetan hast; und der Herr hat deine Bosheit auf dein Haupt zurückvergolten.
45 Der König Salomo aber sei gesegnet, und der Thron Davids wird vor dem Herrn feststehen in Ewigkeit.
46 Und der König Salomo gebot Banaia, dem Sohn Jodaes, und er ging hinaus und erschlug ihn, und er starb.
46a Und der König Salomo war überaus klug und weise, und Juda und Israel waren sehr zahlreich, wie der Sand am Meer an Menge, und sie aßen und tranken und waren fröhlich.
46b Und Salomo herrschte über alle Königreiche, und sie brachten Geschenke dar und dienten Salomo alle Tage seines Lebens.
46c Und Salomo begann, die Machtbereiche des Libanon zu erschließen,
46d und er selbst baute Thermai in der Wüste.
46e Und dies war die Speise Salomos: dreißig Kor Feinmehl und sechzig Kor gestampftes Mehl, zehn ausgewählte Kälber und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, außer Hirschen und Gazellen und ausgewählten gemästeten Vögeln.
46f Denn er herrschte über alles jenseits des Stromes, von Raphi bis Gaza, über alle Könige jenseits des Stromes;
46g und er hatte Frieden von allen seinen Seiten ringsum, und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und aßen und tranken, von Dan bis Bersabee, alle Tage Salomos.
46h Und dies sind die Obersten Salomos: Azarion, der Sohn Sadoks, des Priesters, und Orniu, der Sohn Nathans, Oberster der Vorsteher, und Edram über sein Haus, und Suba, der Schreiber, und Basa, der Sohn Achithalams, der Kanzler, und Abi, der Sohn Joabs, der Heeroberste, und Achire, der Sohn Edrais, über die Lasten, und Banaia, der Sohn Jodaes, über den Hof und über die Ziegelei, und Zachur, der Sohn Nathans, der Ratgeber.
46i Und Salomo hatte vierzigtausend Zuchtstuten für Wagen und zwölftausend Reiter.
46j Und er herrschte über alle Könige vom Strom an bis zum Land der Fremdstämmigen und bis zu den Grenzen Ägyptens.
46k Salomo, der Sohn Davids, war König über Israel und Juda in Jerusalem.
Kapitel 3
2 Nur opferte das Volk auf den Höhen, weil dem Namen des Herrn bis dahin noch kein Haus gebaut worden war.
3 Und Salomo liebte den Herrn, sodass er in den Satzungen seines Vaters David wandelte; nur opferte und räucherte er auf den Höhen.
4 Und er machte sich auf und ging nach Gabaon, um dort zu opfern, denn diese war die höchste und größte; tausend Brandopfer brachte Salomo auf dem Altar in Gabaon dar.
5 Und der Herr erschien Salomo im Schlaf in der Nacht, und der Herr sprach zu Salomo: Erbitte dir eine Bitte.
6 Und Salomo sprach: Du hast an deinem Knecht David, meinem Vater, große Barmherzigkeit getan, wie er vor dir gewandelt ist in Wahrheit und in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens mit dir, und du hast ihm diese große Barmherzigkeit bewahrt, dass du seinen Sohn auf seinen Thron gesetzt hast, wie es an diesem Tag ist.
7 Und nun, Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht an die Stelle Davids, meines Vaters, gesetzt, und ich bin ein kleiner Knabe und weiß nicht meinen Ausgang und meinen Eingang,
8 dein Knecht aber ist mitten unter deinem Volk, das du erwählt hast, einem großen Volk, das nicht zu zählen ist.
9 So gib deinem Knecht ein Herz, zu hören und dein Volk in Gerechtigkeit zu richten, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden; denn wer könnte dieses gewichtige Volk, dein Volk, richten?
10 Und es gefiel dem Herrn, dass Salomo um dieses Wort gebeten hatte.
11 Und der Herr sprach zu ihm: Weil du dieses Wort von mir erbeten hast und nicht viele Tage für dich erbeten hast und nicht Reichtum erbeten hast noch das Leben deiner Feinde erbeten hast, sondern dir Einsicht erbeten hast, um Recht zu hören,
12 siehe, so habe ich nach deinem Wort getan; siehe, ich habe dir ein verständiges und weises Herz gegeben, wie du keiner vor dir gewesen ist, und nach dir wird keiner aufstehen, der dir gleicht.
13 Und was du nicht erbeten hast, habe ich dir gegeben, sowohl Reichtum als auch Ehre, wie kein Mann dir gleich gewesen ist unter den Königen.
14 Und wenn du auf meinem Weg wandelst und meine Gebote und meine Satzungen hältst, wie dein Vater David gewandelt ist, so werde ich deine Tage mehren.
15 Und Salomo erwachte, und siehe, es war ein Traum. Und er stand auf und kam nach Jerusalem und trat vor den Altar, der vor der Lade des Bundes des Herrn in Zion stand, und brachte Brandopfer dar und bereitete Friedensopfer und machte ein großes Gastmahl für sich und alle seine Diener.
16 Damals erschienen zwei Frauen, Dirnen, vor dem König und traten vor ihn.
17 Und die eine Frau sprach: Bitte, Herr! Ich und diese Frau wohnen in einem Haus, und wir haben in dem Haus geboren.
18 Und es geschah am dritten Tag, nachdem ich geboren hatte, da gebar auch diese Frau; und wir waren beieinander, und niemand war bei uns außer uns beiden in dem Haus.
19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht, weil sie sich auf ihn gelegt hatte.
20 Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn aus meinen Armen und legte ihn an ihren Busen, und ihren toten Sohn legte sie an meinen Busen.
21 Und ich stand am Morgen auf, um meinen Sohn zu stillen, und siehe, er war tot; und siehe, als ich ihn am Morgen genau betrachtete, siehe, da war es nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
22 Und die andere Frau sprach: Nein, sondern mein Sohn ist der lebende, und dein Sohn ist der tote. Und so redeten sie vor dem König.
23 Und der König sprach zu ihnen: Du sagst: Dieser, der lebende, ist mein Sohn, und der Sohn dieser ist der tote; und du sagst: Nein, sondern mein Sohn ist der lebende, und dein Sohn ist der tote.
24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und man brachte das Schwert vor den König.
25 Und der König sprach: Zerteilt das lebende Kind, das gestillt wird, in zwei Teile und gebt die eine Hälfte dieser und die andere Hälfte jener.
26 Und die Frau, deren Sohn der lebende war, antwortete und sprach zu dem König — denn ihr Innerstes wurde erregt über ihren Sohn — und sagte: Bitte, Herr, gebt ihr das Kind, aber tötet es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mir noch ihr soll es gehören; zerteilt es!
27 Und der König antwortete und sprach: Gebt das Kind der, die gesagt hat: Gebt es ihr, aber tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter.
28 Und ganz Israel hörte dieses Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten sich vor dem Angesicht des Königs, denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, Recht zu üben.
Kapitel 4
1 Und der König Salomo war König über Israel.
2 Und dies sind die Obersten, die er hatte: Asarja, der Sohn Zadoks,
3 und Eliareph und Ahija, der Sohn Sabas, Schreiber, und Josaphat, der Sohn Ahiluds, Kanzler,
4 und Zadok und Abjathar, Priester,
5 und Ornia, der Sohn Nathans, über die Amtleute, und Sabuth, der Sohn Nathans, Freund des Königs,
6 und Ahiel, Hausverwalter, und Eliab, der Sohn Saphs, über das Vaterhaus, und Adoniram, der Sohn Ephras, über die Abgaben.
7 Und Salomo hatte zwölf Amtleute über ganz Israel, um den König und sein Haus zu versorgen; einen Monat im Jahr traf es jeden einzelnen, zu versorgen.
8 Und dies sind ihre Namen: Benor auf dem Gebirge Ephraim, einer;
9 der Sohn Rechabs in Machemas und Bethalamin und Baithsamys und Ailon bis Baithanan, einer;
10 der Sohn Esoths in Berbethnema, Lusamencha und Resphara;
11 Chinanadab und Anaphathi, ein Mann von Tableth — eine Tochter Salomos hatte er zur Frau —, einer;
12 Bakcha, der Sohn Ahiluds, Thaanach und Mekedo und das ganze Haus San, das bei Sesathan unterhalb des Esrae liegt, und von Baisaphud, Ebelmaola bis Maeber Lukam, einer;
13 der Sohn Gabers in Remath Gilead; ihm gehörte das Gebiet Eregaba, das in Basan liegt, sechzig große, ummauerte Städte mit ehernen Riegeln, einer;
14 Achinadab, der Sohn Achels, in Maanain, einer;
15 Achimaas in Naphthali; und dieser nahm Basemmath, die Tochter Salomos, zur Frau, einer;
16 Baana, der Sohn Chusis, in Maalath, einer;
17 Samaa, der Sohn Elas, in Benjamin;
18 Gaber, der Sohn Adais, im Lande Gad, dem Lande Sihons, des Königs von Hesbon, und Ogs, des Königs von Basan; und ein Vogt im Lande Juda;
19 Josaphat, der Sohn Phuasuds, in Issachar.
Kapitel 5
1 Und die eingesetzten Verwalter versorgten so den König Salomo und lieferten alles Aufgetragene für den Tisch des Königs, ein jeder in seinem Monat; sie wichen von keinem Wort ab. Und die Gerste und das Stroh für die Pferde und die Wagen brachten sie an den Ort, wo der König sich befand, ein jeder nach seiner Anordnung.
2 Und dies war der Bedarf Salomos an einem Tag: dreißig Kor Feinmehl und sechzig Kor gestampftes Mehl
3 und zehn ausgewählte Kälber und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, außer Hirschen und Gazellen und ausgewählten, gemästeten Vögeln.
4 Denn er war Herrscher jenseits des Stromes, und er hatte Frieden von allen Seiten ringsum.
9 Und der Herr gab Salomo Einsicht und sehr viel Weisheit und Weite des Herzens wie der Sand am Meer,
10 und Salomo wurde überaus groß, über die Einsicht aller Menschen der Vorzeit und über alle Weisen Ägyptens,
11 und er war weiser als alle Menschen, und er war weiser als Gaithan, der Esraïter, und Aiman und Chalkal und Darda, die Söhne Mals.
12 Und Salomo sprach dreitausend Gleichnisse, und seiner Lieder waren fünftausend.
13 Und er redete über die Bäume, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Mauer hervorwächst, und er redete über das Vieh und über die Vögel und über die Kriechtiere und über die Fische.
14 Und alle Völker kamen, um die Weisheit Salomos zu hören, und er empfing Geschenke von allen Königen der Erde, die von seiner Weisheit hörten.
14a Und Salomo nahm die Tochter des Pharao sich zur Frau und führte sie in die Stadt Davids, bis er das Haus des Herrn und sein eigenes Haus und die Mauer Jerusalems vollendet hatte.
14b Damals zog der Pharao, der König Ägyptens, herauf und nahm Gaser ein und verbrannte es samt dem Kanaaniter, der in Mergab wohnte, und der Pharao gab sie als Mitgift seiner Tochter, der Frau Salomos, und Salomo baute Gaser wieder auf.
15 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Knechte, um Salomo an Stelle seines Vaters David zu salben, denn Hiram liebte David alle Tage.
16 Und Salomo sandte zu Hiram und ließ sagen:
17 Du weißt von meinem Vater David, dass er dem Namen des Herrn, meines Gottes, kein Haus bauen konnte wegen der Kriege, die ihn umgaben, bis der Herr sie unter die Sohlen seiner Füße gab.
18 Und nun hat der Herr, mein Gott, mir ringsum Ruhe verschafft; es gibt keinen Widersacher und kein böses Widerfahrnis.
19 Und siehe, ich gedenke, dem Namen des Herrn, meines Gottes, ein Haus zu bauen, wie der Herr, Gott, zu meinem Vater David gesprochen hat: Dein Sohn, den ich an deiner Stelle auf deinen Thron setzen werde, der soll das Haus meinem Namen bauen.
20 Und nun befiehl, dass man mir Hölzer vom Libanon schlage, und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein; und den Lohn deiner Dienste werde ich dir geben, ganz wie du es sagst, denn du weißt, dass es bei uns niemanden gibt, der Holz zu schlagen versteht wie die Sidonier.
21 Und es geschah, als Hiram die Worte Salomos hörte, freute er sich sehr und sprach: Gepriesen sei Gott heute, der David einen weisen Sohn über dieses große Volk gegeben hat.
22 Und er sandte zu Salomo und ließ sagen: Ich habe alles gehört, was du mir hast ausrichten lassen; ich werde all dein Begehren erfüllen, Zedern- und Fichtenholz.
23 Meine Knechte werden es vom Libanon zum Meer hinabbringen; ich werde es als Flöße bis zu dem Ort bringen, den du mir mitteilst, und dort werde ich es auseinanderlegen, und du wirst es aufnehmen; und du wirst mein Begehren erfüllen, indem du meinem Haus Brot gibst.
24 Und Hiram gab Salomo Zedern und alles, was er begehrte.
25 Und Salomo gab Hiram zwanzigtausend Kor Weizen und Machir für sein Haus und zwanzigtausend Bath gestoßenen Öls; das gab Salomo dem Hiram Jahr für Jahr.
26 Und der Herr gab Salomo Weisheit, wie er ihm zugesagt hatte; und es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie schlossen einen Bund miteinander.
27 Und der König erhob eine Fron aus ganz Israel, und die Fron betrug dreißigtausend Mann.
28 Und er sandte sie auf den Libanon, zehntausend in einem Monat, in Ablösung: einen Monat waren sie auf dem Libanon und zwei Monate in ihrem Haus; und Adoniram stand über der Fron.
29 Und Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer im Gebirge,
30 ohne die Obersten, die über die Arbeiten Salomos eingesetzt waren, dreitausendsechshundert Aufseher, die die Arbeiten leiteten.
32Und sie bereiteten die Steine und die Hölzer drei Jahre lang.
Kapitel 6
1 Und es geschah im vierhundertvierzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israels aus Ägypten, im vierten Jahr, im zweiten Monat, als der König Salomo über Israel herrschte,
1a da gebot der König, und sie brachen große, kostbare Steine für das Fundament des Hauses und unbehauene Steine; 1bund die Söhne Salomos und die Söhne Hirams behauten sie und legten sie.
1c Im vierten Jahr legte er den Grund des Hauses des Herrn, im Monat Niso, dem zweiten Monat;
1d im elften Jahr, im Monat Baal (das ist der achte Monat), wurde das Haus vollendet nach all seiner Weise und nach all seiner Ordnung.
2 Und das Haus, das der König Salomo dem Herrn baute: vierzig Ellen seine Länge und zwanzig Ellen seine Breite und fünfundzwanzig Ellen seine Höhe.
3 Und die Vorhalle vor dem Tempel: zwanzig Ellen ihre Länge entsprechend der Breite des Hauses, und zehn Ellen ihre Breite vor dem Haus. Und er baute das Haus und vollendete es.
4 Und er machte für das Haus vergitterte, verborgene Fenster.
5 Und er setzte an die Wand des Hauses Anbauten ringsum, um den Tempel und den Dabir, und machte Seitengemächer ringsum.
6 Das untere Seitengemach: fünf Ellen seine Breite, und das mittlere sechs, und das dritte sieben Ellen seine Breite; denn er ließ einen Absatz am Haus ringsum außen am Haus, damit sie nicht in die Wände des Hauses eingriffen.
7 Und das Haus wurde, als es gebaut wurde, aus unbearbeiteten Bruchsteinen gebaut, und Hammer und Beil und jedes eiserne Werkzeug wurde im Haus nicht gehört, während es gebaut wurde.
8 Und das Tor des unteren Seitengemachs war unter der rechten Schulter des Hauses, und ein gewundener Aufgang führte in das mittlere und vom mittleren in die dritten Stockwerke.
9 Und er baute das Haus und vollendete es; und er täfelte das Haus mit Zedern.
10 Und er baute die Verbindungsbalken durch das ganze Haus, fünf Ellen seine Höhe, und er befestigte den Verband mit Zedernhölzern.
15 Und er baute die Wände des Hauses mit Zedernhölzern vom Boden des Hauses bis zu den Balken und bis zu den Wänden; er täfelte sie zusammenhängend mit Hölzern von innen und bekleidete das Innere des Hauses mit Brettern von Fichtenholz.
16 Und er baute die zwanzig Ellen vom Ende des Hauses her, die eine Wand vom Boden bis zu den Balken, und er machte es vom Dabir aus zum Allerheiligsten.
17 Und vierzig Ellen maß der Tempel vor
19 dem Dabir, mitten im Haus, im Innern, um dort die Lade des Bundes des Herrn hinzustellen.
20 Zwanzig Ellen Länge und zwanzig Ellen Breite und zwanzig Ellen seine Höhe, und er überzog ihn mit gediegenem Gold. Und er machte einen Altar
21 vor dem Dabir und überzog ihn mit Gold.
22 Und das ganze Haus überzog er mit Gold bis zur Vollendung des ganzen Hauses.
23 Und er machte im Dabir zwei Cherubim, zehn Ellen an abgemessener Größe.
24 Und fünf Ellen maß der Flügel des einen Cherubs, und fünf Ellen sein zweiter Flügel, zehn Ellen von der Spitze seines einen Flügels bis zur Spitze seines anderen Flügels;
25 ebenso beim zweiten Cherub, nach einem Maß, eine Ausführung für beide.
26 Und die Höhe des einen Cherubs: zehn Ellen, und ebenso der zweite Cherub.
27 Und beide Cherubim standen mitten im innersten Haus; und sie breiteten ihre Flügel aus, und der eine Flügel berührte die Wand, und der andere Flügel berührte die zweite Wand, und ihre Flügel, die in der Mitte des Hauses waren, berührten sich Flügel an Flügel.
28 Und er überzog die Cherubim mit Gold.
29 Und an alle Wände des Hauses ringsum ließ er mit dem Griffel eingeschnitzte Cherubim einritzen, und Palmen innen und außen.
30 Und den Boden des Hauses überzog er mit Gold, den des innersten und den des äußersten Raums.
31 Und für den Eingang des Dabir machte er Türen aus Wacholderholz und fünffache Pfosten
32 und zwei Türen aus Fichtenholz, und auf ihnen eingeschnitzte Cherubim und Palmen und ausgebreitete Blätter; und er überzog sie mit Gold, und das Gold zog sich herab über die Cherubim und über die Palmen.
33 Und ebenso machte er es für das Tor des Tempels: Pfosten aus Wacholderholz, vierfache Vorhallen.
34 Und an beiden Türen war Fichtenholz; zwei Flügel hatte die eine Tür samt ihren Angeln, und zwei Flügel die zweite Tür, drehbar;
35 eingeschnitzte Cherubim und Palmen und ausgebreitete Blätter, überzogen mit Gold, das über das Reliefwerk herabgezogen war.
36 Und er baute den innersten Vorhof: drei Reihen unbehauener Steine und eine Reihe bearbeiteten Zedernholzes ringsum.
36a Und er machte den Vorhang des Vorhofs der Vorhalle des Hauses, die vor dem Tempel lag.
Kapitel 7
1 Und der König Salomo sandte hin und ließ Hiram aus Tyrus holen,
2 den Sohn einer Witwe, und dieser war aus dem Stamm Naphtali, und sein Vater war ein Mann aus Tyrus, ein Erzschmied, erfüllt mit Kunstfertigkeit, Verstand und Kenntnis, um jedes Werk in Erz zu vollbringen; und er wurde zum König Salomo gebracht und führte alle Werke aus.
3 Und er goss die zwei Säulen für die Vorhalle des Hauses: achtzehn Ellen die Höhe der Säule, und ein Umfang von vierzehn Ellen umgab sie, und die Dicke der Säule betrug vier Finger, hohl gegossen; und ebenso war die zweite Säule.
4 Und er machte zwei Kapitelle, um sie auf die Häupter der Säulen zu setzen, gegossen aus Erz: fünf Ellen die Höhe des einen Kapitells und fünf Ellen die Höhe des zweiten Kapitells.
5 Und er machte zwei Netze, um das Kapitell der Säulen zu bedecken, ein Netz für das eine Kapitell und ein Netz für das zweite Kapitell.
6 Und Hängewerk: zwei Reihen eherner Granatäpfel, in die Netze eingeflochten, Hängewerk, Reihe über Reihe; und ebenso machte er es für das zweite Kapitell.
7 Und er richtete die Säulen der Vorhalle des Tempels auf; und er richtete die eine Säule auf und nannte ihren Namen Jachum; und er richtete die zweite Säule auf und nannte ihren Namen Baaz.
8 Und auf den Häuptern der Säulen war Lilienwerk, der Vorhalle entsprechend, von vier Ellen.
9 Und ein Gebälk lag auf beiden Säulen, und oberhalb der Seiten war das Gebälk als Aufsatz in seiner Dicke.
10 Und er machte das Meer, zehn Ellen von seinem Rand bis zu seinem Rand, ringsum rund; fünf Ellen seine Höhe, und eine Schnur von dreiunddreißig Ellen umspannte es.
11 Und Stützen unterhalb seines Randes umgaben es ringsum, zehn auf die Elle, das Meer ringsum umgebend.
12 Und sein Rand war wie das Werk eines Becherrandes, wie eine Lilienblüte, und seine Dicke war eine Handbreit.
13 Und zwölf Rinder standen unter dem Meer: drei blickten nach Norden, drei blickten zum Meer hin, drei blickten nach Süden und drei blickten nach Osten, und alle ihre Hinterteile waren dem Hause zugekehrt, und das Meer ruhte oben auf ihnen.
14 Und er machte zehn eherne Gestelle: fünf Ellen die Länge des einen Gestells, vier Ellen seine Breite und sechs Ellen seine Höhe.
15 Und dies war das Werk der Gestelle: Sie hatten Verschlussleisten, und Verschlussleisten zwischen den Vorsprüngen.
16 Und auf ihren Leisten zwischen den Vorsprüngen waren Löwen, Rinder und Cherubim, und auf den Vorsprüngen ebenso; und oberhalb und unterhalb der Löwen und Rinder waren freie Flächen, herabhängendes Werk.
17 Und vier eherne Räder hatte das eine Gestell, und die Halterungen waren aus Erz, und ihre vier Teile hatten Schultern unterhalb der Kessel.
18 Und Achsen waren an den Rädern in dem Gestell, und die Höhe des einen Rades betrug anderthalb Ellen.
19 Und das Werk der Räder war wie das Werk von Wagenrädern: ihre Achsen, ihre Felgen und ihr ganzes Zubehör, alles gegossen.
20 Die vier Schultern waren an den vier Ecken des einen Gestells; aus dem Gestell heraus waren seine Schultern.
21 Und auf dem Kopf des Gestells war ein Aufsatz von einer halben Elle Größe, ringsum rund, auf dem Kopf des Gestells; und der Ansatz seiner Halterungen und seine Leisten, und es öffnete sich über die Ansätze seiner Halterungen.
22 Und seine Leisten zeigten Cherubim, Löwen und stehende Palmen, ein jedes an seiner Vorderseite anliegend, innen und ringsum.
23 Nach dieser Weise machte er alle zehn Gestelle, eine Ordnung und ein Maß für alle.
24 Und er machte zehn eherne Kessel, wobei der eine Kessel nach dem Maß vierzig Krüge fasste; der eine Kessel stand auf dem einen Gestell, so bei allen zehn Gestellen.
25 Und er stellte die zehn Gestelle auf, fünf an der Seite des Hauses zur Rechten und fünf an der Seite des Hauses zur Linken; und das Meer stand an der Seite des Hauses zur Rechten, nach Osten hin, gegen die Südseite.
26 Und Hiram machte die Kessel, die Schaufeln und die Schalen, und Hiram vollendete alle Arbeiten, die er dem König Salomo für das Haus des Herrn machte:
27 zwei Säulen und die Geflechte der Säulen auf den Häuptern der zwei Säulen und die zwei Netze, um beide Geflechte des Schnitzwerks, die auf den Säulen waren, zu bedecken,
28 die vierhundert Granatäpfel für beide Netze, zwei Reihen Granatäpfel für das eine Netz, um beide Geflechte auf beiden Säulen zu bedecken,
29 und die zehn Gestelle und die zehn Kessel auf den Gestellen
30 und das eine Meer und die zwölf Rinder unter dem Meer
31 und die Kessel, die Schaufeln, die Schalen und alle Geräte, die Hiram dem König Salomo für das Haus des Herrn machte; dazu die achtundvierzig Säulen des Königshauses und des Hauses des Herrn. Alle Werke des Königs, die Hiram machte, waren ganz und gar aus Erz.
32 Das Gewicht des Erzes, aus dem er alle diese Werke machte, war nicht zu bestimmen wegen der überaus großen Menge; es gab keine Grenze für das Gewicht des Erzes.
33 In der Umgegend des Jordan ließ der König sie gießen, in der dichten Erde, zwischen Sokchoth und Sira.
34 Und der König Salomo gab die Geräte, die er gemacht hatte, in das Haus des Herrn: den goldenen Altar und den Tisch, auf dem die Schaubrote lagen, aus Gold,
35 und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Dabir, aus gediegenem Gold, und die Lampenschalen, die Lampen und die Ölkännchen aus Gold,
36 und die Türvorbauten, die Nägel, die Schalen, die Schüsseln und die Räucherpfannen aus Gold, gediegen, und die Türflügel der Türen des innersten Hauses, des Allerheiligsten, und die Türen des Hauses des Tempels aus Gold.
37 Und das ganze Werk wurde vollendet, das Salomo am Hause des Herrn machte, und Salomo brachte die geweihten Gaben seines Vaters David hinein, und alle geweihten Gaben Salomos, das Silber, das Gold und die Geräte, gab er in die Schatzkammern des Hauses des Herrn.
38 Und sein eigenes Haus baute Salomo in dreizehn Jahren.
39 Und er baute das Haus vom Wald des Libanon: hundert Ellen seine Länge, fünfzig Ellen seine Breite und dreißig Ellen seine Höhe; mit drei Reihen von Zedernsäulen und zedernen Schultern auf den Säulen.
40 Und er täfelte das Haus oben über den Seiten der Säulen, und die Zahl der Säulen war fünfundvierzig, fünfzehn in einer Reihe;
41 und drei Gebälke, und Fläche über Fläche dreifach;
42 und alle Türöffnungen und die Flächen waren viereckig, mit Gebälk versehen, und von der Türöffnung zur Tür dreifach.
43 Und die Vorhalle der Säulen war fünfzig Ellen lang und dreißig breit, verbunden, eine Vorhalle vor ihnen, und Säulen und ein dicker Balken vor ihrer Front bei den Vorhallen.
44 Und die Vorhalle der Throne, wo er richten sollte, die Vorhalle des Gerichts.
45 Und ein Haus für ihn, in dem er wohnen sollte, ein Hof, der sich diesen anschloss, nach derselben Bauweise; und ein Haus für die Tochter des Pharao, die Salomo genommen hatte, nach dieser Vorhalle.
46 Alle diese waren aus kostbaren Steinen, behauen nach dem Maß, innen und vom Fundament bis zu den Gesimsen und außen bis zum großen Hof,
47 der gegründet war auf kostbaren großen Steinen, Steinen von zehn Ellen und von acht Ellen,
48 und oben darauf kostbare Steine nach dem Maß, unbehauene, und Zedern.
49 Rings um den großen Hof drei Reihen unbehauener Steine und eine Reihe geschnitzter Zeder.
50 Und Salomo vollendete sein ganzes Haus.
Kapitel 8
1 Und es geschah, als Salomo das Haus des Herrn und sein eigenes Haus nach zwanzig Jahren vollendet hatte, da versammelte der König Salomo alle Ältesten Israels in Zion, um die Lade des Bundes des Herrn aus der Stadt Davids heraufzubringen (das ist Zion),
2 im Monat Athanin.
3 Und die Priester hoben die Lade auf
4 und das Zelt des Zeugnisses und alle heiligen Geräte, die im Zelt des Zeugnisses waren,
5 und der König und ganz Israel gingen vor der Lade her und opferten Schafe und Rinder ohne Zahl.
6 Und die Priester bringen die Lade an ihren Ort, in das Dabir des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim;
7 denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort der Lade, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Heiligtümer von oben her,
8 und die geheiligten Dinge ragten hervor, und die Spitzen der geheiligten Dinge waren vom Heiligtum aus sichtbar, gegen die Vorderseite des Dabir hin, aber draußen wurden sie nicht gesehen.
9 In der Lade war nichts außer den zwei steinernen Tafeln, den Tafeln des Bundes, die Mose dort am Horeb hineingelegt hatte, den der Herr mit den Söhnen Israels geschlossen hatte, als sie aus dem Land Ägypten auszogen.
10 Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum herausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus;
11 und die Priester konnten wegen der Wolke nicht stehen, um zu dienen, denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus.
14 Und der König wandte sein Angesicht, und der König segnete ganz Israel, und die ganze Versammlung Israels stand.
15 Und er sprach: Gepriesen sei heute der Herr, der Gott Israels, der mit seinem Mund über David, meinen Vater, geredet und mit seinen Händen erfüllt hat, indem er sprach:
16 Von dem Tag an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich keine Stadt aus einem der Stämme Israels erwählt, um ein Haus zu bauen, damit mein Name dort sei; aber ich habe erwählt, dass mein Name in Jerusalem sei, und ich habe David erwählt, über mein Volk Israel zu sein.
17 Und es lag David, meinem Vater, am Herzen, dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
18 Und der Herr sprach zu David, meinem Vater: Weil es dir ins Herz gekommen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du wohlgetan, dass es dir ins Herz gekommen ist;
19 doch du sollst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgeht, der soll meinem Namen das Haus bauen.
20 Und der Herr hat sein Wort aufgerichtet, das er geredet hatte, und ich bin an die Stelle Davids, meines Vaters, getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, wie der Herr geredet hatte, und ich habe dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, das Haus gebaut.
21 Und ich habe dort einen Ort für die Lade bereitet, in der der Bund des Herrn ist, den der Herr mit unseren Vätern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte.
22 Und Salomo trat vor den Altar des Herrn, angesichts der ganzen Versammlung Israels, und breitete seine Hände zum Himmel aus
23 und sprach: Herr, Gott Israels, kein Gott ist wie du, im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und die Barmherzigkeit deinem Knecht bewahrst, der vor dir mit seinem ganzen Herzen wandelt,
24 was du deinem Knecht David, meinem Vater, bewahrt hast; du hast es mit deinem Mund geredet und mit deinen Händen erfüllt, wie es heute ist.
25 Und nun, Herr, Gott Israels, halte deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast, indem du sprachst: Es soll dir nicht fehlen ein Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, sofern nur deine Kinder auf ihre Wege achten, vor mir zu wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.
26 Und nun, Herr, Gott Israels, möge sich doch dein Wort an David, meinen Vater, als treu erweisen.
27 Sollte Gott wirklich bei den Menschen auf der Erde wohnen? Wenn der Himmel und der Himmel des Himmels dich nicht fassen können, wie viel weniger dieses Haus, das ich deinem Namen gebaut habe!
28 Und du wirst auf mein Flehen blicken, Herr, Gott Israels, um das Rufen zu hören, das dein Knecht heute vor dir zu dir betet,
29 dass deine Augen offen seien über diesem Haus Tag und Nacht, über dem Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll dort sein; um das Gebet zu erhören, das dein Knecht an diesem Ort betet, Tag und Nacht.
30 Und du wirst das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel erhören, was immer sie an diesem Ort beten; ja, du wirst es erhören am Ort deiner Wohnung im Himmel, und du wirst handeln und gnädig sein.
31 Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und man ihm einen Fluch auferlegt, ihn zu verfluchen, und er kommt und bekennt vor deinem Altar in diesem Haus,
32 so wirst du vom Himmel her hören und handeln und dein Volk Israel richten, indem du den Gesetzlosen für schuldig erklärst, um seinen Weg auf sein Haupt zu bringen, und den Gerechten rechtfertigst, um ihm nach seiner Gerechtigkeit zu geben.
33 Wenn dein Volk Israel vor Feinden geschlagen wird, weil sie gegen dich sündigen, und sie kehren um und bekennen deinen Namen und beten und flehen in diesem Haus,
34 so wirst du vom Himmel her hören und den Sünden deines Volkes Israel gnädig sein und sie zurückbringen in das Land, das du ihren Vätern gegeben hast.
35 Wenn der Himmel verschlossen wird und kein Regen fällt, weil sie gegen dich sündigen, und sie beten zu diesem Ort und bekennen deinen Namen und kehren von ihren Sünden um, wenn du sie demütigst,
36 so wirst du vom Himmel her hören und den Sünden deines Knechtes und deines Volkes Israel gnädig sein; denn du wirst ihnen den guten Weg zeigen, auf dem sie wandeln sollen, und du wirst Regen geben auf das Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.
37 Wenn Hungersnot kommt, wenn Pest kommt, wenn Brand, Heuschrecke, Getreidebrand kommt, und wenn sein Feind es in einer seiner Städte bedrängt jedes Unglück, jede Plage,
38 jedes Gebet, jedes Flehen, das irgendeinem Menschen widerfährt, wenn ein jeder die Plage seines Herzens erkennt und seine Hände zu diesem Haus hin ausbreitet,
39 so wirst du vom Himmel her hören, von deiner bereiteten Wohnstätte, und gnädig sein und handeln und jedem geben nach seinen Wegen, wie du sein Herz erkennst; denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder,
40d amit sie dich fürchten alle Tage, die sie in dem Land leben, das du unseren Vätern gegeben hast.
41 Und auch für den Fremden, der nicht von deinem Volk ist:
42 Sie werden kommen und zu diesem Ort hin beten,
43 und du wirst vom Himmel her hören, von deiner bereiteten Wohnstätte, und alles tun, worum der Fremde dich anruft, damit alle Völker deinen Namen erkennen und dich fürchten wie dein Volk Israel und erkennen, dass dein Name über diesem Haus ausgerufen ist, das ich gebaut habe. —
44 Wenn dein Volk in den Krieg auszieht gegen seine Feinde auf dem Wege, auf dem du sie senden wirst, und sie beten im Namen des Herrn in Richtung der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich deinem Namen gebaut habe,
45 so wirst du im Himmel ihr Flehen und ihr Gebet erhören und ihnen Recht schaffen.
46 Wenn sie gegen dich sündigen denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt und du sie heimsuchst und sie vor ihren Feinden dahingibst und die, die sie gefangen nehmen, sie in ein fernes oder nahes Land wegführen,
47 und sie kehren ihr Herz um in dem Land, wohin sie weggeführt wurden, und sie kehren um und flehen zu dir im Land ihrer Verbannung und sprechen: Wir haben gesündigt, wir haben Unrecht getan, wir haben gefrevelt,
48 und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, wohin du sie weggeführt hast, und sie beten zu dir in Richtung ihres Landes, das du ihren Vätern gegeben hast, der Stadt, die du erwählt hast, und des Hauses, das ich deinem Namen gebaut habe,
49 so wirst du im Himmel, an deiner bereiteten Wohnstätte, hören
50 und gnädig sein ihren Missetaten, mit denen sie gegen dich gesündigt haben, und all ihren Übertretungen, mit denen sie von dir abgefallen sind, und du wirst sie Erbarmen finden lassen vor denen, die sie gefangen halten, und diese werden sich ihrer erbarmen;
51 denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus dem Land Ägypten herausgeführt hast, mitten aus dem Schmelzofen des Eisens.
52 Und deine Augen und deine Ohren seien offen für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, sie zu erhören in allem, worum sie dich anrufen,
53 denn du hast sie dir zum Erbe ausgesondert aus allen Völkern der Erde, wie du geredet hast durch die Hand deines Knechtes Mose, als du unsere Väter aus dem Land Ägypten herausführtest, Herr, Herr.
53a Damals sprach Salomo über das Haus, als er es zu bauen vollendet hatte: Die Sonne hat der Herr am Himmel kundgetan; er sprach, er wolle im Dunkel wohnen: Baue mein Haus, ein herrliches Haus für dich, darin zu wohnen aufs Neue. Siehe, steht dies nicht geschrieben im Buch des Liedes?
54 Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen zum Herrn vollendet hatte, da stand er auf vor dem Altar des Herrn, wo er auf seinen Knien gekniet hatte, und seine Hände waren zum Himmel ausgebreitet.
55 Und er trat hin und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme und sprach:
56 Gepriesen sei der Herr heute, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat gemäß allem, was er geredet hat; nicht ein einziges Wort ist dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er durch die Hand seines Knechtes Mose geredet hat.
57 Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern war; er möge uns nicht verlassen und uns nicht verstoßen,
58 auf dass er unsere Herzen zu sich neige, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und alle seine Gebote und seine Satzungen halten, die er unseren Vätern geboten hat.
59 Und diese Worte, die ich vor dem Herrn, unserem Gott, erfleht habe, mögen dem Herrn, unserem Gott, nahe sein Tag und Nacht, dass er das Recht deines Knechtes und das Recht deines Volkes Israel schaffe, wie es ein jeder Tag erfordert,
60 damit alle Völker der Erde erkennen, dass der Herr Gott ist, er selbst ist Gott, und keiner sonst.
61 Und unsere Herzen seien vollkommen gegen den Herrn, unseren Gott, dass wir heilig in seinen Satzungen wandeln und seine Gebote halten wie an diesem Tag.
62 Und der König und alle Söhne Israels brachten Schlachtopfer dar vor dem Herrn.
63 Und der König Salomo opferte die Friedensopfer, die er dem Herrn opferte: zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe; und der König und alle Söhne Israels weihten das Haus des Herrn ein.
64 An jenem Tag heiligte der König die Mitte des Vorhofs, der vor dem Haus des Herrn liegt; denn dort brachte er das Brandopfer und die Schlachtopfer und die Fettstücke der Friedensopfer dar, weil der eherne Altar, der vor dem Herrn stand, zu klein war, um das Brandopfer und die Schlachtopfer der Friedensopfer zu fassen.
65 Und Salomo hielt an jenem Tag das Fest und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung vom Eingang von Hamath bis zum Fluss Ägyptens, vor dem Herrn, unserem Gott, in dem Haus, das er gebaut hatte, essend und trinkend und fröhlich vor dem Herrn, unserem Gott, sieben Tage lang.
66 Und am achten Tag entließ er das Volk und segnete es, und sie gingen ein jeder zu seinen Zelten, fröhlich und guten Herzens über all das Gute, das der Herr an David, seinem Knecht, und an Israel, seinem Volk, getan hatte.
Kapitel 9
1 Und es geschah, als Salomo den Bau des Hauses des Herrn und des Hauses des Königs und alles Werk Salomos, das er zu tun begehrt hatte, vollendet hatte,
2 da erschien der Herr dem Salomo zum zweiten Mal, wie er ihm in Gabaon erschienen war,
3 und der Herr sprach zu ihm: Ich habe die Stimme deines Gebets und deines Flehens gehört, das du vor mir gefleht hast; ich habe dir nach deinem ganzen Gebet getan, ich habe dieses Haus geheiligt, das du gebaut hast, um meinen Namen dort auf ewig hinzusetzen, und meine Augen und mein Herz werden dort sein alle Tage.
4 Und wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, in Frömmigkeit des Herzens und in Aufrichtigkeit, und tust nach allem, was ich ihm geboten habe, und meine Satzungen und meine Gebote hältst,
5 so werde ich den Thron deines Königtums über Israel auf ewig aufrichten, wie ich zu deinem Vater David geredet habe, indem ich sprach: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen, der in Israel herrscht.
6 Wenn ihr euch aber abwendet, ihr und eure Kinder, von mir und meine Gebote und meine Satzungen nicht haltet, die Mose vor euch gegeben hat, und hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet,
7 so werde ich Israel wegtilgen aus dem Land, das ich ihnen gegeben habe, und dieses Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen, und Israel wird zur Vernichtung und zum Gerede unter allen Völkern werden.
8 Und dieses hohe Haus – jeder, der daran vorübergeht, wird sich entsetzen und zischen, und sie werden sagen: Weshalb hat der Herr diesem Land und diesem Haus so getan?
9 Und man wird sagen: Weil sie den Herrn, ihren Gott, verlassen haben, der ihre Väter aus Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat, und sich an fremde Götter gehalten und sie angebetet und ihnen gedient haben – deshalb hat der Herr dieses Unheil über sie gebracht. 9aDamals führte Salomo die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids hinauf in sein Haus, das er sich in jenen Tagen gebaut hatte.
10 Zwanzig Jahre lang, in denen Salomo die beiden Häuser baute, das Haus des Herrn und das Haus des Königs,
11 unterstützte Hiram, der König von Tyrus, den Salomo mit Zedernholz und mit Fichtenholz und mit Gold und mit allem, was er begehrte. Damals gab der König dem Hiram zwanzig Städte im Land Galiläa.
12 Und Hiram zog aus Tyrus aus und ging nach Galiläa, um die Städte zu sehen, die ihm Salomo gegeben hatte, und sie gefielen ihm nicht.
13 Und er sprach: Was sind das für Städte, die du mir gegeben hast, Bruder? Und er nannte sie „Grenze“ bis auf diesen Tag.
14 Und Hiram brachte dem Salomo hundertzwanzig Talente Gold
26 und ein Schiff, das der König Salomo in Gasiongaber gebaut hatte, das bei Ailath liegt, am Ufer des äußersten Meeres im Land Edom.
27 Und Hiram sandte auf dem Schiff von seinen Knechten seefahrende Männer, die das Meer kannten, mit den Knechten Salomos.
28 Und sie kamen nach Sophera und holten von dort hundertzwanzig Talente Gold und brachten sie dem König Salomo.
Kapitel 10
1 Und die Königin von Saba hörte den Namen Salomos und den Namen des Herrn und kam, ihn mit Rätseln zu prüfen.
2 Und sie kam nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge, und Kamele trugen Gewürze und sehr viel Gold und Edelsteine; und sie ging zu Salomo hinein und redete mit ihm alles, was in ihrem Herzen war.
3 Und Salomo beantwortete ihr alle ihre Worte; es gab kein Wort, das dem König verborgen gewesen wäre, das er ihr nicht beantwortet hätte.
4 Und die Königin von Saba sah alle Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte,
5 und die Speisen Salomos und die Sitzordnung seiner Diener und das Stehen seiner Bediensteten und ihre Kleidung und seine Mundschenken und sein Brandopfer, das er im Hause des Herrn darbrachte, und sie geriet außer sich.
6 Und sie sprach zum König Salomo: Wahr ist das Wort, das ich in meinem Lande über deine Rede und über deine Weisheit gehört habe;
7 und ich glaubte denen nicht, die es mir sagten, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben; und siehe, nicht die Hälfte ist mir berichtet worden; du hast an Gutem noch hinzugefügt über alles Gerücht hinaus, das ich in meinem Lande gehört habe.
8 Glücklich sind deine Frauen, glücklich diese deine Diener, die allezeit vor dir stehen und all deine Weisheit hören!
9 Gepriesen sei der Herr, dein Gott, der Gefallen an dir hatte, dich auf den Thron Israels zu setzen; weil der Herr Israel liebt, um es ewig zu erhalten, hat er dich zum König über sie gesetzt, damit du Recht übest in Gerechtigkeit und in ihren Rechtssachen.
10 Und sie gab Salomo hundertzwanzig Talente Gold und sehr viele Gewürze und Edelsteine; niemals wieder kamen so viele Gewürze wie jene, die die Königin von Saba dem König Salomo gab.
13 Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was sie begehrte und erbat, außer allem, was er ihr durch die Hand des Königs Salomo gegeben hatte; und sie kehrte um und zog in ihr Land, sie und alle ihre Diener.
14 Und das Gewicht des Goldes, das Salomo in einem Jahr zukam, betrug sechshundertsechsundsechzig Talente Gold,
15 abgesehen von den Abgaben der Unterworfenen und der Kaufleute und aller Könige jenseits des Stromes und der Statthalter des Landes.
16 Und Salomo machte dreihundert Speere aus getriebenem Gold dreihundert Goldstücke kamen auf den einzelnen Speer
17 und dreihundert Schilde aus getriebenem Gold drei Minen Gold waren in dem einzelnen Schild und er brachte sie in das Haus des Libanonwaldes.
18 Und der König machte einen großen elfenbeinernen Thron und überzog ihn mit geläutertem Gold;
19 sechs Stufen hatte der Thron, und Stierköpfe waren an der Rückseite des Thrones, und Armlehnen auf beiden Seiten am Sitzplatz, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen,
20 und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten; dergleichen ist in keinem Königreich gemacht worden.
21 Und alle Trinkgefäße Salomos waren golden und die Becken golden; alle Geräte des Hauses des Libanonwaldes waren mit Gold überzogen; Silber gab es nicht, denn es galt nichts in den Tagen Salomos.
22 Denn der König hatte ein Tarsisschiff auf dem Meer bei den Schiffen Hirams; alle drei Jahre kam dem König ein Schiff aus Tarsis mit Gold und Silber und gemeißelten und behauenen Steinen.
22a Dies war die Angelegenheit der Fronarbeit, die der König Salomo aufbrachte, um das Haus des Herrn zu bauen und das Haus des Königs und die Mauer Jerusalems und die Burg, um die Umwallung der Stadt Davids zu befestigen, und Assur und Magdan und Geser und das obere Bet-Horon und Jethermath und alle Wagenstädte und alle Städte der Reiter, und das Werk Salomos, das er zu bauen unternahm in Jerusalem und im ganzen Lande, damit niemand über ihn herrsche.
22b Alles Volk, das übriggeblieben war von den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Kanaanitern und den Hiwitern und den Jebusitern und den Girgaschitern, die nicht von den Söhnen Israels waren — ihre Kinder, die nach ihnen im Lande übriggeblieben waren, die die Söhne Israels nicht auszurotten vermochten —, die machte Salomo fronpflichtig bis auf diesen Tag.
22c Von den Söhnen Israels aber machte Salomo keinen zum Fronarbeiter, denn sie waren Kriegsleute und seine Diener und die Obersten seiner Wagen und seine Reiter.
23 Und Salomo wurde größer als alle Könige der Erde an Reichtum und Weisheit.
24 Und alle Könige der Erde suchten das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die der Herr in sein Herz gegeben hatte.
25 Und sie brachten ein jeder seine Geschenke: goldene Gefäße und Kleidung, Myrrhenöl und Gewürze und Pferde und Maultiere, Jahr für Jahr.
26 Und Salomo hatte viertausend Stuten für Wagen und zwölftausend Reiter, und er legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem.
26a Und er war Herrscher über alle Könige vom Strom an bis zum Land der Philister und bis an die Grenzen Ägyptens.
27 Und der König machte das Gold und das Silber in Jerusalem so häufig wie Steine, und die Zedern machte er so zahlreich wie die Maulbeerfeigenbäume in der Ebene.
28 Und die Ausfuhr der Pferde Salomos kam aus Ägypten und aus Thekue; die Kaufleute des Königs holten sie aus Thekue gegen Bezahlung;
29 und die Ausfuhr aus Ägypten stieg: ein Wagen für hundert Silberstücke und ein Pferd für fünfzig Silberstücke; und so führte man sie auch aus für alle Könige der Hetiter und die Könige Syriens über das Meer.
Kapitel 11
1 Und der König Salomo war ein Freund der Frauen. Und er hatte siebenhundert fürstliche Frauen und dreihundert Nebenfrauen. Und er nahm ausländische Frauen und die Tochter des Pharao: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Syrerinnen und Edomiterinnen, Hetiterinnen und Amoriterinnen,
2 aus den Völkern, von denen der Herr den Söhnen Israels gesagt hatte: Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie sollen nicht zu euch eingehen, damit sie eure Herzen nicht hinter ihre Götzen her abwenden. An sie hängte sich Salomo, um sie zu lieben.
4 Und es geschah zur Zeit des Alters Salomos, dass sein Herz nicht ungeteilt beim Herrn, seinem Gott, war, wie das Herz Davids, seines Vaters, und die ausländischen Frauen wandten sein Herz hinter ihre Götter her ab.
5 Damals baute Salomo eine Höhe dem Kamos, dem Götzen Moabs, und ihrem König, dem Götzen der Söhne Ammons,
6 und der Astarte, dem Gräuel der Sidonier,
7 und so tat er für alle seine ausländischen Frauen; sie räucherten und opferten ihren Götzen.
8 Und Salomo tat das Böse vor dem Herrn; er wandelte nicht dem Herrn nach wie David, sein Vater.
9 Und der Herr zürnte über Salomo, weil er sein Herz vom Herrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war
10 und ihm in dieser Sache geboten hatte, keinesfalls anderen Göttern nachzugehen und darauf zu achten, zu tun, was der Herr, der Gott, ihm geboten hatte.
11 Und der Herr sprach zu Salomo: Weil dies bei dir geschehen ist und du meine Gebote und meine Anordnungen nicht gehalten hast, die ich dir geboten habe, werde ich gewiss dein Königtum aus deiner Hand reißen und es deinem Knecht geben.
12 Doch in deinen Tagen werde ich es nicht tun um Davids, deines Vaters, willen; aus der Hand deines Sohnes werde ich es nehmen.
13 Doch das ganze Königreich werde ich nicht nehmen; ein Zepter werde ich deinem Sohn geben um Davids, meines Knechtes, willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich erwählt habe.
14 Und der Herr erweckte dem Salomo einen Satan, den Hadad, den Edomiter, und den Esrom, den Sohn Eliadas, der in Raemmath war, den Herrn Hadad-Esers, des Königs von Zoba; und Männer sammelten sich um ihn, und er war Anführer einer Schar und nahm Damaskus vorweg ein; und sie waren Israel ein Satan alle Tage Salomos. Und Hadad, der Edomiter, war aus dem Samen des Königshauses in Edom.
15 Und es geschah, als David Edom vernichtete, als Joab, der Heerführer, hinzog, die Erschlagenen zu begraben, da erschlugen sie alles Männliche in Edom
16 denn sechs Monate saß Joab dort mit ganz Israel in Edom, bis er alles Männliche aus Edom vertilgt hatte,
17 und Hadad entfloh, er und alle edomitischen Männer von den Dienern seines Vaters mit ihm, und sie gingen nach Ägypten; Hadad aber war ein kleiner Knabe.
18 Und Männer machen sich auf aus der Stadt Midian und kommen nach Paran und nehmen Männer mit sich und kommen zum Pharao, dem König Ägyptens; und Hadad ging zum Pharao hinein, und er gab ihm ein Haus und wies ihm Brot an.
19 Und Hadad fand große Gunst vor dem Pharao, und er gab ihm eine Frau, die Schwester seiner Frau, die ältere Schwester der Tachpenes.
20 Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm, dem Hadad, den Genubath, ihren Sohn, und Tachpenes zog ihn auf inmitten der Söhne des Pharao, und Genubath war inmitten der Söhne des Pharao.
21 Und Hadad hörte in Ägypten, dass David sich zu seinen Vätern gelegt habe und dass Joab, der Heerführer, gestorben sei; und Hadad sprach zum Pharao: Entlass mich, dass ich in mein Land zurückkehre.
22 Und der Pharao sprach zu Hadad: Woran mangelt es dir bei mir, dass du in dein Land zu gehen suchst? Und Hadad sprach zu ihm: Entlass mich dennoch gewiss. Und Hadad kehrte in sein Land zurück.
25 Dies ist das Böse, das Hadad tat; und er war Israel feindlich gesinnt und herrschte im Lande Edom.
26 Und Jerobeam, der Sohn Nebats, der Efratiter aus Zareda, Sohn einer Witwe, ein Knecht Salomos
27 und dies war die Sache, weshalb er die Hand gegen den König Salomo erhob: Er baute die Burg, schloss die Lücke der Stadt Davids, seines Vaters.
28 Und der Mann Jerobeam war stark an Kraft, und Salomo sah an dem jungen Mann, dass er ein Mann der Arbeit war, und setzte ihn über die Lasten des Hauses Josef.
29 Und es geschah zu jener Zeit, dass Jerobeam aus Jerusalem hinausging, und Ahija, der Siloniter, der Prophet, fand ihn auf dem Weg und führte ihn vom Wege ab; und Ahija war in ein neues Gewand gehüllt, und beide waren auf dem freien Feld.
30 Und Ahija ergriff sein neues Gewand, das er anhatte, und zerriss es in zwölf Stücke
31 und sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke, denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich reiße das Königtum aus der Hand Salomos und werde dir zehn Zepter geben,
32 und zwei Zepter sollen ihm bleiben um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe,
33 dafür, dass er mich verlassen und der Astarte, dem Gräuel der Sidonier, gedient hat, und dem Kamos und den Götzen Moabs und ihrem König, dem Ärgernis der Söhne Ammons, und nicht in meinen Wegen gewandelt ist, um das Rechte vor mir zu tun wie David, sein Vater.
34 Aber ich werde das ganze Königreich nicht aus seiner Hand nehmen, denn ich werde ihm gewiss entgegenstehen alle Tage seines Lebens, um Davids, meines Knechtes, willen, den ich erwählt habe.
35 Und ich werde das Königtum aus der Hand seines Sohnes nehmen und dir die zehn Zepter geben,
36 seinem Sohn aber werde ich die zwei Zepter geben, damit meinem Knecht David alle Tage eine Leuchte vor mir bleibe in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dort niederzulegen.
37 Und dich werde ich nehmen, und du wirst herrschen über das, was deine Seele begehrt, und du wirst König über Israel sein.
38 Und es wird geschehen: Wenn du alles hältst, was ich dir gebiete, und in meinen Wegen wandelst und das Rechte vor mir tust, indem du meine Gebote und meine Anordnungen hältst, wie mein Knecht David getan hat, so werde ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es dem David gebaut habe.
40 Und Salomo suchte Jerobeam zu töten; und er machte sich auf und floh nach Ägypten zu Schischak, dem König Ägyptens, und blieb in Ägypten, bis Salomo starb.
41 Und das Übrige der Geschichten Salomos und alles, was er tat, und all seine Weisheit — siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichten Salomos?
42 Und die Tage, die Salomo in Jerusalem regierte, waren vierzig Jahre.
43 Und Salomo legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids, seines Vaters. Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, es hörte er war noch in Ägypten, wohin er vor Salomo geflohen war und in Ägypten saß, da macht er sich geradewegs auf und kommt in seine Stadt, in das Land Zareda auf dem Gebirge Efraim. Und der König Salomo legte sich zu seinen Vätern, und Rehabeam, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
Kapitel 12
1 Und der König Rehabeam zieht nach Sichem, denn nach Sichem war ganz Israel gekommen, um ihn zum König zu machen.
3 Und das Volk redete zu dem König Rehabeam und sprach:
4 Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht; du aber, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er uns auferlegt hat, so wollen wir dir dienen.
5 Und er sprach zu ihnen: Geht hin bis auf drei Tage und kehrt dann zu mir zurück. Und sie gingen hin.
6 Und der König beriet sich mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet ihr, dass ich diesem Volk Antwort geben soll?
7 Und sie redeten zu ihm und sprachen: Wenn du heute diesem Volk ein Knecht sein und ihnen dienen und gute Worte zu ihnen reden wirst, so werden sie dir Knechte sein alle Tage.
8 Aber er verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und beriet sich mit den jungen Leuten, die mit ihm aufgewachsen waren und vor seinem Angesicht standen,
9 und sprach zu ihnen: Was ratet ihr, und was soll ich diesem Volk antworten, das zu mir geredet hat und sprach: Erleichtere das Joch, das dein Vater uns auferlegt hat?
10 Und die jungen Leute, die mit ihm aufgewachsen waren und vor seinem Angesicht standen, redeten zu ihm und sprachen: So sollst du zu diesem Volk reden, das zu dir geredet hat und sprach: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber, erleichtere es uns nun so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters.
11 Und nun: Mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgelegt, ich aber will euer Joch noch schwerer machen; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
12 Und ganz Israel kam zum König Rehabeam am dritten Tag, wie der König zu ihnen geredet und gesagt hatte: Kehrt am dritten Tag zu mir zurück.
13 Und der König antwortete dem Volk hart, und Rehabeam verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten,
14 und redete zu ihnen nach dem Rat der jungen Leute und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will euer Joch noch schwerer machen; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
15 Und der König hörte nicht auf das Volk, denn die Wendung kam vom Herrn, damit er sein Wort bestätige, das er durch Ahia, den Siloniter, über Jerobeam, den Sohn Nebats, geredet hatte.
16 Und ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, und das Volk antwortete dem König und sprach: Was haben wir für ein Teil an David? Wir haben kein Erbe am Sohn Isais. Lauf heim, Israel, zu deinen Zelten! Nun weide dein eigenes Haus, David! Und Israel ging weg zu seinen Zelten.
18 Und der König sandte Adoniram, der über die Fron gesetzt war, und ganz Israel steinigte ihn mit Steinen, und er starb; der König Rehabeam aber kam zuvor und stieg hinauf, um nach Jerusalem zu fliehen.
19 So fiel Israel vom Hause David ab bis auf diesen Tag.
20 Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam aus Ägypten zurückgekehrt war, da sandten sie hin und riefen ihn in die Versammlung und machten ihn zum König über Israel; und niemand folgte dem Hause David außer dem Stamm Juda und Benjamin allein.
21 Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte die Gemeinde Juda und den Stamm Benjamin, hundertzwanzigtausend junge Männer, die Krieg führten, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum Rehabeam, dem Sohn Salomos, zurückzubringen.
22 Und das Wort des Herrn geschah zu Semaja, dem Mann Gottes, und sprach:
23 Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Hause Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes:
24 So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht mit euren Brüdern, den Söhnen Israels, kämpfen; ein jeder kehre zurück in sein Haus, denn von mir ist dieses Wort geschehen. Und sie hörten auf das Wort des Herrn und ließen davon ab, hinzuziehen, nach dem Wort des Herrn.
24a Und der König Salomo entschläft mit seinen Vätern und wird mit seinen Vätern in der Stadt Davids begraben. Und sein Sohn Rehabeam wurde an seiner Statt König in Jerusalem; sechzehn Jahre alt war er, als er König wurde, und zwölf Jahre regierte er in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Naanan, die Tochter Anans, des Sohnes des Naas, des Königs der Söhne Ammons. Und er tat, was böse war vor dem Herrn, und wandelte nicht auf dem Weg seines Vaters David. —
24b Und es war ein Mann vom Gebirge Ephraim, ein Knecht Salomos, mit Namen Jerobeam, und der Name seiner Mutter war Sarira, eine Hure. Und Salomo setzte ihn zum Aufseher über die Lasten des Hauses Joseph, und er baute für Salomo Sarira im Gebirge Ephraim; und er hatte dreihundert Rossewagen. Dieser baute die Burg mit den Lasten des Hauses Ephraim, dieser schloss die Stadt Davids ab, und er erhob sich nach dem Königtum.
24c Und Salomo suchte ihn zu töten; da fürchtete er sich und floh zu Susakim, dem König von Ägypten, und blieb bei ihm, bis Salomo starb.
24d Und Jerobeam hörte in Ägypten, dass Salomo gestorben war, und redete vor den Ohren Susakims, des Königs von Ägypten, und sprach: Lass mich ziehen, dass ich in mein Land gehe. Und Susakim sprach zu ihm: Erbitte dir eine Bitte, und ich will sie dir gewähren.
24e Und Susakim gab Jerobeam Ano, die ältere Schwester der Thekemina, seiner Frau, zur Frau; sie war groß unter den Töchtern des Königs, und sie gebar dem Jerobeam Abia, seinen Sohn.
24f Und Jerobeam sprach zu Susakim: Lass mich nun wirklich ziehen, dass ich gehe. Und Jerobeam zog aus Ägypten aus und kam in das Land Sarira im Gebirge Ephraim; und dort versammelt sich der ganze Stamm Ephraim, und Jerobeam baute dort ein Bollwerk.
24g Und sein Knabe erkrankte an einer sehr schweren Krankheit; und Jerobeam ging hin, um wegen des Knaben zu fragen; und er sprach zu Ano, seiner Frau: Steh auf und geh, befrage Gott wegen des Knaben, ob er von seiner Krankheit genesen wird.
24h Und es war ein Mann in Silo, mit Namen Ahia, und dieser war sechzig Jahre alt, und das Wort des Herrn war bei ihm. Und Jerobeam sprach zu seiner Frau: Steh auf und nimm in deine Hand für den Mann Gottes Brote und Kuchen für seine Kinder und Trauben und einen Krug Honig.
24i Und die Frau stand auf und nahm in ihre Hand Brote und zwei Kuchen und Trauben und einen Krug Honig für Ahia; der Mann aber war alt, und seine Augen waren zu schwach, um zu sehen.
24jUnd sie brach von Sarira auf und geht hin; und es geschah, als sie in die Stadt zu Ahia, dem Siloniter, kam, da sprach Ahia zu seinem Diener: Geh doch hinaus, Ano, der Frau Jerobeams, entgegen, und sage zu ihr: Komm herein und bleib nicht stehen; denn so spricht der Herr: Hartes werde ich über dich senden.
24k Und Ano kam herein zu dem Mann Gottes, und Ahia sprach zu ihr: Warum hast du mir Brote und Trauben und Kuchen und einen Krug Honig gebracht? So spricht der Herr: Siehe, du wirst von mir weggehen, und es wird geschehen, wenn du durch das Tor nach Sarira hineinkommst, dann werden dir deine Mägde entgegenkommen und dir sagen: Der Knabe ist gestorben.
24l Denn so spricht der Herr: Siehe, ich werde von Jerobeam ausrotten, was an die Wand pisst, und die Toten Jerobeams in der Stadt werden die Hunde fressen, und den, der auf dem Feld gestorben ist, werden die Vögel des Himmels fressen. Und um den Knaben werden sie klagen: Wehe, Herr! Denn in ihm wurde ein gutes Wort über den Herrn gefunden. 24n Und die Frau ging weg, als sie es hörte, und es geschah, als sie nach Sarira hineinkam, da starb der Knabe, und das Klagegeschrei kam ihr entgegen.
24m Und Jerobeam zog nach Sikima im Gebirge Ephraim und versammelte dort die Stämme Israels, und Rehabeam, der Sohn Salomos, zog dort hinauf. Und das Wort des Herrn erging an Samaia, den Elamiter, und sprach: Nimm dir ein neues Gewand, das nicht ins Wasser gekommen ist, und zerreiße es in zwölf Stücke, und du sollst sie Jerobeam geben und ihm sagen: So spricht der Herr: Nimm dir zehn Stücke, um dich damit zu bekleiden. Und Jerobeam nahm sie; und Samaia sprach: So spricht der Herr über die zehn Stämme Israels.
24n Und das Volk sprach zu Rehabeam, dem Sohn Salomos: Dein Vater hat sein Joch schwer auf uns gelegt und die Speisen seines Tisches schwer gemacht; und nun, wenn du es uns erleichterst, so wollen wir dir dienen. Und Rehabeam sprach zum Volk: Noch drei Tage, dann werde ich euch ein Wort antworten.
24o Und Rehabeam sprach: Führt mir die Ältesten herein, und ich will mich mit ihnen beraten, welches Wort ich dem Volk am dritten Tag antworten soll. Und Rehabeam redete vor ihren Ohren, wie das Volk zu ihm gesandt hatte, und die Ältesten des Volkes sprachen: So hat das Volk zu dir geredet.
24p Und Rehabeam verwarf ihren Rat, und er gefiel ihm nicht; und er sandte hin und ließ seine Altersgenossen hereinführen und redete dasselbe zu ihnen: Und dies hat das Volk zu mir gesandt und gesagt. Und seine Altersgenossen sprachen: So sollst du zum Volk reden und sagen: Mein Kleinstes ist dicker als die Lende meines Vaters; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber werde über euch mit Skorpionen herrschen.
24q Und das Wort gefiel Rehabeam, und er antwortete dem Volk, wie ihm seine Altersgenossen, die jungen Leute, geraten hatten.
24r Und das ganze Volk sprach wie ein Mann, ein jeder zu seinem Nächsten, und alle schrien und sagten: Wir haben keinen Anteil an David und kein Erbe am Sohn Isais; zu deinen Zelten, Israel! Denn dieser Mensch taugt nicht zum Fürsten noch zum Anführer.
24s Und das ganze Volk zerstreute sich von Sikima, und ein jeder ging zu seinem Zelt. Und Rehabeam nahm sich zusammen und ging weg und stieg auf seinen Wagen und kam nach Jerusalem, und es folgten ihm der ganze Stamm Juda und der ganze Stamm Benjamin.
24t Und es geschah, als das Jahr anbrach, da versammelte Rehabeam alle Männer von Juda und Benjamin und zog hinauf, um gegen Jerobeam bei Sikima Krieg zu führen.
24u Und das Wort des Herrn erging an Samaia, den Mann Gottes, und sprach: Sage zu Rehabeam, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes: So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht gegen eure Brüder, die Söhne Israels, kämpfen; kehrt ein jeder in sein Haus zurück, denn von mir ist dieses Wort geschehen.
24v Und sie hörten auf das Wort des Herrn und ließen davon ab hinzuziehen, nach dem Wort des Herrn.
25 Und Jerobeam baute Sikima im Gebirge Ephraim aus und wohnte darin; und er zog von dort aus und baute Phanuel.
26 Und Jerobeam sprach in seinem Herzen: Siehe, nun wird das Königtum zum Haus David zurückkehren;
27 wenn dieses Volk hinaufzieht, um Opfer im Haus des Herrn in Jerusalem darzubringen, dann wird sich das Herz des Volkes zum Herrn und zu ihrem Herrn wenden, zu Rehabeam, dem König von Juda, und sie werden mich töten.
28 Und der König beriet sich und ging hin und machte zwei goldene Kälber und sprach zum Volk: Es sei euch genug, nach Jerusalem hinaufzuziehen; siehe, deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
29 Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere gab er nach Dan.
30 Und diese Sache wurde zur Sünde; und das Volk zog vor dem einen her bis nach Dan.
31 Und er machte Häuser auf den Höhen und machte Priester aus einem Teil des Volkes, die nicht von den Söhnen Levis waren.
32 Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat am fünfzehnten Tag des Monats nach dem Fest im Land Juda und stieg auf den Altar, den er in Bethel gemacht hatte, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte, und er stellte in Bethel die Priester der Höhen auf, die er eingesetzt hatte.
33 Und er stieg auf den Altar, den er gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, an dem Fest, das er sich aus seinem eigenen Herzen erdacht hatte, und machte ein Fest für die Söhne Israels und stieg auf den Altar, um zu opfern.
Kapitel 13
1 Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda auf das Wort des Herrn nach Bethel, und Jerobeam stand am Altar, um zu opfern.
2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des Herrn und sprach: Altar, Altar, so spricht der Herr: Siehe, ein Sohn wird dem Hause Davids geboren, Josia ist sein Name, und er wird auf dir die Priester der Höhen opfern, die auf dir opfern, und Menschengebeine wird er auf dir verbrennen.
3 Und er gab an jenem Tage ein Zeichen und sprach: Dies ist das Wort, das der Herr geredet hat: Siehe, der Altar wird zerreißen, und das Fett, das auf ihm ist, wird verschüttet werden.
4 Und es geschah, als der König Jerobeam die Worte des Mannes Gottes hörte, der gegen den Altar in Bethel gerufen hatte, da streckte der König seine Hand vom Altar aus und sprach: Ergreift ihn! Und siehe, seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, verdorrte, und er konnte sie nicht wieder zu sich zurückziehen.
5 Und der Altar zerriss, und das Fett wurde vom Altar verschüttet, gemäß dem Zeichen, das der Mann Gottes auf das Wort des Herrn gegeben hatte.
6 Und der König Jerobeam sprach zu dem Mann Gottes: Flehe zum Angesicht des Herrn, deines Gottes, dass meine Hand zu mir zurückkehre. Und der Mann Gottes flehte zum Angesicht des Herrn, und er brachte die Hand des Königs zu ihm zurück, und sie wurde wie zuvor.
7 Und der König redete zu dem Mann Gottes: Komm mit mir ins Haus und iss, und ich will dir ein Geschenk geben.
8 Und der Mann Gottes sprach zum König: Wenn du mir auch die Hälfte deines Hauses gäbest, würde ich nicht mit dir hineingehen, und ich werde weder Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort.
9 Denn so hat mir der Herr durch ein Wort geboten: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht auf dem Wege zurückkehren, auf dem du gegangen bist.
10 Und er zog auf einem anderen Wege fort und kehrte nicht auf dem Wege zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.
11 Und ein alter Prophet wohnte in Bethel, und seine Söhne kamen und erzählten ihm alle Taten, die der Mann Gottes an jenem Tage in Bethel getan hatte, und die Worte, die er zum König geredet hatte; und sie wandten das Angesicht ihres Vaters.
12 Und ihr Vater redete zu ihnen: Auf welchem Weg ist er gegangen? Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, auf dem der Mann Gottes, der aus Juda gekommen war, hinaufgegangen war.
13 Und er sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er stieg auf ihn.
14 Und er zog dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Eiche sitzend und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der aus Juda gekommen ist? Und er sprach zu ihm: Ich bin es.
15 Und er sprach zu ihm: Komm mit mir und iss Brot.
16 Und er sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren, und ich werde weder Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort.
17 Denn so hat mir der Herr durch ein Wort geboten: Du sollst dort kein Brot essen und dort kein Wasser trinken und nicht auf dem Wege zurückkehren, auf dem du gegangen bist.
18 Und er sprach zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel hat zu mir auf das Wort des Herrn geredet: Bringe ihn zu dir zurück in dein Haus, und er soll Brot essen und Wasser trinken. Und er belog ihn.
19 Und er brachte ihn zurück, und er aß Brot und trank Wasser in seinem Hause.
20 Und es geschah, als sie zu Tisch saßen, da erging das Wort des Herrn an den Propheten, der ihn zurückgebracht hatte,
21 und er sprach zu dem Mann Gottes, der aus Juda gekommen war: So spricht der Herr: Weil du das Wort des Herrn erbittert und das Gebot nicht gehalten hast, das dir der Herr, dein Gott, geboten hat,
22 und umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an diesem Ort, von dem er zu dir geredet hat: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken – so wird dein Leib nicht in das Grab deiner Väter kommen.
23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und Wasser getrunken hatte, da sattelte er ihm den Esel, und er kehrte um.
24 Und er zog fort, und ein Löwe fand ihn auf dem Wege und tötete ihn, und sein Leib lag hingeworfen auf dem Wege, und der Esel stand daneben, und der Löwe stand neben dem Leib.
25 Und siehe, Männer gingen vorüber und sahen den Leichnam hingeworfen auf dem Wege liegen, und der Löwe stand neben dem Leichnam; und sie kamen und redeten davon in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.
26 Und der, der ihn vom Wege zurückgebracht hatte, hörte es und sprach: Das ist der Mann Gottes, der das Wort des Herrn erbittert hat.
28 Und er ging hin und fand seinen Leib hingeworfen auf dem Wege, und der Esel und der Löwe standen neben dem Leib, und der Löwe hatte den Leib des Mannes Gottes nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.
29 Und der Prophet hob den Leib des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel, und der Prophet brachte ihn in die Stadt zurück, um ihn zu begraben
30 in seinem eigenen Grabe; und sie klagten um ihn: Wehe, mein Bruder!
31 Und es geschah, nachdem sie um ihn geklagt hatten, da sprach er zu seinen Söhnen: Wenn ich sterbe, begrabt mich in diesem Grab, in dem der Mann Gottes begraben ist; legt mich neben seine Gebeine, damit meine Gebeine mit seinen Gebeinen gerettet werden.
32 Denn das Wort wird gewiss geschehen, das er auf das Wort des Herrn gegen den Altar in Bethel und gegen die Höhenhäuser in Samaria geredet hat.
33 Und nach diesem Ereignis kehrte Jerobeam nicht um von seiner Bosheit, sondern machte wiederum aus einem Teil des Volkes Priester der Höhen; wer wollte, dem füllte er die Hand, und er wurde Priester für die Höhen.
34 Und diese Sache wurde dem Hause Jerobeams zur Sünde und zum Verderben und zur Vertilgung vom Angesicht der Erde.
Kapitel 14
21 Und Rehabeam, der Sohn Salomos, wurde König über Juda. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er König wurde, und siebzehn Jahre regierte er in Jerusalem, der Stadt, die der Herr aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dort niederzulegen; und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin.
22 Und Rehabeam tat, was böse war in den Augen des Herrn, und reizte ihn zur Eifersucht mit allem, was seine Väter getan hatten, und mit ihren Sünden, die sie begangen hatten.
23 Und sie bauten sich Höhen und Steinmale und heilige Haine auf jedem hohen Hügel und unter jedem schattigen Baum.
24 Und es gab eine Verschwörung im Land, und sie taten nach allen Gräueln der Völker, die der Herr vor den Söhnen Israels vertrieben hatte.
25 Und es geschah im fünften Jahr der Regierung Rehabeams, da zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf
26 und nahm alle Schätze des Hauses des Herrn und die Schätze des Königshauses und die goldenen Speere, die David aus der Hand der Knechte Hadad-Esers, des Königs von Zoba, genommen und nach Jerusalem gebracht hatte; alles nahm er, die goldenen Schilde.
27 Und der König Rehabeam machte an ihrer Stelle bronzene Schilde. Und die Obersten der Leibwächter, die das Tor des Königshauses bewachten, wurden darüber gesetzt.
28 Und es geschah, sooft der König in das Haus des Herrn ging, trugen die Leibwächter sie und brachten sie dann in die Wachkammer der Leibwächter zurück.
29 Und das Übrige der Geschichte Rehabeams und alles, was er tat siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda?
30 Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage.
31 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Stadt Davids begraben, und Abija, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
Kapitel 15
1 Und im achtzehnten Jahr der Herrschaft Jerobeams, des Sohnes Nabats, wurde Abiu, der Sohn Roboams, König über Juda.
2 Und er regierte sechs Jahre, und der Name seiner Mutter war Maacha, die Tochter Abessaloms.
3 Und er wandelte in den Sünden seines Vaters, die er vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz Davids, seines Vaters.
4 Denn um Davids willen gab ihm der Herr einen Überrest, damit er seine Kinder nach ihm aufrichte und Jerusalem bestehen lasse,
5 weil David das Rechte vor dem Herrn getan hatte; er wich von nichts ab, was er ihm geboten hatte, alle Tage seines Lebens.
7 Und die übrigen Geschichten Abius und alles, was er getan hat, siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chroniken der Könige von Juda? Und es war Krieg zwischen Abiu und Jerobeam.
8 Und Abiu entschlief mit seinen Vätern im vierundzwanzigsten Jahr Jerobeams, und er wurde mit seinen Vätern in der Stadt Davids begraben, und Asa, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
9 Im vierundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa König über Juda.
10 Und er regierte einundvierzig Jahre in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Ana, die Tochter Abessaloms.
11 Und Asa tat das Rechte vor dem Herrn wie David, sein Vater.
12 Und er schaffte die Weihriten aus dem Lande und beseitigte alle Bräuche, die seine Väter eingeführt hatten.
13 Und Ana, seine Mutter, setzte er ab, dass sie nicht mehr Herrin sei, weil sie eine Versammlung in ihrem Hain veranstaltet hatte; und Asa hieb ihre Schlupfwinkel um und verbrannte sie mit Feuer am Bach Kidron.
14 Die Höhen aber schaffte er nicht ab; doch das Herz Asas war ungeteilt mit dem Herrn alle seine Tage.
15 Und er brachte die Weihgaben seines Vaters und seine eigenen Weihgaben in das Haus des Herrn, silberne und goldene, und Geräte.
16 Und es war Krieg zwischen Asa und Baasa, dem König von Israel, alle Tage.
17 Und Baasa, der König von Israel, zog herauf gegen Juda und baute Rama aus, damit niemand aus- und eingehe bei Asa, dem König von Juda.
18 Und Asa nahm das Silber und das Gold, das sich in den Schätzen des Hauses des Königs fand, und gab es in die Hände seiner Diener; und der König Asa sandte sie zum Sohn Aders, dem Sohn Taberemmans, des Sohnes Azins, dem König von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ sagen:
19 Schließe einen Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater. Siehe, ich habe dir Geschenke gesandt, Silber und Gold; wohlan, löse deinen Bund mit Baasa, dem König von Israel, damit er von mir abziehe.
20 Und der Sohn Aders hörte auf den König Asa und sandte die Anführer seiner Streitkräfte gegen die Städte Israels und schlug Ain und Dan und Abelmaa und ganz Chezrath bis zum ganzen Lande Nephthali.
21 Und es geschah, als Baasa das hörte, ließ er ab, Rama zu bauen, und kehrte nach Thersa zurück.
22 Und der König Asa entbot ganz Juda nach Ainakim, und sie trugen die Steine Ramas und dessen Holz fort, mit denen Baasa gebaut hatte; und der König Asa baute damit jeden Hügel Benjamins und die Warte aus.
23 Und die übrigen Geschichten Asas und all seine Macht, die er ausübte — siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chroniken der Könige von Juda? Doch zur Zeit seines Alters litt er an seinen Füßen.
24 Und Asa entschlief und wurde mit seinen Vätern in der Stadt Davids begraben, und Josaphat, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
25 Und Nadab, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten Jahr Asas, des Königs von Juda, und er regierte über Israel zwei Jahre.
26 Und er tat das Böse vor dem Herrn und wandelte auf dem Wege seines Vaters und in seinen Sünden, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte.
27 Und Baasa, der Sohn Achias, vom Hause Belaan, belagerte ihn und schlug ihn bei Gabathon, das den Fremdstämmigen gehörte; Nadab nämlich und ganz Israel belagerten Gabathon.
28 Und Baasa tötete ihn im dritten Jahr Asas, des Sohnes Abius, des Königs von Juda, und wurde König.
29 Und es geschah, als er König geworden war, schlug er das Haus Jerobeams und ließ nichts übrig, was Odem hatte, vom Hause Jerobeams, bis er es vertilgt hatte nach dem Wort des Herrn, das er durch seinen Knecht Achia, den Seloniten, geredet hatte,
30 wegen der Sünden Jerobeams, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte, und wegen des Zornes, mit dem er den Herrn, den Gott Israels, erzürnt hatte.
31 Und die übrigen Geschichten Nadabs und alles, was er getan hat — siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chroniken der Könige von Israel?
33 Und im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Baasa, der Sohn Achias, König über Israel in Thersa, vierundzwanzig Jahre.
34 Und er tat das Böse vor dem Herrn und wandelte auf dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nabats, und in dessen Sünden, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte.
Kapitel 16
1 Und es erging das Wort des Herrn durch die Hand Jehus, des Sohnes Hananis, an Baësa:
2 Weil ich dich von der Erde erhöht und dich zum Führer über mein Volk Israel gesetzt habe, du aber auf dem Weg Jerobeams gewandelt bist und mein Volk Israel zur Sünde verführt hast, um mich durch ihre nichtigen Götzen zu erzürnen,
3 siehe, so erwecke ich hinter Baësa und hinter seinem Haus her und werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nabats:
4 Wer von Baësa in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer von ihm auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.
5 Und das Übrige der Geschichte Baësas und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Israels?
6 Und Baësa legte sich zu seinen Vätern und wurde in Thersa begraben, und sein Sohn Ela wurde König an seiner Stelle im zwanzigsten Jahr des Königs Asa.
7 Und durch die Hand Jehus, des Sohnes Hananis, redete der Herr über Baësa und über sein Haus, wegen all des Bösen, das er vor dem Herrn getan hatte, um ihn durch die Werke seiner Hände zu erzürnen, sodass es dem Haus Jerobeams gleich wurde, und weil er es geschlagen hatte.
8 Und Ela, der Sohn Baësas, regierte über Israel zwei Jahre in Thersa.
9 Und Sambri, der Anführer der Hälfte der Reiterei, verschwor sich gegen ihn, während er in Thersa war und trank und trunken war im Haus Osas, des Hausverwalters in Thersa.
10 Und Sambri kam herein und schlug ihn und tötete ihn und wurde König an seiner Stelle.
11 Und es geschah, als er König geworden war, als er auf seinem Thron saß, da schlug er das ganze Haus Baësas,
12 gemäß dem Wort, das der Herr über das Haus Baësas zu Jehu, dem Propheten, geredet hatte,
13 wegen aller Sünden Baësas und Elas, seines Sohnes, wie er Israel zur Sünde verführt hatte, um den Herrn, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen zu erzürnen.
14 Und das Übrige der Geschichte Elas und alles, was er getan hat, siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Israels?
15 Und Sambri regierte sieben Tage in Thersa. Und das Heerlager Israels lag vor Gabathon, der Stadt der Philister,
16 und das Volk im Lager hörte, dass man sagte: Sambri hat sich verschworen und den König erschlagen. Und sie machten in Israel Ambri, den Anführer des Heeres, an jenem Tag im Lager zum König über Israel.
17 Und Ambri zog herauf und ganz Israel mit ihm von Gabathon, und sie belagerten Thersa.
18 Und es geschah, als Sambri sah, dass seine Stadt eingenommen war, da ging er in das Innere des Königshauses und zündete das Königshaus über sich mit Feuer an und starb,
19 wegen seiner Sünden, die er begangen hatte, indem er das Böse vor dem Herrn tat, indem er auf dem Weg Jerobeams, des Sohnes Nabats, wandelte und in seinen Sünden, wie er Israel zur Sünde verführt hatte.
20 Und das Übrige der Geschichte Sambris und seine Verschwörungen, die er anzettelte, siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Israels?
21 Damals spaltete sich das Volk Israel: Die Hälfte des Volkes folgte Thamni, dem Sohn Gonaths, um ihn zum König zu machen, und die andere Hälfte des Volkes folgte Ambri.
22 Das Volk, das Ambri folgte, gewann die Oberhand über das Volk, das Thamni, dem Sohn Gonaths, folgte; und Thamni starb und Joram, sein Bruder, zu jener Zeit, und Ambri wurde König nach Thamni.
23 Im einunddreißigsten Jahr des Königs Asa wurde Ambri König über Israel für zwölf Jahre; in Thersa regierte er sechs Jahre.
24 Und Ambri erwarb den Berg Semeron von Semer, dem Herrn des Berges, für zwei Talente Silber, und er bebaute den Berg und nannte den Namen des Berges, den er bebaut hatte, nach dem Namen Semers, des Herrn des Berges, Saëmeron.
25 Und Ambri tat das Böse vor dem Herrn und handelte schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren;
26 und er wandelte auf dem ganzen Weg Jerobeams, des Sohnes Nabats, und in seinen Sünden, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte, um den Herrn, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen zu erzürnen.
27 Und das Übrige der Geschichte Ambris und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Israels?
28 Und Ambri legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria begraben, und Ahab, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
28a Und im elften Jahr Ambris wurde Josaphat, der Sohn Asas, König, fünfunddreißig Jahre alt bei seinem Regierungsantritt, und er regierte fünfundzwanzig Jahre in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Gazuba, die Tochter Seleïs.
28b Und er wandelte auf dem Weg Asas, seines Vaters, und wich nicht davon ab, das Rechte vor dem Herrn zu tun; nur die Höhen schafften sie nicht ab; man opferte auf den Höhen und räucherte dort.
28c Und was Josaphat vereinbart hat, und alle seine Machttaten, die er vollbracht hat, und gegen wen er Krieg geführt hat, siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Judas?
28d Und den Rest der Geweihten, die sich in den Tagen Asas, seines Vaters, eingesetzt hatten, schaffte er aus dem Land.
28e Und es gab keinen König in Syrien, sondern einen Statthalter.
28f Und der König Josaphat baute ein Schiff für Tharsis, um nach Sophir zu fahren, des Goldes wegen; aber es fuhr nicht, denn das Schiff zerbrach in Gasiongaber.
28g Damals sprach der König Israels zu Josaphat: Ich will deine Knechte und meine Knechte mit dem Schiff senden. Aber Josaphat wollte nicht.
28h Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Stadt Davids begraben, und Joram, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
29 Im zweiten Jahr Josaphats wurde Ahab, der Sohn Ambris, König; er regierte über Israel in Samaria zweiundzwanzig Jahre.
30 Und Ahab tat das Böse vor dem Herrn; er handelte schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren.
31 Und es genügte ihm nicht, in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nabats, zu wandeln, sondern er nahm zur Frau Isebel, die Tochter Jethebaals, des Königs der Sidonier, und ging hin und diente dem Baal und betete ihn an.
32 Und er errichtete dem Baal einen Altar im Haus seiner Greuel, das er in Samaria gebaut hatte,
33und Ahab machte einen heiligen Hain, und Ahab fuhr fort, Erzürnungen zu begehen, um seine Seele zu erzürnen, sodass er vertilgt werden sollte; er handelte böser als alle Könige Israels, die vor ihm gewesen waren.
34 In seinen Tagen baute Achiel, der Baitheliter, Jericho wieder auf; um Abiron, seinen Erstgeborenen, legte er ihren Grund, und um Segub, seinen Jüngsten, setzte er ihre Tore ein, gemäß dem Wort des Herrn, das er durch die Hand Josuas, des Sohnes Nuns, geredet hatte.
Kapitel 17
1 Und Elia, der Prophet, der Thesbiter aus Thesbon in Gilead, sprach zu Ahab: So wahr der Herr lebt, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, vor dem ich stehe: Es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen sein, es sei denn auf das Wort meines Mundes.
2 Und das Wort des Herrn geschah zu Elia:
3 Geh von hier fort nach Osten und verbirg dich am Bach Kerit, der dem Jordan gegenüberliegt;
4 und du sollst aus dem Bach Wasser trinken, und den Raben habe ich geboten, dich dort zu ernähren.
5 Und Elia tat nach dem Wort des Herrn und ließ sich am Bach Kerit nieder, der dem Jordan gegenüberliegt.
6 Und die Raben brachten ihm Brot am Morgen und Fleisch am Abend, und aus dem Bach trank er Wasser.
7 Und es geschah nach einigen Tagen, da vertrocknete der Bach, weil kein Regen auf die Erde fiel.
8 Und das Wort des Herrn geschah zu Elia:
9 Steh auf und geh nach Sarepta im Gebiet von Sidon; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu ernähren.
10 Und er stand auf und ging nach Sarepta an das Stadttor, und siehe, dort sammelte eine Witwe Holz; und Elia rief ihr nach und sprach zu ihr: Hole mir doch ein wenig Wasser in einem Gefäß, dass ich trinke.
11 Und sie ging, es zu holen, und Elia rief ihr nach und sprach: Bring mir doch einen Bissen Brot in deiner Hand.
12 Und die Frau sprach: So wahr der Herr, dein Gott, lebt: Ich habe kein Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Krug und ein wenig Öl im Kruge; und siehe, ich sammle zwei Holzscheite und will hineingehen und es für mich und meine Kinder zubereiten, und wir werden essen und sterben.
13 Und Elia sprach zu ihr: Sei getrost, geh hinein und tu nach deinem Wort; aber mache mir zuerst davon einen kleinen Kuchen und bring ihn mir heraus, für dich aber und deine Kinder mache es danach;
14 denn so spricht der Herr: Der Mehlkrug soll nicht leer werden und der Ölkrug nicht abnehmen bis zu dem Tag, da der Herr Regen auf die Erde geben wird.
15 Und die Frau ging hin und tat so; und sie aß, sie und er und ihre Kinder.
16 Und der Mehlkrug wurde nicht leer, und der Ölkrug nahm nicht ab, nach dem Wort des Herrn, das er durch Elia geredet hatte.
17 Und es geschah danach, da erkrankte der Sohn der Frau, der Herrin des Hauses, und seine Krankheit war sehr schwer, bis kein Atem mehr in ihm blieb.
18 Und sie sprach zu Elia: Was habe ich mit dir zu schaffen, Mann Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Sünden in Erinnerung zu bringen und meinen Sohn zu töten.
19 Und Elia sprach zu der Frau: Gib mir deinen Sohn. Und er nahm ihn von ihrem Schoß und trug ihn hinauf in das Obergemach, in dem er wohnte, und legte ihn auf sein Bett.
20 Und Elia schrie auf und sprach: Wehe mir, Herr, du Zeuge der Witwe, bei der ich wohne, du hast Böses getan, indem du ihren Sohn töten willst.
21 Und er hauchte den Knaben dreimal an und rief den Herrn an und sprach: Herr, mein Gott, es kehre doch die Seele dieses Knaben in ihn zurück. 22Und es geschah so, und der Knabe schrie auf.
23 Und er brachte ihn aus dem Obergemach hinab in das Haus und gab ihn seiner Mutter; und Elia sprach: Sieh, dein Sohn lebt.
24 Und die Frau sprach zu Elia: Siehe, nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und das Wort des Herrn in deinem Munde Wahrheit ist.
Kapitel 18
1 Und es geschah nach vielen Tagen, da erging das Wort des Herrn an Elia im dritten Jahr und sprach: Geh hin und zeige dich Ahab, und ich will Regen geben auf die Fläche der Erde.
2 Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. — Und die Hungersnot war stark in Samaria.
3 Und Ahab rief Obadja, den Hausverwalter (Obadja aber fürchtete den Herrn sehr,
4 und es geschah, als Isebel die Propheten des Herrn erschlug, da nahm Obadja hundert Propheten und verbarg sie je fünfzig in einer Höhle und versorgte sie mit Brot und Wasser).
5 Und Ahab sprach zu Obadja: Komm, lass uns durchs Land ziehen zu den Wasserquellen und zu den Bächen, ob wir vielleicht Gras finden und Pferde und Maultiere am Leben erhalten, damit sie uns nicht vom Vieh ausgerottet werden.
6 Und sie teilten sich den Weg, um ihn zu durchziehen; Ahab ging auf dem einen Weg allein, und Obadja ging auf einem anderen Weg allein.
7 Und Obadja war allein auf dem Weg, und Elia kam ihm allein entgegen; und Obadja eilte und fiel auf sein Angesicht und sprach: Bist du es, mein Herr Elia?
8 Und Elia sprach zu ihm: Ich bin es; geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia!
9 Und Obadja sprach: Was habe ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs gibst, damit er mich töte?
10 So wahr der Herr, dein Gott, lebt: es gibt kein Volk noch Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hätte, dich zu suchen; und sagten sie: Er ist nicht da, so ließ er das Königreich und seine Gebiete schwören, dass er dich nicht gefunden habe.
11 Und nun sprichst du: Geh hin, verkünde deinem Herrn: Siehe, Elia!
12 Und es wird geschehen, wenn ich von dir weggehe, so wird der Geist des Herrn dich in ein Land tragen, das ich nicht kenne, und ich werde hineingehen, es Ahab zu berichten, und er wird mich töten; und dein Knecht fürchtet doch den Herrn von seiner Jugend an.
13 Ist dir, meinem Herrn, nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des Herrn tötete, dass ich von den Propheten des Herrn hundert Männer, je fünfzig, in einer Höhle verbarg und sie mit Brot und Wasser ernährte?
14 Und nun sprichst du zu mir: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia! — und er wird mich töten.
15 Und Elia sprach: So wahr der Herr der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe: heute werde ich mich ihm zeigen.
16 Und Obadja ging Ahab entgegen und berichtete es ihm; und Ahab lief hinaus und ging Elia entgegen.
17 Und es geschah, als Ahab Elia sah, da sprach Ahab zu Elia: Bist du es, der Israel verwirrt?
18 Und Elia sprach: Nicht ich verwirre Israel, sondern du und das Haus deines Vaters, indem ihr den Herrn, euren Gott, verlassen habt und du den Baalen nachgegangen bist.
19 Und nun sende hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel, und die vierhundertfünfzig Propheten der Schande und die vierhundert Propheten der Haine, die am Tisch Isebels essen.
20 Und Ahab sandte hin in ganz Israel und versammelte alle Propheten auf den Berg Karmel.
21 Und Elia trat zu allen heran, und Elia sprach zu ihnen: Wie lange wollt ihr auf beiden Kniekehlen hinken? Ist der Herr Gott, so geht ihm nach; ist es aber Baal, so geht ihm nach. Und das Volk antwortete ihm kein Wort.
22 Und Elia sprach zum Volk: Ich allein bin als Prophet des Herrn übriggeblieben, und die Propheten Baals sind vierhundertfünfzig Männer, und die Propheten des Hains vierhundert.
23 Man gebe uns zwei Rinder, und sie sollen sich das eine auswählen und es zerstückeln und auf das Holz legen, aber kein Feuer daran legen; und ich will das andere Rind zurichten und kein Feuer daran legen.
24 Und ruft ihr im Namen eurer Götter, und ich will den Namen des Herrn, meines Gottes, anrufen; und der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Gut ist das Wort, das du geredet hast.
25 Und Elia sprach zu den Propheten der Schande: Wählt euch den einen jungen Stier aus und richtet ihn zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft im Namen eures Gottes an, aber legt kein Feuer daran.
26 Und sie nahmen den Stier und richteten ihn zu und riefen im Namen des Baal vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Erhöre uns, Baal, erhöre uns! Aber da war keine Stimme und kein Hören; und sie liefen umher an dem Altar, den sie gemacht hatten.
27 Und es wurde Mittag, da spottete ihrer Elia, der Tischbiter, und sprach: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist ja ein Gott; er ist wohl in Gedanken, oder vielleicht hat er zu tun, oder vielleicht schläft er und wird aufwachen.
28 Und sie riefen mit lauter Stimme und ritzten sich nach ihrer Sitte mit Messern und Lanzen, bis das Blut über sie floss.
29 Und sie weissagten, bis der Nachmittag vorüber war. Und es geschah, als die Zeit kam, das Opfer darzubringen, und keine Stimme da war, da redete Elia, der Tischbiter, zu den Propheten der Greuel und sprach: Tretet nun beiseite, und ich will mein Brandopfer zurichten. Und sie traten beiseite und gingen weg.
30 Und Elia sprach zum Volk: Tretet her zu mir! Und das ganze Volk trat zu ihm.
31 Und Elia nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme Israels, wie der Herr zu ihm geredet hatte und sprach: Israel soll dein Name sein.
32 Und er baute die Steine auf im Namen des Herrn und stellte den niedergerissenen Altar wieder her und machte einen Graben, der zwei Maß Saatgut fasste, rings um den Altar.
33 Und er schichtete die Holzscheite auf den Altar, den er gemacht hatte, und zerstückelte das Brandopfer und legte es auf die Scheite und schichtete es auf den Altar.
34 Und er sprach: Holt mir vier Krüge Wasser und gießt es über das Brandopfer und über die Scheite. Und sie taten so. Und er sprach: Tut es zum zweiten Mal! Und sie taten es zum zweiten Mal. Und er sprach: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal.
35 Und das Wasser lief rings um den Altar, und auch den Graben füllten sie mit Wasser.
36 Und Elia rief zum Himmel und sprach: Herr, Gott Abrahams und Isaaks und Israels, erhöre mich, Herr, erhöre mich heute mit Feuer, und dieses ganze Volk soll erkennen, dass du der Herr, der Gott Israels, bist und ich dein Knecht bin und ich um deinetwillen diese Werke getan habe.
37 Erhöre mich, Herr, erhöre mich mit Feuer, und dieses Volk soll erkennen, dass du der Herr, der Gott, bist und dass du das Herz dieses Volkes zurückgewandt hast.
38 Da fiel Feuer vom Herrn aus dem Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Scheite und das Wasser in dem Graben, und die Steine und die Erde leckte das Feuer auf.
39 Und das ganze Volk fiel auf sein Angesicht und sprach: Wahrhaftig, der Herr ist Gott, er ist Gott!
40 Und Elia sprach zum Volk: Ergreift die Propheten Baals, keiner von ihnen soll entrinnen! Und sie ergriffen sie, und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie dort.
41 Und Elia sprach zu Ahab: Geh hinauf und iss und trink, denn da ist das Rauschen des kommenden Regens.
42 Und Ahab ging hinauf, um zu essen und zu trinken, Elia aber stieg auf den Karmel und beugte sich zur Erde und legte sein Angesicht zwischen seine Knie.
43 Und er sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schau in Richtung des Meeres. Und der Diener schaute hin und sprach: Es ist nichts da. Und Elia sprach: Du aber kehre siebenmal zurück. Und der Diener kehrte siebenmal zurück.
44 Und es geschah beim siebten Mal, siehe, da war eine kleine Wolke wie eines Mannes Fußspur, die Wasser heraufbrachte; und er sprach: Geh hinauf und sage Ahab: Spanne deinen Wagen an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht überrasche.
45 Und es geschah unterdessen, da verfinsterte sich der Himmel mit Wolken und Wind, und es kam ein großer Regen; und Ahab weinte und fuhr nach Jesreel.
46 Und die Hand des Herrn kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jesreel.
Kapitel 19
1 Und Ahab berichtete seiner Frau Isebel alles, was Elia getan hatte, und wie er die Propheten mit dem Schwert getötet hatte.
2 Da sandte Isebel zu Elia und sprach: Wenn du Elia bist und ich Isebel, so tue mir Gott dies und das noch dazu, wenn ich nicht morgen um diese Stunde dein Leben dem Leben eines von ihnen gleichmachen werde.
3 Und Elia fürchtete sich, stand auf und ging fort um seines Lebens willen und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Knaben dort zurück.
4 Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod und sprach: Es ist nun genug; nimm doch mein Leben von mir, Herr, denn ich bin nicht besser als meine Väter.
5 Und er legte sich nieder und schlief dort unter dem Strauch, und siehe, jemand rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!
6 Und Elia blickte hin, und siehe, zu seinen Häupten lag ein Aschenkuchen aus Emmer und ein Krug Wasser; und er stand auf und aß und trank. Und er wandte sich um und legte sich wieder schlafen.
7 Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss, denn der Weg ist weit für dich.
8 Und er stand auf und aß und trank; und er ging in der Kraft jener Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Horeb.
9 Und er trat dort in die Höhle ein und übernachtete dort; und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm und sprach: Was tust du hier, Elia?
10 Und Elia sprach: Mit Eifer habe ich geeifert für den Herrn, den Allmächtigen, denn die Söhne Israels haben dich verlassen; deine Altäre haben sie niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert getötet, und ich bin ganz allein übriggeblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen.
11 Und er sprach: Du sollst morgen hinausgehen und vor dem Herrn auf dem Berge stehen; siehe, der Herr wird vorübergehen. Und ein großer, gewaltiger Wind, der Berge zerriss und Felsen zerschmetterte, ging vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind ein Erdbeben; der Herr aber war nicht in dem Erdbeben.
12 Und nach dem Erdbeben ein Feuer; der Herr aber war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer der Klang eines leisen Säuselns; und dort war der Herr.
13 Und es geschah, als Elia es hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel und ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle; und siehe, eine Stimme kam zu ihm und sprach: Was tust du hier, Elia?
14 Und Elia sprach: Mit Eifer habe ich geeifert für den Herrn, den Allmächtigen, denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen; deine Altäre haben sie niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert getötet, und ich bin ganz allein übriggeblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen.
15 Und der Herr sprach zu ihm: Geh, kehre um auf deinen Weg, und du wirst auf den Weg zur Wüste von Damaskus kommen und Hasael zum König über Syrien salben.
16 Und Jehu, den Sohn Nimsis, sollst du zum König über Israel salben; und Elisa, den Sohn Schafats, aus Abel-Mehola, sollst du zum Propheten an deiner Statt salben.
17 Und es wird geschehen: Wer dem Schwert Hasaels entrinnt, den wird Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den wird Elisa töten.
18 Und du wirst in Israel siebentausend Männer übriglassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht angebetet hat.
19 Und er ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, der gerade mit Rindern pflügte — zwölf Joch Rinder waren vor ihm, und er selbst war beim zwölften —, und er trat zu ihm hin und warf seinen Mantel über ihn.
20 Und Elisa verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich meinen Vater küssen, dann will ich dir nachfolgen. Und Elia sprach: Kehre um, denn was habe ich dir getan?
21 Und er kehrte um von ihm und nahm das Joch Rinder und schlachtete sie und kochte sie mit dem Geschirr der Rinder und gab es dem Volk, und sie aßen; und er stand auf und folgte Elia nach und diente ihm.
Kapitel 20
1 Und Naboth, der Jesreeliter, hatte einen Weinberg neben der Tenne Ahabs, des Königs von Samaria.
2 Und Ahab redete zu Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, damit er mir zum Gemüsegarten werde, denn er liegt nahe bei meinem Hause; und ich will dir einen anderen, besseren Weinberg dafür geben. Wenn es dir aber gefällt, will ich dir Geld als Tausch für diesen deinen Weinberg geben, und er soll mir zum Gemüsegarten werden.
3 Und Naboth sprach zu Ahab: Das sei ferne von mir vor meinem Gott, dass ich dir das Erbe meiner Väter gebe.
4 Und der Geist Ahabs wurde verstört, und er legte sich auf sein Bett und verhüllte sein Angesicht und aß kein Brot.
5 Und Isebel, seine Frau, kam zu ihm hinein und redete zu ihm: Warum ist dein Geist verstört, und warum isst du kein Brot?
6 Und er sprach zu ihr: Weil ich zu Naboth, dem Jesreeliter, geredet und gesagt habe: Gib mir deinen Weinberg für Geld; wenn du aber willst, gebe ich dir einen anderen Weinberg an seiner Stelle. Und er sprach: Ich werde dir das Erbe meiner Väter nicht geben.
7 Und Isebel, seine Frau, sprach zu ihm: Handelst du jetzt so als König über Israel? Steh auf, iss Brot und sei guten Mutes; ich werde dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliters, geben.
8 Und sie schrieb einen Brief im Namen Ahabs und versiegelte ihn mit seinem Siegel und sandte den Brief an die Ältesten und die Freien, die mit Naboth wohnten.
9 Und in den Briefen stand geschrieben: Ruft ein Fasten aus und setzt Naboth an die Spitze des Volkes;
10 und setzt zwei Männer, Söhne von Gesetzlosen, ihm gegenüber, und sie sollen gegen ihn zeugen und sagen: Er hat Gott und den König gelästert. Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er sterbe.
11 Und die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Freien, die in seiner Stadt wohnten, taten, wie Isebel ihnen entboten hatte, wie es in den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen gesandt hatte.
12 Sie riefen ein Fasten aus und setzten Naboth an die Spitze des Volkes,
13 und es kamen zwei Männer, Söhne von Gesetzlosen, und setzten sich ihm gegenüber und zeugten gegen ihn und sprachen: Du hast Gott und den König gelästert. Und sie führten ihn hinaus vor die Stadt und steinigten ihn mit Steinen, und er starb.
14 Und sie sandten zu Isebel und sprachen: Naboth ist gesteinigt worden und ist tot.
15 Und es geschah, als Isebel es hörte, da sprach sie zu Ahab: Steh auf, nimm den Weinberg Naboths, des Jesreeliters, in Besitz, der ihn dir nicht für Geld geben wollte; denn Naboth lebt nicht mehr, denn er ist tot.
16 Und es geschah, als Ahab hörte, dass Naboth, der Jesreeliter, tot war, da zerriss er seine Kleider und legte einen Sack an; und es geschah danach, dass Ahab aufstand und hinabging in den Weinberg Naboths, des Jesreeliters, um ihn in Besitz zu nehmen.
17 Und der Herr sprach zu Elia, dem Tisbiter:
18 Steh auf und geh hinab, Ahab, dem König Israels, der in Samaria ist, entgegen; siehe, er ist im Weinberg Naboths, denn er ist dort hinabgegangen, um ihn in Besitz zu nehmen.
19 Und du sollst zu ihm reden und sagen: So spricht der Herr: Wie du gemordet und in Besitz genommen hast, darum spricht der Herr so: An jedem Ort, wo die Schweine und die Hunde das Blut Naboths geleckt haben, dort werden die Hunde dein Blut lecken, und die Huren werden sich in deinem Blut waschen.
20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Und er sprach: Ich habe dich gefunden, weil du dich umsonst verkauft hast, das Böse vor dem Herrn zu tun, um ihn zu erzürnen.
21 So spricht der Herr: Siehe, ich bringe Unheil über dich und werde hinter dir her ausfegen und werde von Ahab ausrotten, was an die Wand pisst, den Eingeschlossenen und den Verlassenen in Israel;
22 und ich werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Ahijas, wegen der Kränkungen, mit denen du mich erzürnt und Israel zur Sünde verführt hast.
23 Und zu Isebel redete der Herr: Die Hunde werden sie fressen an der Vormauer von Jesreel.
24 Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer von ihm auf dem Felde stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.
25 Doch umsonst hat sich Ahab verkauft, das Böse vor dem Herrn zu tun, wie Isebel, seine Frau, ihn verführt hatte;
26 und er handelte überaus abscheulich, indem er den Gräueln nachging, ganz wie es der Amoriter getan hatte, den der Herr vor dem Angesicht der Söhne Israels ausgerottet hatte.
27 Und um des Wortes willen, als Ahab von dem Angesicht des Herrn zerknirscht war und weinend einherging und sein Gewand zerriss und einen Sack um seinen Leib gürtete und fastete und sich in Sack hüllte an dem Tage, an dem er Naboth, den Jesreeliter, erschlagen hatte,
28 da erging das Wort des Herrn durch die Hand seines Knechtes Elia über Ahab, und der Herr sprach:
29 Hast du gesehen, wie Ahab vor meinem Angesicht zerknirscht ist? Ich werde das Unheil nicht in seinen Tagen bringen, sondern in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil bringen.
Kapitel 21
1 Und der Sohn Aders versammelte seine ganze Streitmacht und zog herauf und belagerte Samaria, und zweiunddreißig Könige waren mit ihm und alle Rosse und Wagen; und sie zogen herauf und belagerten Samaria und kämpften gegen es.
2 Und er sandte zu Ahab, dem König Israels, in die Stadt
3 und ließ ihm sagen: So spricht der Sohn Aders: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Frauen und deine Kinder sind mein.
4 Und der König Israels antwortete und sprach: Wie du gesagt hast, mein Herr und König, dein bin ich und alles, was mein ist.
5 Und die Boten kehrten zurück und sprachen: So spricht der Sohn Aders: Ich habe zu dir gesandt und sagen lassen: Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Kinder sollst du mir geben;
6 denn morgen um diese Stunde werde ich meine Knechte zu dir senden, und sie werden dein Haus durchsuchen und die Häuser deiner Knechte, und was ihren Augen begehrenswert ist, darauf werden sie ihre Hände legen und es nehmen.
7 Und der König Israels rief alle Ältesten und sprach: Erkennt doch und seht, dass dieser Böses sucht; denn er hat zu mir gesandt wegen meiner Frauen und wegen meiner Söhne und wegen meiner Töchter; mein Silber und mein Gold habe ich ihm nicht verweigert.
8 Und die Ältesten und das ganze Volk sprachen zu ihm: Höre nicht darauf und willige nicht ein.
9 Und er sprach zu den Boten des Sohnes Aders: Sagt eurem Herrn: Alles, was du zuerst deinem Knecht entboten hast, werde ich tun, aber diese Sache kann ich nicht tun. Und die Männer zogen ab und brachten ihm die Antwort zurück.
10 Und der Sohn Aders sandte wieder zu ihm und ließ sagen: So möge mir Gott tun und so hinzufügen, wenn der Staub Samarias für die Füchse, für das ganze Volk meiner Fußsoldaten, ausreichen wird.
11 Und der König Israels antwortete und sprach: Es sei genug; der Gebückte rühme sich nicht wie der Aufrechte.
12 Und es geschah, als er ihm dieses Wort antwortete, da trank er gerade, er und alle Könige mit ihm, in den Zelten; und er sprach zu seinen Knechten: Errichtet ein Bollwerk; und sie errichteten ein Bollwerk gegen die Stadt.
13 Und siehe, ein Prophet trat zum König Israels und sprach: So spricht der Herr: Hast du diese ganze große Menge gesehen? Siehe, ich gebe sie heute in deine Hände, und du wirst erkennen, dass ich der Herr bin.
14 Und Ahab sprach: Durch wen? Und er sprach: So spricht der Herr: Durch die Knappen der Obersten der Provinzen. Und Ahab sprach: Wer soll den Kampf eröffnen? Und er sprach: Du.
15 Und Ahab musterte die Knappen der Obersten der Provinzen, und es waren zweihundertdreißig; und danach musterte er das Volk, alle kriegstüchtigen Männer, sechzigtausend.
16 Und er zog aus am Mittag; und der Sohn Aders trank und war trunken in Sokchoth, er und die Könige, zweiunddreißig Könige als Verbündete mit ihm.
17 Und die Knappen der Obersten der Provinzen zogen zuerst aus. Und man sandte hin und meldete dem König von Syrien: Männer sind aus Samaria ausgezogen.
18 Und er sprach zu ihnen: Wenn sie zum Frieden ausziehen, ergreift sie lebendig, und wenn zum Krieg, ergreift sie lebendig.
19 Und sie sollen nicht aus der Stadt entkommen, die Knappen der Obersten der Provinzen. Und die Streitmacht folgte hinter ihnen,
20 und jeder schlug seinen Gegner nieder, und jeder schlug ein zweites Mal seinen Gegner, und Syrien floh, und Israel jagte ihnen nach; und der Sohn Aders, der König von Syrien, entkam auf dem Pferd eines Reiters.
21 Und der König Israels zog aus und nahm alle Rosse und Wagen und schlug Syrien mit einer großen Niederlage.
22 Und der Prophet trat zum König Israels und sprach: Sei stark und erkenne und sieh, was du tun wirst; denn bei der Wiederkehr des Jahres zieht der Sohn Aders, der König von Syrien, gegen dich herauf.
23 Und die Knechte des Königs von Syrien sprachen: Ein Gott der Berge ist der Gott Israels und nicht ein Gott der Täler, darum war er stärker als wir; wenn wir aber gegen sie in der Ebene kämpfen, werden wir gewiss stärker sein als sie.
24 Und tue dies: Entferne die Könige, jeden von seinem Ort, und setze an ihrer Stelle Statthalter ein,
25 und wir werden dir ein Heer stellen wie das Heer, das dir gefallen ist, und Rosse für Rosse und Wagen für Wagen, und wir werden gegen sie in der Ebene kämpfen und werden stärker sein als sie. Und er hörte auf ihre Stimme und tat so.
26 Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, da musterte der Sohn Aders Syrien und zog herauf nach Aphek zum Krieg gegen Israel.
27 Und die Söhne Israels wurden gemustert und zogen ihnen entgegen, und Israel lagerte ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden Ziegen, und Syrien füllte das Land.
28 Und der Mann Gottes trat herzu und sprach zum König Israels: So spricht der Herr: Weil Syrien gesagt hat: Ein Gott der Berge ist der Herr, der Gott Israels, und nicht ein Gott der Täler, darum werde ich diese ganze große Streitmacht in deine Hand geben, und du wirst erkennen, dass ich der Herr bin.
29 Und diese lagerten jenen gegenüber sieben Tage, und es geschah am siebten Tag, da begann der Kampf, und Israel schlug Syrien, hunderttausend Fußsoldaten an einem Tag.
30 Und die Übriggebliebenen flohen nach Aphek in die Stadt, und die Mauer fiel auf siebenundzwanzigtausend Mann von den Übriggebliebenen. — Und der Sohn Aders floh und ging in das Haus des Schlafgemachs, in die innerste Kammer.
31 Und er sprach zu seinen Knechten: Ich weiß, dass die Könige Israels barmherzige Könige sind; lasst uns doch Säcke um unsere Lenden legen und Stricke um unsere Häupter und zum König Israels hinausgehen, ob er vielleicht unser Leben am Leben lassen wird.
32 Und sie gürteten Säcke um ihre Lenden und legten Stricke um ihre Häupter und sprachen zum König Israels: Dein Knecht, der Sohn Aders, spricht: Lass doch mein Leben leben. Und er sprach: Lebt er noch? Er ist mein Bruder.
33 Und die Männer nahmen es als gutes Zeichen und beeilten sich und griffen das Wort aus seinem Mund auf und sprachen: Dein Bruder ist der Sohn Aders. Und er sprach: Geht hinein und holt ihn. Und der Sohn Aders kam heraus zu ihm, und sie ließen ihn zu ihm auf den Wagen steigen.
34 Und er sprach zu ihm: Die Städte, die mein Vater von deinem Vater genommen hat, werde ich dir zurückgeben, und du sollst dir Märkte in Damaskus anlegen, wie mein Vater sie in Samaria angelegt hat; und ich werde dich mit einem Bund entlassen. Und er schloss mit ihm einen Bund und entließ ihn.
35 Und ein Mann von den Söhnen der Propheten sprach zu seinem Nächsten auf das Wort des Herrn hin: Schlage mich doch! Und der Mann wollte ihn nicht schlagen.
36 Und er sprach zu ihm: Weil du nicht auf die Stimme des Herrn gehört hast, siehe, wenn du von mir weggehst, wird dich ein Löwe schlagen. Und er ging von ihm weg, und ein Löwe fand ihn und schlug ihn.
37 Und er fand einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! Und der Mann schlug ihn, schlug ihn und verwundete ihn.
38 Und der Prophet ging und stellte sich dem König Israels an den Weg und verband seine Augen mit einer Binde.
39 Und es geschah, als der König vorüberging, da rief er den König an und sprach: Dein Knecht war ausgezogen in den Kriegszug, und siehe, ein Mann brachte einen Mann zu mir und sprach zu mir: Bewache diesen Mann; wenn er aber entwischt, so wird dein Leben für sein Leben stehen, oder du wirst ein Talent Silber darwägen.
40 Und es geschah, dein Knecht blickte hierhin und dorthin, und er war nicht mehr da. Und der König Israels sprach zu ihm: Siehe, das ist auch dein Urteil; du selbst hast es gefällt.
41 Und er nahm eilends die Binde von seinen Augen, und der König Israels erkannte ihn, dass er von den Propheten war.
42 Und er sprach zu ihm: So spricht der Herr: Weil du den dem Verderben geweihten Mann aus deiner Hand entlassen hast, so wird dein Leben für sein Leben sein und dein Volk für sein Volk.
43 Und der König Israels ging verstört und niedergeschlagen weg und kam nach Samaria.
Kapitel 22
1 Und man blieb drei Jahre sitzen, und es war kein Krieg zwischen Syrien und Israel.
2 Und es geschah im dritten Jahr, da zog Josaphat, der König Judas, hinab zum König Israels.
3 Und der König Israels sprach zu seinen Knechten: Wisst ihr nicht, dass Ramoth in Gilead uns gehört, und wir schweigen stille, statt sie aus der Hand des Königs von Syrien zu nehmen?
4 Und der König Israels sprach zu Josaphat: Willst du mit uns hinaufziehen nach Ramoth in Gilead in den Krieg? Und Josaphat sprach: Wie ich, so auch du; wie mein Volk, so dein Volk; wie meine Rosse, so deine Rosse.
5 Und Josaphat, der König Judas, sprach zum König Israels: Befragt doch heute den Herrn.
6 Da versammelte der König Israels alle Propheten, etwa vierhundert Mann, und der König sprach zu ihnen: Soll ich nach Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen oder soll ich es lassen? Und sie sprachen: Zieh hinauf, und der Herr wird sie gewiss in die Hände des Königs geben.
7 Und Josaphat sprach zum König Israels: Ist hier kein Prophet des Herrn, damit wir durch ihn den Herrn befragen?
8 Und der König Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann da, durch den man den Herrn befragen kann, aber ich hasse ihn, denn er redet nichts Gutes über mich, sondern nur Böses: Michaja, der Sohn Jimlas. Und Josaphat, der König Judas, sprach: Der König rede nicht so.
9 Da rief der König Israels einen Kämmerer und sprach: Eilends Michaja, den Sohn Jimlas!
10 Und der König Israels und Josaphat, der König Judas, saßen ein jeder auf seinem Thron, gewaffnet, in den Toren Samarias, und alle Propheten weissagten vor ihnen.
11 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und sprach: So spricht der Herr: Mit diesen wirst du Syrien niederstoßen, bis es vernichtet ist.
12 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hinauf nach Ramoth in Gilead, und es wird dir gelingen, und der Herr wird auch den König von Syrien in deine Hände geben.
13 Und der Bote, der hingegangen war, Michaja zu rufen, redete zu ihm und sprach: Siehe doch, alle Propheten reden einmütig Gutes über den König; so sei doch auch du in deinen Worten wie die Worte eines von ihnen und rede Gutes.
14 Und Michaja sprach: So wahr der Herr lebt: Was der Herr zu mir sagen wird, das werde ich reden.
15 Und er kam zum König, und der König sprach zu ihm: Michaja, soll ich nach Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen oder soll ich es lassen? Und er sprach: Zieh hinauf, und es wird gelingen, und der Herr wird sie in die Hand des Königs geben.
16 Und der König sprach zu ihm: Wie oft muss ich dich beschwören, dass du mir im Namen des Herrn die Wahrheit sagst?
17 Und Michaja sprach: Nicht so; ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie eine Herde, die keinen Hirten hat, und der Herr sprach: Diese haben keinen Herrn; ein jeder kehre in Frieden in sein Haus zurück.
18 Und der König Israels sprach zu Josaphat, dem König Judas: Habe ich dir nicht gesagt: Dieser weissagt mir nichts Gutes, sondern nur Böses?
19 Und Michaja sprach: Nicht so, nicht ich; höre das Wort des Herrn, nicht so: Ich sah den Herrn, den Gott Israels, auf seinem Thron sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand um ihn her, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
20 Und der Herr sprach: Wer will Ahab, den König Israels, betören, dass er hinaufziehe und in Ramoth in Gilead falle? Und der eine sprach so und der andere so.
21 Da trat ein Geist hervor und stellte sich vor den Herrn und sprach: Ich will ihn betören. Und der Herr sprach zu ihm: Womit?
22 Und er sprach: Ich will ausgehen und ein Lügengeist sein im Munde aller seiner Propheten. Und er sprach: Du wirst ihn betören und du wirst es vermögen; geh aus und tue also.
23 Und nun, siehe, der Herr hat einen Lügengeist in den Mund aller dieser deiner Propheten gegeben, und der Herr hat Böses über dich geredet.
24 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Michaja auf die Wange und sprach: Was für ein Geist des Herrn hat in dir geredet?
25 Und Michaja sprach: Siehe, du wirst es sehen an jenem Tage, wenn du in die innerste Kammer gehst, um dich zu verbergen.
26 Und der König Israels sprach: Nehmt Michaja und bringt ihn zurück zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohn des Königs,
27 und sagt: Legt diesen ins Gefängnis, und er soll Brot der Trübsal essen und Wasser der Trübsal trinken, bis ich in Frieden zurückkehre.
28 Und Michaja sprach: Wenn du wirklich in Frieden zurückkehrst, so hat der Herr nicht durch mich geredet.
29 Und der König Israels zog hinauf und Josaphat, der König Judas, mit ihm nach Ramoth in Gilead.
30 Und der König Israels sprach zu Josaphat, dem König Judas: Ich will mich verkleiden und in die Schlacht ziehen; du aber ziehe meine Kleider an. Und der König Israels verkleidete sich und zog in die Schlacht.
31 Und der König von Syrien hatte den zweiunddreißig Obersten seiner Wagen geboten und gesagt: Kämpft nicht gegen Klein noch Groß, sondern allein gegen den König Israels.
32 Und es geschah, als die Obersten der Wagen Josaphat, den König Judas, sahen, sprachen sie: Das scheint der König Israels zu sein; und sie umringten ihn, um zu kämpfen, und Josaphat schrie auf.
33 Und es geschah, als die Obersten der Wagen sahen, dass er nicht der König Israels war, wandten sie sich von ihm ab.
34 Und einer spannte den Bogen treffsicher und traf den König Israels zwischen Lunge und Panzer. Und er sprach zu seinem Wagenlenker: Wende deine Hände und führe mich aus der Schlacht, denn ich bin verwundet.
35 Und die Schlacht wandte sich an jenem Tage, und der König stand auf dem Wagen Syrien gegenüber vom Morgen bis zum Abend, und das Blut floss aus der Wunde in den Schoß des Wagens; und am Abend starb er, und das Blut der Wunde floss bis in den Schoß des Wagens.
36 Und der Heeresherold trat auf, als die Sonne unterging, und sprach: Ein jeder in seine Stadt und in sein Land,
37 denn der König ist tot. Und sie kamen nach Samaria und begruben den König in Samaria.
38 Und sie wuschen den Wagen an der Quelle Samarias ab, und die Schweine und die Hunde leckten das Blut, und die Huren wuschen sich in dem Blut, nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte.
39 Und das Übrige der Geschichten Ahabs und alles, was er getan hat, und das elfenbeinerne Haus, das er gebaut, und alle Städte, die er gemacht hat — siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Israels?
40 Und Ahab entschlief mit seinen Vätern, und Ahasja, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
41 Und Josaphat, der Sohn Asas, wurde König über Juda; im vierten Jahr Ahabs, des Königs Israels, wurde er König.
42 Josaphat war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde, und regierte fünfundzwanzig Jahre in Jerusalem, und seine Mutter hieß Asuba, die Tochter Silhis.
43 Und er wandelte auf dem ganzen Weg Asas, seines Vaters; er wich nicht davon ab, zu tun, was recht war in den Augen des Herrn.
44 Nur die Höhen tat er nicht weg; noch opferte und räucherte das Volk auf den Höhen.
45 Und Josaphat hatte Frieden mit dem König Israels.
46 Und das Übrige der Geschichten Josaphats und seine mächtigen Taten, alles, was er getan hat — siehe, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige Judas?
51 Und Josaphat entschlief mit seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids, seines Vaters; und Joram, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
52 Und Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria im siebzehnten Jahr Josaphats, des Königs Judas; und er regierte über Israel zwei Jahre.
53 Und er tat, was böse war vor dem Herrn, und wandelte auf dem Weg Ahabs, seines Vaters, und auf dem Weg Isebels, seiner Mutter, und in den Sünden des Hauses Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte.
54 Und er diente den Baalim und betete sie an und erzürnte den Herrn, den Gott Israels, nach allem, was vor ihm geschehen war.